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Samsung SGH-i900 Omnia Test

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 04.09.2008, 08:09
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Hits: 42954
Sprache: german


Testbericht Samsung i900 Omnia von www.mobile-reviews.de

Hersteller:

Samsung

Modell:

Omnia

Preis:

500 €

Bilder:

Bildergalerie
Kamerabilder

Links:

Produktsupport
F.A.Q

Revision 1.0 vom 03.09.2008
Revision 1.1 vom 07.10.2008 (neue Firmware, 16-GB-Version von T-Mobile)

Wie kann ein Mobiltelefon, das nur über eine 2 Megapixelkamera verfügt, keine MMS oder Videoaufnahmen ermöglicht und als Krone des Ganzen in Deutschland offiziell nur mit einem eher teuren Knebelvertrag verkauft wird, so ein Erfolg werden? Eine Frage, die sich neben Samsung sicher noch ein paar andere Hersteller gestellt haben. Die Koreaner haben allerdings direkt gehandelt und präsentieren praktisch zeitlich zum Apple iPhone 3G ihr brandneues "Omnia". Neben dem HTC Touch Diamond ein weiteres Mobiltelefon mit Windows Mobile 6.1 Professional. Die Bezeichnung des neuen Handys von Samsung erinnert den ein oder anderen dunkel an den Lateinunterricht. Mir fällt zum SGH-i900 - so die schnöde technische Bezeichnung - der lateinische Spruch "Omnia mea mecum porto" (Alles Meine trage ich mit mir) ein. Sollte das Omnia tatsächlich das Non Plus Ultra im Bereich der Mobiltelefone darstellen? Technisch betrachtet liefern die Koreaner mit dem i900 Technologie der neusten Generation. Eine 5,0 Megapixel-Kamera mit Blitzlicht, 4-fachem Digitalzoom sowie Autofokus, Bildstabilisator und Gesichtserkennung ermöglicht, eine optimale Momentaufnahme im Leben des Omnia-Besitzers. Zumindest auf dem Papier. Für Videotelefonate befindet sich an der Vorderseite eine weitere Kamera mit VGA Auflösung. Zur werten Unterhaltung trägt ein Videoplayer mit DivX/MP4-Unterstützung sowie ein Musicplayer mit Soundpresets bei. Kommunikationsseitig stellt das Omnia dem Weltenbummler Quadband samt Unterstützung für EDGE & UMTS mit HSDPA (High Speed Downlink Packet Access in der Phase III ermöglicht eine theoretische Downloadrate von bis zu 7,2 Mbps) zur Seite. So ist das Omnia praktisch auf der ganzen Welt zu Hause. Optisch setzt es sich mit seinem riesigen, 3.2 Zoll großen berührungsempfindlichen Bildschirm und eine Auflösung von 240 x 400 Pixel bei 65.536 Farben in Szene. Dabei macht die äußere Schale des Omnia den Eindruck, aus Edelstahl zu bestehen. Der Eindruck täuscht allerdings. Wie sich das Schmuckstück im täglichen Einsatz neben meinem iPhone 3G geschlagen hat, soll Ihnen mein Testbericht zeigen.

Design/Verarbeitung/Haptik

Testbericht Samsung Omnia
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Testbericht Samsung Omnia

(Mehr Bilder)

Das Design des Omnia ist schnörkellos und wirkt edel. Ähnlich wie beim Apple iPhone wird die Front vom großen 3.2 Zoll Display dominiert. Die Displayabdeckung wurde mit silberner Folie hinterlegt. Umringt wird es von einem silberfarbenen Ring aus Metall. Statt einer Home-Taste verfügt das Omnia über zwei Telefontasten. Mit seinen Abmessungen von 112 x 56.9 x 12.5 mm bei einem Gewicht von etwa 127 g ist es weder klein, noch sehr leicht. Die Rückseite des Omnia besteht dabei fast nur aus dem Akkudeckel. Optisch macht er zwar den Eindruck, als bestünde er aus gebürstetem Metall, tatsächlich ist er aber nur aus Kunststoff. Keine Frage, das Omnia ist eine schlichte Schönheit! Samsung selber drückt es so aus: "... schlichtes, stilvoll-elegantes Design.". Dem kann ich mich nur anschließen. Natürlich wird das Omnia in Korea hergestellt. Ist das nun ein Zeichen für schlechte Qualität? Sicher nicht. Mobiltelefone von Samsung zeichneten sich eigentlich schon immer durch eine gute Verarbeitung aus. Knarzen, Quietschen oder ähnliche Geräusche sind dem i900 Omnia fremd. Leider ist zwischen den beiden Telefontasten und der Displayabdeckung ein Spalt, der sich recht fix mit Staub füllt. Die Displayabdeckung scheint aber "dicht" zu sein.

Zum Lieferumfang des Mobiltelefons gehört leider keine Displayfolie. Bei längerem Einsatz des Stylus - oder unachtsamen Transport in der Hosentasche - kann es daher passieren, dass die aus Kunststoff bestehende Displayabdeckung verkratzt. ich würde daher zu einer geeigneten Displayschutzfolie raten.

Das Omnia ist wieder mal ein Mobiltelefon, welches ausschließlich über den Touchscreen bedient wird. Das berührungsempfindliche Display reagiert dabei mit einer leichten Vibration und meldet so, dass es Berührungen erkannt hat. Dabei setzt es Eingaben wirklich sehr zügig um, kein Vergleich mehr zum eher trägen Samsung QBowl. Multi-Touch - wie beim Apple iPhone - beherrscht es dennoch nicht. Etwas anders sieht das Bild aus, wenn man gezwungen ist, durch Listen zu scrollen. In den Menülisten ist der Finger häufig schneller als der Auswahlbalken. Die Auswahl bleibt daher oft schon da stehen, wo sie eigentlich nicht sollte.

Testbericht Samsung Omnia

Die wenigen physikalischen Tasten lassen sich gut bedienen. Die mittig unter dem Display angeordnete Steuerzentrale des Omnia bietet einen zuschaltbaren "optischen" Joystick. Tatsächlich ist es eher eine Art von virtueller Maus, wie man sie schon von Samsung SGH-i780 her kennt. Eingerahmt wird dieser Joystick von der Rufannahme- und Rufbeenden-Taste. Die linke Seite ziert Samsungs proprietäre USB-/Lade-/Headsetbuchse sowie eine Öse als Befestigungsmöglichkeit für den Stylus. Aufgrund eines fehlenden Schachtes, muss er - wie eine Art von Kette - am i900 Omnia befestigt werden. Das sieht nicht nur gewöhnungsbedürftig aus, sondern ist auch sehr unpraktisch. Dieser Part ist beim HTC Touch Diamond deutlich besser und eleganter gelöst worden. Der Zugang zum microSD-Speicherkartenschacht befindet sich unter dem Akku, ein HotSwap im laufenden Betrieb ist also nicht möglich. An der rechten Seite befinden sich der Kameraauslöser (ein kurzer Druck startet eine digitalen Bilderrahmen) und die beiden Regler für die Gesprächs- bzw. Gerätelautstärke. Hat man in den verzwickten Einstellungsoptionen erst einmal die passende Option gefunden, so kann man den unteren Lautstärkeregler auch zur Aktivierung des LED-Lichtes nutzen. Et voilà, eine knapp 500 € teure Taschenlampe wurde geboren. Darüber haben die Designer des Omnia einen Drücker angebracht, der ein Samsung eigenes Menü mit Zugriff auf die wichtigsten Anwendungen bietet.
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Texteingaben erfolgen über eine virtuelle Handytastatur mit Texterkennung oder auf Wunsch auch über verschiedene andere virtuelle (QWERTZ-) Tastaturen oder Schrifterkennungen. So sind zwar auch etwas längere Schreibaufgaben halbwegs entspannt möglich. Richtig zügig schreibt man aber auch auf dem Omnia nicht.

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Im Gegensatz zum HTC Touch Diamond kann man beim Omnia die Tastatur auch im Querformat nutzen. Zudem ist die virtuelle Tastatur etwas unpraktisch, da sie des Öfteren das zu bearbeitende Textfeld verdeckt. Beim Tippen gibt das Omnia übrigens keinerlei haptisches Feedback. Über den an der Oberseite angebrachten Ein-/Ausschalter kann das Omnia in den Schlafmodus versetzt werden. Wer gezwungen ist, sein i900 Omnia einem Neustart (Softreset) zu unterziehen (zwar kein Regelfall aber durchaus öfter notwendig), der findet daneben noch das Loch mit dem versenkten Reset-Knopf.

Größenvergleich Omnia (Omnia, Apple iPhone 3G)

Testbericht Samsung Omnia
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Technik

Testbericht Samsung Omnia

Technisch brilliert das Samsung Omnia mit einer 5,0 Megapixel-Kamera mit umfangreichen Aufnahmemodi (Panorama-Funktion mit 3 bzw. 4 Aufnahmen, Mosaikaufnahmen, etc.), einem Blitzlicht sowie Autofokus. Eine "Face Detection" genannte Technologie erkennt automatisch Gesichter auf einem Bild und wählt die optimalen Einstellungen für Schärfe und Belichtung. Neben einem 4-fach digitalen Zoom sorgt ein Bildstabilisator für wackelfreie Bilder. Auch der Multimediapart kann sich mit MP3-Player und Videoaufnahmemöglichkeit in VGA-Qualität sehen lassen. Angetrieben wird es von Microsofts brandneuem Betriebssystem Windows Mobile® 6.1 Professional. Neben einigen energiesparenden Verbesserungen soll es auch etwas schneller reagieren. Das Samsung Omnia erfreut das verwöhnte Auge des Betrachters mit einem 3,2 Zoll umfassenden Touchscreen und einer Auflösung von 240 x 400 Pixel bei 65.536 Farben. Die Bilddiagonale umfasst dabei unglaubliche 82 mm, das Display selber nutzt eine Fläche von etwa 80 x 42 mm. Durch den neuen Opera Mobile 9.5 Browser kann man - wie vom PC gewohnt - im Internet surfen. Das vorinstallierte Microsoft Office Mobile kann Office Dateien öffnen und solange es keine PDF oder Powerpointdateien sind, auch bearbeiten.

Kommunikationsseitig nutzt das Omnia Bluetooth 2.0 samt A2DP (Stereo Audio über Bluetooth) und Wireless LAN (802.11g). Durch seine Quadband GSM/GPRS/EDGE Unterstützung ist er zudem weltweit einsetzbar. Dabei wird der Datentransfer durch UMTS mit HSDPA beschleunigt. Eingaben erfolgen über eine virtuelle Tastatur mit unterschiedlichen Layouts und Texterkennung. Programme und Daten werden entweder im 256 MB umfassenden RAM bzw. 256 MB ROM abgelegt (für den Nutzer bleiben hiervon gut 50 MB übrig), oder eben im internen Speicher von 8 bzw. 16 Gigabyte. Der Speicher lässt sich durch microSD-Speicherkarten weiter aufrüsten, dazu muss man allerdings den Akku komplett entfernen. Damit das Ganze auch in Schwung kommt, wird das Omnia von einer stromsparenden Marvell PXA312 CPU mit 624 MHz angetrieben. Schnell genug für alle bekannten Anwendungen (inklusive Skype). Als Firmware kam bei meinen Testgeräten die i900XGHG5/BHHG6 (ROM) sowie i900XXHG3 (Telefon) und die neuere i900XGHH4/AKHH5 (ROM) sowie i900BOHH2 (Telefon) zum Einsatz. Einen Hardreset können Sie über den Code *2767*3855# durchführen.

Lieferumfang

Testbericht Samsung Omnia Testbericht Samsung Omnia

In einer optisch recht eindrucksvollen Verpackung drängt sich folgendes Zubehör dicht an dicht:

  • Samsung SGH-Omnia,
  • Akku (Li-Ion 1440 mAh),
  • USB Kabel,
  • Kabelgebundenes In-Ear Stereo-Headset mit Adapter für 3.5 mm Kopfhörer,
  • Reiseladegerät,
  • Autohalterung für das Omnia,
  • CD mit Vollversion von Route 66,
  • 1 Gigabyte microSD-Karte mit Kartenmaterial für Deutschland, Österreich und der Schweiz
  • Bedienungsanleitungen sowie CD mit Software (Microsofts Active Sync) zum Datenabgleich mit einem PC.

Die 16 Gigabyte-Version von T-Mobile unterscheidet sich nur durch eine kleinen roten Aufkleber auf der ansonsten unveränderten Verpackung sowie durch eine Startup- und Shutdownanimation mit passendem Jingle. Beides lässt sich durch einen kleinen temporären Eingriff in die das Omnia abschalten. Zumal das Jingle unpassend laut abgespielt wird. Das Gehäuse des Omnia wurde nicht mit T-Mobile Logos versehen!

Display

Das Display mit 3,2-Zoll-Aktivmatrix kann 65.536 Farben darstellen und verfügt über eine Auflösung von 240 x 400 Pixel. Die Darstellung ist scharf und farbenfroh. In meinen Augen hat Samsung aber schon immer mit die besten Displays geliefert. Die Icons wirken auf dem weißen Hintergrund ebenfalls sehr farbenfroh. Das Display selbst ist zwar hell beleuchtet (transreflektiv), bei Tageslicht und im Kameramodus (Querformat) - nicht zuletzt durch die verspiegelte Displayabdeckung - aber sehr schlecht ablesbar.

Menü/Funktionen

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(durch Anklicken starten Sie die Animation)    

Samsung setzt beim Omnia wieder Teile der vom F480 bekannten "TouchWiz" genannten Oberfläche ein. Dabei präsentiert sich das Omnia nach dem Start mit einer eigenen Version des bei Windows Mobile üblichen "Heute" Bildschirms. Hier kann man unterschiedliche Funktionen, sogenannte Widgets ablegen und wieder in den Hintergrund verschwinden lassen. Hervorzaubern lassen sich unter anderem drei Uhren (Digital/Analog/Weltzeit), eine Foto-Slideshow sowie der Musicplayer und das UKW Radio. Selbst die Notizen und Kontakte stehen auf Knopfdruck bereit. Der Taschenrechner bietet im Querformat einige nützliche Zusatzfunktionen. Ein Konverter rechnet diverse Maße, Größen und Gewichte in entsprechende Pendants um.

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Diese Widgets bieten die Möglichkeit, die wichtigsten Funktionen und Informationen direkt über das Menü aufrufen zu können. Einfach das Icon mit der gewünschten Anwendung per drag & drop auf den Bildschirm ziehen und berühren, schwups ist sie geöffnet. Dabei kann man beliebig viele Icons auf das Display ziehen und an jeder beliebigen Stelle ablegen. Auch können mehrere Icons übereinander gestapelt werden mit dem zweifelhaftem Erfolg einen hoffnungslos überfüllten Startbildschirm sein Eigen nennen zu dürfen. Ergo sollte man nur etwa drei Widgets gleichzeitig auf den Bildschirm ziehen. Mehrere Bildschirme neben einander, wie beim Apple iPhone - nutzt das i900 Omnia nicht. Dafür will Samsung dem Anwender in Zukunft auch die Möglichkeit bieten, eigene Widgets zusammenzustellen. Die Widgets werden auf dem Standardbildschirm des Omnia auf einer ausklappbaren Seitenleiste abgelegt. Hat man sich einmal an den Widgets satt gesehen, so kann man auf verschiedene Ansichten des Startbildschirms ("Heute" genant), umschalten.

Ein "normales" Handymenü mit 12 Menüpunkten (4x3 Icons) kommt erst zum Vorschein, wenn man den Drücker an der oberen rechten Außenseite des Omnia nutzt, ein längerer Druck öffnet den Taskmanager. Diese Icons sind sehr groß und selbsterklärend. Durch simples anklicken hat man dann Zugriff auf die Samsung-eigene Anruferverwaltung, Telefonbuch, Musicplayer, Kamera, UKW Radio, Mediengalerie und so manches mehr. Keine Spur vom sachlichen Windows-Mobile Charme. Ein Inhaltsmanager hilft dabei, den Überblick über die abgespeicherten Medien zu halten. Bilder werden dabei in Alben sortiert und angezeigt.

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Dringt man allerdings etwas tiefer in die Menüstrukturen vor - und das ist im täglichen Gebrauch nahezu unvermeidlich - so lernt man schnell die recht kleinen Icons, die man von Windows Mobile gewohnt ist, kennen. Bei den mitgelieferten Anwendungen und Einstellungsmöglichkeiten handelt es sich größtenteils um "alte" Bekannte. Vom UKW-Radio mit RDS über eine Notizfunktion, Kalender- und Aufgabenverwaltung bis hin zur Weltuhr und einem Taschenrechner wurde nichts vergessen. Nicht wirklich neu, dafür aber sehr hilfreich ist der integrierte Visitenkartenscanner. Das Programm Smart Reader scannt dabei über die Kamera eine Visitenkarte ein und versucht im zweiten Schritt die Adressfelder richtig zuzuordnen - mit gemischten Erfolgserlebnissen. Einigen Feldern muss man als Anwender allerdings manuell auf die Sprünge helfen.

Ähnlich dem Apple iPhone verfügt auch das Omnia über einen integrierten Bewegungssensor. So dreht sich der Bildschirminhalt - ähnlich wie beim Apple iPhone - zusammen mit dem Omnia automatisch ins Quer- bzw. Hochformat. Dabei wird eine leichte Vibration ausgelöst. Die Empfindlichkeit des Bewegungssensors kann angepasst werden. Allerdings ist das Omnia in der höchsten Einstellung sehr empfindlich, dann dreht sich das Display auch, wenn man es gar nicht wünscht. Ein zusätzlicher Nutzen bringt die ebenfalls bewegungsgesteuerte Funktion "Diskret". Dreht man das Omnia mit dem Display auf den Tisch, so wird ein eingehender Anruf stumm geschaltet. Das Nokia 8800 Arte lässt schön grüßen.

PIM/Office

Natürlich sind Windows basierte Mobiltelefone wie das Omnia auch mit den passenden Anwendungen aus dem Officebereich (Excel Mobile, Word Mobile, Powerpoint Mobile) ausgestattet. Excel und Word Dateien können sowohl angezeigt als auch verändert werden. Powerpointdateien sowie PDF können dagegen nur angezeigt werden. Allzu umfangreiche und aufwendig animierte Präsentationen sollte man allerdings aufgrund der eher schleppenden Animationen vermeiden. Mobile Word bzw. Excel können nun auch die Hervorhebungen wie beispielsweise Fettschrift oder Kursivschrift in Texten anzeigen. Insgesamt sind die Funktionen des mobilen Officepaketes optisch an Vista angelehnt.

omnia omnia omnia

Der Speicher für die Kontaktdatenbank wird dynamisch verwaltet und kann daher eine Vielzahl von Einträgen aufnehmen. Hierbei wird auf Wunsch auch ein kleines, quadratisches Bild des Kontaktes abgespeichert und bei einem Anruf als Minibild angezeigt. Kontakte lassen sich durch Eingabe der entsprechenden Buchstaben suchen und nach einer Vielzahl an Kriterien sortieren und filtern.

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Bei den Kontaktfeldern sind nahezu alle möglichen Informationsdetails möglich (Name, Mobiltelefon, Privatnummer, Büronummer, Fax, E-Mail, Rufton sowie eine persönliche Notiz). Ein Feld für Geburtstage ist ebenfalls vorgesehen. Per ActiveSync (Windows XP) oder dem Windows Mobile Center (Windows Vista) werden die Daten dann mit einem PC synchronisiert. Die knapp 1.000 Kontakte synchronisierte das i900 Omnia per USB in etwa 2 Minuten. Über Bluetooth dauerte der Vorgang nur unwesentlich länger.

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Der Kalender bietet neben einer Jahres- und Wochenansicht auch noch eine Monats- sowie Tagesansicht. Anstehende Einträge werden durch ein kleines Symbol dargestellt. Eine Schnellübersicht in Form eines kleinen Popup gibt es nicht. Zu jedem Termin lässt sich eine Notiz eingeben. Auch wiederkehrende Termine erstellt der PocketPC widerspruchslos. In der Wochen- und Tagesübersicht werden Termine durch einen Balken dargestellt. Natürlich kann das Omnia auch Aufgaben verwalten, pro Aufgabe ist dann ebenfalls eine Notiz möglich.

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Nutzt man ein Microsoft Exchange Konto, so werden Termine Co. sofort auf das Onia übertragen. Eine guten und kostenlosen Dienst bietet z. B. mail2web.com an. Sensitive Daten sollte man allerdings nicht unbedingt auf diesem Wege verwalten.

Im Gegensatz zu den Terminen werden diese aber nicht im Kalender angezeigt. Die Anzahl der bereits verbrauchten Zeichen in einer SMS angezeigt. Vielschreiber können sogar mehrere davon verketten. Aber Vorsicht: ab Werk steht der SMS-Versand auf Unicode, damit werden deutlich mehr Zeichen verbraten, als notwendig. So kann eine etwas längere SMS schon mal zwei geteilt werden. Der eingebaute Wecker (Alarm) kann auf Wunsch wiederholt werden und in unterschiedlichen Abständen erneut klingeln, für Schlafmützen sicher eine gute Unterstützung, den allmorgendlichen Wahnsinn pünktlich zu bewältigen.

Unterhaltung/Spiele/Anwendungen

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Der Bereich Unterhaltung und Spiele ist serienmäßig eher ein wenig unterbesetzt. Neben dem eher langweiligen „Bubble Breaker“ genannten Geschicklichkeitsspiel und dem vom Windows bekannten Kartenspiel Solitair, gibt es keine weiteren Spiele. Auf dem freien Markt gibt es aner eine nahezu unüberschaubare Anzahl an Spielen und Programmen, sowohl im Free- und Shareware, als auch im Vollpreissektor. Gute Anlaufstellen für derartige Software sind z. B. die Seiten von pocketland.de oder handango.de.

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Als Ablenkung vom Ernst des Lebens würde ich die kostenpflichtigen Spiele Warfare (eine Art Command & Conquer), Age of Empires Gold für Fans von Strategiespielen sowie HighSeas (im Stil vom Pirates) empfehlen. Schnelle Actionspiele lassen sich mangels eingebautem Joystick nicht wirklich komfortabel steuern. Manche Spiele nutzen auch nicht die volle Auflösung des Omnia.

Branding

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Neben den unvermeidlichen Netzbetreibereinstellungen wurde das Omnia nur mit einem Web'n'Walk Button sowie einem E-Mailprogramm mit Push-Funktionalität ergänzt. Das Gehäuse des T-Mobile Omnia wurde hingegen nicht verändert. Mobile-TV unterstützt das Omnia ab Werk hingegen nicht. Dafür kann man aber Programme, wie z. B. PocketTV einsetzen.

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Music/Radio

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Die Samsung eigene Lösung zum Thema Musik nennt sich "Touch Player" und klingt in Verbindung mit dem mitgelieferten Headset schon sehr gut. Gleichwohl die Basswiedergabe durch die In-Ear Kopfhörer noch nicht wirklich überzeugend ist. Setzt man qualitativ höherwertige Pendants aus dem High-End Bereich ein, wird die Klangqualität spürbar verbessert. Ich habe bisher noch kein besser klingendes Windows Mobile Smartphone gehört. Glücklicherweise liefert Omnia einen Kopfhöreradapter für handelsübliche 3.5 mm Kopfhörer gleich mit. So ist man nicht auf den Zubehörmarkt angewiesen. Über die mitgelieferte Kabelfernbedienung kann man die Lautstärke anpassen und Anrufe entgegen nehmen. Da auch das A2DP und AVRCP Profil zum Pflichtenheft gehörte, lässt sich der Sound über Stereo-Bluetooth Kopfhörer, wie dem Motorola S9, wiedergeben. Unterschiedliche Klangprofile (Soundpresets) von Rock bis Pop nehmen Einfluss auf den Klang, allerdings NUR über das Kabelheadset.

Seine Musiksammlung sortiert der "Omnianer" nach verschiedenen Kriterien (z. B. Künstlern oder Alben). Eigene Wiedergabelisten (zuletzt gespielt, Genres, alle Titel, Zufällig) funktionieren das i900 Omnia zum Hosentaschen-Wurlitzer um. Songs werden auf Wunsch in zufälliger Reihenfolge abgespielt. Seine Lieblingslieder kann man auch in einer Art "Endlosschleife" abspielen. Hat man aber mehr als zwei Handvoll Songs abgespeichert, wird die Liste der Musikstücke unübersichtlich lang. So lassen sich bestimmte Songs nur schwer wiederfinden. Musik kann im Hintergrund weiter laufen, so dass man nebenher auch andere Aufgaben mit dem i900 Omnia erledigen kann. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass der Musicplayer sowohl MP3-, WMA- und WAV- und AAC-Dateien, als auch die kopiergeschützten Dateiformate Windows Media DRM abspielt.

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Synchronisiert wird über den Windows Media Player, dieser blendet dann auch die passenden Albumgrafiken ein. Alben werden dabei in einer Art von vertikalem Coverflow durchgeblättert. Für Fans des Äthers liefert das Omnia auch ein echtes UKW-Radio mit. Seine Lieblingssender kann man ganz bequem in eine Senderliste abspeichern.

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Dank des integrierten RDS werden die Sendernamen direkt im Display angezeigt. Um dem Radio allerdings ein Lebenszeichen zu entlocken, ist zwingend der Anschluss des mitgelieferten Headsets notwendig, selbst wenn man den Sound per A2DP genießen will. Die Empfangsleistung geht dabei voll in Ordnung, ein sprunghafter Wechsel zwischen Mono und Stereo war nicht vernehmbar. Über einen externen Lautsprecher kann man sein Omnia so zu einem guten Radioempfänger umfunktionieren. Die GEZ wird es freuen. Seine Lieblingssendungen kann man auf Wunsch auch direkt im Omnia aufzeichnen.

Der vorinstallierte Windows Media Player ist PC-Nutzern sicher nicht unbekannt. Den Funktionsumfang kann man getrost als "guter Standard" bezeichnen. Videos im WMV-Format stellt er auf Fingertipp im Vollbildmodus dar. Der TouchPlayer ist zudem in der Lage, die meisten DivX/XviD/MP4 kodierten Videos abzuspielen. Qualitativ ist kein Unterschied zum iPhone erkennbar. Flash-Videos, wie sie bei Youtube genutzt werden, werden dagegen nicht unterstützt. Der passende Player fehlt einfach und lässt sich momentan auch nicht nachrüsten. Podcasts und Livestreams sind hingegen auf dem Omnia kein Problem. Der passende Client ist bereits vorinstalliert.

Um die Klangqualität testen zu können, kamen folgende Alben aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop wurden - neben vielen anderen - zum Einsatz. Der Song von Mos Def wurde mit starker Bassbetonung abgemischt und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Die MP3 sind mit mindestens 192 kbit/s kodiert. Leider stotterte mein Testgerät im Standy-Modus bei der Wiedergabe der MP3 gelegentlich. Ssowohl vom internen Speicher, als auch von der Speicherkarte. Ein Grund dafür war nicht feststellbar.

Sarah Brightman
(Symphony)
Assemblage23
(Storm)

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

The Corrs
(Talk on Corners)
iGrado
iGrado
iGrado
iGrado

Der Klang des Gerätes ist insgesamt gut. Obwohl das i900 Omnia nur über einen Lautsprecher verfügt, ist die maximale Lautstärke ausreichend, um am Arbeitsplatz (sofern dieser nicht auf einer Baustelle liegt) als Beschallungsmöglichkeit zu dienen. Wobei die maximale Lautstärke über den Kopfhörerausgang in meinen Ohren zu niedrig ist. Daher mein Tipp: Maximale Lautstärke wählen und dann mit der analogen Kabelfernbedienung runter regeln. Die Sprünge in den fünf Stufen des digitalen Lautstärkereglers sind nämlich zu groß.

Klang im Gespräch

Die Sprachwiedergabe im Gespräch klingt etwas kratzig, dennoch ist der Gesprächspartner noch gut zu verstehen. In etwas lauteren Umgebungen, wie Kinderspielplätzen, Bahnhöfen und Co. ist die maximale Lautstärke gerade noch ausreichend. Auf Baustellen oder in Discotheken reicht es für eine problemlose Verständigung aber nicht mehr. Gespräche über die eingebaute Freisprecheinrichtung sind kein Problem, selbst bei höchster Lautstärke scheppert der integrierte Lautsprecher nicht. Die vorinstallierten Klingeltöne sind extrem langweilig, lassen sich aber durch eigene MP3 ersetzen. Dies gilt auch für Alarm- oder Nachrichtensignale.

Connectivity

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Wenig überraschend, schließlich handelt es sich um ein Windows 6.1 Smartphone, klappt die Synchronisation mit Outlook (Telefonbuch, Aufgaben, Kalendereinträge, Geburtstage und Notizen) einwandfrei. Ebenfalls wenig überraschend dauert dies bei einer großen Zahl an Kontakten über USB doch erstaunlich lang, über Bluetooth sogar noch etwas länger.

Das i900 Omnia unterstützt eine Vielzahl von Bluetoothprofilen. A2DP (Advanced Audio Distribution) und AVRCP (Audio/Video Remote Control Profile) bieten einen kabelfreien Musikgenuss.

Der GSM/UMTS Empfang des Quadband-Gerätes ist gut bis sehr gut. Hier braucht sich das i900 Omnia nicht hinter anderen Mobiltelefonen zu verstecken. Was die Empfangsempfindlichkeit im UMTS Netz betrifft, schaltet das Omnia eher konservativ schnell auf EDGE um. Während andere Mobiltelefone noch per HSDPA angebunden sind, surft der "Omnianer" schon per EDGE. Zum Themas WLAN: Die Empfangsqualität ist in meinem Altbau sehr bescheiden. Während mein iPhone 3G oder der USB-WLAN-Stick meines Sohnes noch problemlos die Verbindung hält, ist das Omnia bereits wieder über den kostenpflichtigen Datenturbo unterwegs. So werde ich eher unangenehm an meinen betagten HTC TyTN erinnert. Update: Angeblich soll es reichen, dem WLAN-Adapter mehr Strom zu gönnen, hierzu gibt es im Menü eine passende Option.

Das i900 Omnia fungiert auf Wunsch als Wechselspeicher, voraussgesetzt man hat die entsprechende Einstellungsmöglichkeit im Menü gefunden. Die Übertragung von Dateien per USB auf den internen Speicher oder die Speicherkarte geht dabei recht flott. So landet ein kurzer Track mit knapp 3 MB in ein paar Sekunden auf dem Omnia.

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Der E-Mail Klient unterstützt neben POP3 auch IMAP4. Das i900 Omnia kann dabei E-Mails in unterschiedlichen Intervallen automatisch abholen. Push-E-Mail ist mit einem Exchange-Server ebenfalls eine Option. Zur besseren Übersicht ist die Systemschriftgrösse variierbar. Der SAR-Wert ("Spezifische Absorptionsrate") beträgt 0,671 W/kg ist damit im guten Mittelfeld und unterschreitet den von der Europäischen Union festgelegte Grenzwert für Handys von 2 Watt pro Kilogramm (2 W/kg) aber deutlich. Der SAR-Wert gibt dabei an, wie viel Sendeleistung der Körper in Watt pro Kilogramm beim mobilen Telefonieren aufnimmt.

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Der Browser, eingesetzt wird neben dem obligatorischen Internet Explorer Mobile, der deutlich schnellere und komfortablere Opera Mobile 9.5, besticht durch eine iPhone ähnliche Bedienung. Beim Start wird die Webseite in einer Gesamtübersicht dargestellt, durch einen doppelten Fingertipp zoomt man dann komfortabel in Detailbereiche. Das funktioniert auch ohne Multi-Touch ziemlich gut. Dank HSDPA (sofern vom Netzanbieter angeboten) kann man auch in sehr angenehmer Geschwindigkeit surfen. Webseiten werden dabei 1:1 wieder gegeben, einzig Flash-basierte Seiten machen aufgrund des fehlenden Plugins Probleme. Surfen macht auf dem 3,2-Zoll Display zwar Spaß, kann aber nicht ganz an die Qualität und den Komfort des Apple iPhones 3G heranreichen. Ein Verbindungsmanager bzw. das entsprechende Widget ermöglicht dabei Zugriff auf die verschiedenen Verbindungsarten.

GPS

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In der ungebrandeten Version unterstützt das bekannte Route 66 in der Version 8 bei der Navigation. Dank der Firma Navtec befindet sich auf der mitgelieferten 1-Gigabyte-microSD Kartenmaterial für Deutschland, Österreich und die Schweiz (D/A/CH). Natürlich nutzt Route 66 eine sprachgeführte Routennavigation, der ängstliche Blick auf das Display ist also unnötig. Wem der Platz auf der 1 GB Karte nicht ausreicht, kann den Inhalt auch problemlos auf eine größere Speicherkarte kopieren. Ohne aktiviertes A-GPS (bei Samsung nennt sich dieser Dienst "Xtra") benötigt der verbaute GPS-Chipsatz knapp 10 Minuten bis zum ersten Sattelitenfix. Aktiviert man die kostenpflichtige A-GPS Funktion (es entsteht Datenverkehr) verkürzt sich der Satfix auf erträgliche 10 Sekunden. Ziele werden über eine bildschirmfüllende Tastatur eingegeben, die Routenberechnung erfolgt dann sehr zügig. Sollten während der Fahrt Alternativen notwendig werden, so dauert die Neuberechnung ebenfalls nicht lang. Dank des großen Displays lässt sich mit dem Omnia deutlich besser und komfortabler navigieren, als mit den meisten Konkurrenzprodukten. Die Sprachausgabe ist bei maximaler Lautstärke im geschlossenen Auto mehr als ausreichend, lässt sich aber mangels FM-Transmitter nicht über die Stereoanlage ausgeben. Die Ablesbarkeit des Displays leidet - wie bereits erwähnt - stark unter Sonneneinstrahlung. Das Omnia wird dank der mitgelieferten Halterung bequem an die Frontscheibe geklickt. Der Funktionsumfang entspricht dabei "normalen" Navigationslösungen.

Kamera/Video

Testbericht Samsung Omnia

Über ein kameratypisches Menü hat man Zugriff auf die wichtigsten Funktionen. So kann man beispielsweise den Blitz oder Timer sowie die Symbole auf dem Bildschirm ein- oder ausschalten. Die Kamera des Omnia nutzt eine Gesichtserkennung (Smile-Detection-Technology), die immer dann ein Bild auslöst, sobald das Objekt der Begierde lächelt. Für Leute mit nicht ganz so ruhiger Hand gibt es zudem einen Bildstabilisator. Der macht sich in der Praxis aber kaum bemerkbar. So können Aufnahmen bei aktiviertem Stabilisator paradoxerweise öfter mal unscharf bzw. verwackelt wirken. In Sachen Helligkeit sorgen unterschiedliche Einstellungsmöglichkeiten dafür, den Weißabgleich so gut wie möglich umzusetzen. Eine "Wide-Dynamik-Range" genannte Automatik soll dafür Sorge tragen, dass sonnige und schattige Bereiche bei Gegenlicht optimal belichtet werden.

Testbericht Samsung Omnia
(durch Anklicken starten Sie die Animation)

Der eingebaute LED-Blitz eignet sich nur für nahegelegene Motive, lässt sich dafür aber auch als Taschenlampe missbrauchen. Wunder in Form einer extrahellen Erleuchtung sollte man also nicht erwarten. Unterschiedliche Modi wie Panoramafunktion und Serienaufnahme, Effekte und verschiedene Belichtungs-Szenarien mit unterschiedlichen Auflösungsstufen bis hin zu fünf Megapixel (2560 x 1920 Pixel) unterstützen den Fotografen bei seiner täglichen Arbeit. Bei leichtem Druck des Auslösers stellt der Autofokus das Motiv scharf und bei stärkerem Druck löst er die Aufnahme dann aus. Dieser Vorgang dauert etwa 2 Sekunden. So sind zumindest Schnappschüsse sich nicht allzu schnell bewegender Motive möglich.

Testbericht Samsung F480
Testbericht Samsung F480
Testbericht Samsung F480

Die Fotoqualität des Omnia ist für ein Windows Mobile Smartphone insgesamt gut. Die Farben werden kräftig, realitätsnah und leuchtend wiedergegeben. Mitunter - in weniger gut ausgeleuchteten Bereichen - mit einem leichten Rauschen. Die Kamera des Omnia erfordert dabei keine Fotografenausbildung, die eingebaute Automatik ist ziemlich treffsicher. Optimale Ergebnisse erreicht man mit manuellem Eingriff. Bereits geschossene Foto können dann per MMS, E-Mail oder Bluetooth versendet werden. Der Upload ins Internet ist bei den deutschen Geräten nicht möglich, es fehlt der passende Client. Durch das eingebaute GPS ist auch Geotagging möglich. Dabei werden die EXIF Daten des Bildes um die Geodaten (Breiten/Längengrad), an denen die Aufnahme entstand, ergänzt.

Videos nimmt das Omnia in VGA (640 x 480 Pixel) und QVGA (320 x 240 Pixel) mit 15 Bildern pro Sekunde auf oder aber in einer Art Zeitlupe mit etwa 120 Bildern pro Sekunde, dann allerdings nur mit 320 x 240 Pixel. Auch hier stehen dem Fotografen umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Akkulaufzeit

Mit dem 1440 mAh starken Akku lässt sich ein eintätiger Messeeinsatz oder Arbeitstag mit vielen Telefonaten und E-Mails sehr bequem überbrücken. Nutzt man nur den MP3-Player (Display möglichst wenig an), kommt man auf eine respektable Nutzungszeit von etwa 12 Stunden (bei Nutzung von A2DP ist aber schon nach etwa 6 Stunden Feierabend). Bei moderater Nutzung (2 Stunden MP3 am Tag sowie etwa 30 Minuten Telefonate) verschafft man sich knapp 4 Tage Ruhe vor der Steckdose und im Standby bei guter Netzabdeckung geht es auch mal 10 Tage ohne Ladegerät. Aktiviert man beim Omnia hingegen Push-Funktionalität, so reduziert sich die Akkulebenszeit deutlich. 80 Minuten MP3 sowie 30 Minuten Radio und der aktivierte Push-Dienst zwang den Akku nach 10 Stunden in die Knie. Ein Akkuwert von unter 20% forderte zum nachladen auf. Im Normalbetrieb hält der Akku länger als beim iPhone 3G bzw. HTC Touch Diamond. Dauernavigation über GPS und E-Mail-Push entzieht aber selbst diesem Akku schnell jegliche Motivation.

Videoeindrücke

Fazit

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Keine Frage, featureseitig ist das Omnia dem iPhone 3G überlegen. Die neue Benutzeroberfläche TouchWiz ist ein großer Forschritt zur bisherigen Windows Mobile Lösung. Leider steht diese fingerfreundliche Variante aber nicht bis zuletzt zur Verfügung. Ähnlich dem HTC Touch Diamond ist man viel zu oft auf die kleinen Icons und Optionsdialoge von Windows Mobile angewiesen. Das ist beim iPhone deutlich beser gelöst. Im Vergleich zur eher lästigen und trägen Bedienung eines Qbowl reagiert das Omnia schneller. Das sehr große Touchdisplay, der riesige Speicher und die gute Kamera können zudem punkten. Dagegen sieht die Kamera des iPhone recht alt aus. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass man mit dem Omnia auch MMS versenden kann.

Für den absoluten "Kick" hat es dennoch nicht gereicht, neben den o.a. Problemen und einigen Bugs (Kamera startet nicht, Musikwiedergabe stottert, Omnia friert ein) schmälert die lausige WLAN Empfangsleistung den guten Gesamteindruck leicht. Genau so, wie die teils sehr verwinkelten Menüstrukturen des Betriebssystems. So ruckelt selbst das Omnia mit seinem 624 Megahertz getakteten Prozessor noch gelegentlich. Kaufmännisch betrachtet ist das Omnia unterm Strich eines der besten Windows-Touchphones. Für die knapp 500 € wird viel geboten, gerade die mitgelieferte Vollversion von Route 66 schlägt hier wertsteigernd zu Buche. Wer mit den Unzulänglichkeiten und Bugs leben kann und sich schon ein wenig mit Windows Mobile auskennt, kann zum Omnia greifen. Allen anderen würde ich vor dem Kauf raten, sich in den diversen Foren zum Thema schlau zu machen und das Softwareupdate abzuwarten.



  

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