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Samsung S7220 Ultra Classic

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 28.05.2009, 17:05
Punkte: blue.gifblue.gifblue.gifblue.gif  (8 von 10)
Hits: 11953
Sprache: german


Testbericht Samsung S7220 von mobile-reviews.de
Hersteller:

Samsung
Modell:

S7220
Bezugsmöglichkeit:

S7220

Revision: 28.05.2009

Mit dem S7220 bringt Samsung zwar kein weiteres Pixelmonster auf den Markt, dennoch legt es die Meßlatte für Handys wieder höher gelegt. Eigentlich ja niedriger, denn das S7220 ist nur 11,8 mm dünn und qualifiziert sich damit für die "Ultra CLASSIC" genannte Baureihe. Der 2,2-Zoll-Screen in AMOLED-Technologie sorgt für gestochen scharfe Abbildungen von Fotos, immerhin hat noch eine 5-Megapixel-Kamera Platz gefunden. Dabei sorgt der Autofokus für die Schärfe und die "Wide Dynamic Range" genannte Technologie sowie die LED für die passende Ausleuchtung. Bei zittrigen Hände sorgt ein abschaltbarer Bildstabilisator für wackelfreie Bilder. Motive, wie z. B. den Ayers Rock nimmt man am besten im Panorama-Modus auf. Die seligen Gesichter des Australienfans erfasst dann die automatische Gesichtserkennung. Videos werden mit 320 x 240 Pixel aufgenommen. Ein Video- und MP3-Player sowie ein Radio mit RDS-Funktion runden die Multimedia-Fähigkeiten des S7220 ab. Das integrierte GPS wird in erster Linie für Geotagging genutzt und ermöglicht erst in zweiter Linie über das vorinstallierte Google Maps eine Minimal-Navigation. Unterwegs ist man über GPRS/EDGE oder UMTS mit HSDPA online. Wie sich das S7220 im täglichen Alltag geschlagen hat, können Sie im Anschluss im Testbericht nachlesen.

Design/Haptik/Verarbeitung

S7720
S7720
S7720
S7720
S7720

Mit den Abmessungen von nur 113 x 43 x 11,8 mm ist das S7720 ein echter Flachmann. Im sogenannten Bartype-Format findet man auf der Vorderseite einen 2,2-Zoll-Screen. Das Gehäuse des S7220 besteht dabei vollständig aus auf den ersten Blick billig anmutende Kunststoff. Auch die Rückseite macht da leider keine Ausnahme. Der Akkudeckel ist sehr dünn, der Schliessmechanismus wirkt aber sehr stabil. Einen Vorteil hat das Ganze aber auch, wiegt das S7220 doch nur 83 g. Die von Samsung gelieferte Optik wird dabei nicht wirklich gut gegen Kratzer geschützt. Das überwiegend graue Kunststoffgehäuse wird dabei von einem farbigen Streifen in "platinum-red"oder "seagrass-blue" umringt, auch die Unterseite des S7220 ist im gleichen Farbton eingefärbt.

S7720 S7720 S7720

Die proprietäre Lade-/Kopfhörerbuchse samt fummeliger Abdeckung befindet sich an der rechten Seite des Mobiltelefons. Wer Radiohören und sein S7220 laden will ist aufgeschmissen. Beides gleichzeitig ist nicht möglich. Eine dauerhafte Berieselung aus dem Äther ist damit ausgeschlossen und wird vom Akkuladezustand vordiktiert. Warum ist das so? Nun, das eingebaute FM-Radio will unbedingt das Headset als Antenne nutzen. Der Einschub für die microSD-Speicherkarten befindet sich unterm Akkudeckel. Speicherkarten mit einer Kapazität von bis zu 8 GB verdaut das S7220 ohne Probleme, allerdings benötigte mein Testgerät beim Einlesen des Inhaltsverzeichnisses der mit knapp 7 Gigabyte belegten microSD einige Sekunden. Ebenfalls auf der rechten Seite findet man den Kameraauslöser. Der Regler für die Lautstärke wurde auf die linke Seite verbannt. Dort fristet er einsam sein Dasein.

S7720

In der Mitte befindet sich das 5-Wege-Kreuz mit den beiden seitlich angeordneten Anruftasten und Softkeys. Das ist zunächst ungewohnt und sorgt für gelegentlichen Unmut in Form einer Fehlbedienung. Die Zehnertastatur gibt dann aber keinen Grund zu Meckern. Alle Tasten lassen glänzen mit einem gut hörbaren, knackigen Druckpunkt, sind ausreichend groß und lassen sich wunderbar bedienen. Das freut natürlich die SMS-Freaks unter uns, zumal die abschaltbare T9-Texterkennung sehr hilfreich ist.

Größenvergleich (Samsung i7110, BlackBerry Curve, i550)

S7720
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S7720
S7720
S7720

Technik

Technisch überrascht der Billigheimer mit einer nahezu vollständigen Ausstattungsliste. Vom 2,2-Zoll AMOLED-Bildschirm mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixel, über die 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus und Digitalzoom bis hin zu knapp 100 MB internen Speicher sowie einem Slot für microSD(HC) Speicherkarten ist alles vertreten. Ein MP3-Player und FM-Radio (inkl. RDS) vervollständigen den guten Ausstattungsumfang. Als Quadband-Gerät (GSM 850/900/GSM 1800/GSM 1900) mit Unterstützung für den UMTS Datendienst HSDPA ist es fast überall auf der Welt einsetzbar. Kontakt mit der Außenwelt nimmt es über Bluetooth 2.0 samt AVRC und A2DP und USB (2.0) auf.

S7220

Dank des integrierten Lagesensors bietet das S7220 auch einen abschaltbaren Etikette-Modus. Dreht man das Handy dann auf die Displayseite, so wird ein Anruf umgehend "stumm" geschaltet. Das ist zum Beispiel in Besprechungen recht hilfreich.

Lieferumfang

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Zum Lieferumfang des knapp 230 € (aktueller Internetpreis) günstigen Schmuckstücks gehören neben dem guten InEar Stereo-Headset samt Adapter für 3,5 mm Kopfhörer mit integriertem Mikrofon auch noch eine CD mit Software und diverse Bedienungsanleitungen. Ein Reiseladegerät sowie ein USB-Datenkabel vervollständigen den Lieferumfang. Alles auf engstem Raum in einer recht hübschen und aufwändigen Verpackung gedrängt.

Display

Das sehr helle farbenfrohe und kontrastreiche AMOLED gibt Texte, Grafiken und Videos mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixel bei 262.144 möglichen Farbkombinationen wieder. Die bunten und nahezu selbsterklärenden Menüicons der Flash-basierten Menüoberfläche sind ausreichend groß. Im direkten Sonnenlicht schimmert das Display leicht bläulich, Inhalte kann man aber dennoch recht gut ablesen.

Menü/Funktionen

S7220

Nach Druck auf die Bestätigungstaste in der Mitte des 5-Wege-Navikeys kommt ein Menü mit seinen zwölf Icons in einer 4x3 Matrix zum Vorschein. So erhält man leicht Zugriff auf die vielen Funktionen, wie Anruferverwaltung, Telefonbuch, MP3-Player, Kamera, UKW Radio, Mediengalerie und so manches mehr. Zusätzlich bietet das S7220 nach Druck auf den linken Softkey auch eine Art persönliches Menü.

S7220

Dort kann man seine Lieblingsfunktionen, wie Radio, MP3-Player, Nachrichten und Co ablegen und sich so ein einfarbiges personalisiertes Pendant zum recht bunten Standardmenü schaffen. Natürlich bietet auch das S7220 einen ganzen Strauß von Zusatzprogrammen an.

S7220S7220S7220

Ein Taschenrechner hilft beim Einkauf, ein Konverter rechnet diverse Maße, Größen und Gewichte in die entsprechenden Pendants um. Sogar an eine Stoppuhr, einen Timer und eine Weltuhr wurde gedacht. Natürlich sind beim stylischen S7220 auch die marktüblichen Funktionen, wie Aufgabenverwaltung, Notizen, Kalender, SMS, E-Mail, Nachrichten und Co vertreten. Die vorhandenen Telefonprofile können den individuellen Vorlieben angepasst werden, aber sind nicht zeitgesteuert nutzbar. Auch eigene Profile sind möglich. Das S7220 signalisiert Anrufe dabei sowohl nur durch Vibration, als auch durch gleichzeitiges Klingeln und Vibrieren oder aber nur durch Klingeln. Jede denkbare Kombination ist möglich. Die Systemsounds (Benachrichtigungstöne, Wecker und Co.) sind änderbar.

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Neben der kompletten Palette an Anwendungen von Google (Google Mail, Google Maps, Google Suche) verfügt das S7220 auch über einen eingebaute Wecker mit der Möglichkeit, sich über wiederkehrende Ereignisse wecken zu lassen.

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Der ambitionierte Grafiker wird sich über die integrierte Bildbearbeitungsfunktion des Samsungs freuen, so kann man schon unterwegs Änderungen an den eben geschossenen Fotos vornehmen. Die Kontaktdatenbank kann nunmehr maximal 1000 Einträge aufnehmen. Neben den üblichen Informationen, wie Name und Vornahme, können auch Notizen hinterlegt werden.

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Auf auf Wunsch wird auch ein Bild des Kontaktes abgespeichert und bei einem Anruf als Vollbild angezeigt.

S7220

Kontakte lassen sich durch Eingabe der entsprechenden Buchstaben suchen. Es besteht zudem die Wahl zwischen SIM-Kontakten und denen im Telefon. Die vorhandenen Kontakte können dann in Gruppen eingeteilt werden. Dieser Gruppe lässt sich ein individueller Klingelton zuweisen. Bei den Kontaktfeldern sind zahlreiche zusätzliche Informationsdetails möglich (Festnetz und Mobilnummer, E-Mail, Anruferbild, Rufton, Internet-, Firmen- und Privatadresse und Firmenname, etc.).

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Der Kalender bietet neben der Tages- auch noch eine Wochen- und Monatsansicht und informiert auf den ersten Blick über anstehende Termine. Selbst eine Terminübersicht wird angeboten. Wiederkehrende Termine sind genauso möglich, wie die Tatsache, dass Terminüberschneidungen bei der Eingabe nicht angemahnt werden. Hier vertraut das S7220 voll der Übersicht seines menschlichen Herrn und Meisters. In der Wochenübersicht werden Termine durch einen Balken gekennzeichnet, in der Monatsübersicht durch eine kleine türkisfarbene Ecke. Mit dem S7220 kann man natürlich auch Aufgaben verwalten. Im Gegensatz zu den Terminen werden diese aber nicht direkt im Kalender angezeigt. Damit verfügt der Kalender zumindest über grundlegende Funktionalitäten, mehr aber auch nicht.

Unterhaltung/Spiele

S7220S7220

Die MP3-Player bei Mobiltelefonen unterscheiden sich optisch kaum voneinander. Das Coverart stellt der Musicplayer beim S77220 in der Mitte an. Direkt darunter befinden sich die Tasten zur Songsteuerung. Seinen Lieblingssongs kann man entsprechende "Sterne" vergeben und so bewerten. Die virtuellen Buttons zur Player-Steuerung befinden sich in der unteren Hälfte. Der Sound klingt in Verbindung mit dem mitgelieferten Stereo-Headset klar und recht dynamisch. Über den mitgelieferten 3,5 mm Klinkenadapter samt eingebautem Mikrofon kann man auch höherwertige Pendants aus dem High-End Bereich anschließen. Um die maximale Soundqualität testen zu können, habe ich neben meinem Referenzkopfhörer, dem iGrado von Grado, auch noch den weit verbreiteten Koss Porta Pro, einen Sennheiser CX300 sowie den überaus günstigen EP 630 von Creative Labs eingesetzt.

CX300 CX300 CX300 CX300

iGrado von Grado
(C) Grado

Koss Porta Pro
(C) Koss
Sennheiser CX300
(C) Sennheiser
Creative Labs EP630
(C) Creative Labs

Der iGrado fordert bekanntlich ein sehr hohes Eingangssignal um in Wallung zum kommen. Da muss das Ausgangssignal des S7220 aber passen, die maximale Lautstärke des S7220 reicht nicht wirklich aus, um die recht großen Wandler des iGrado in ausreichende Schwingungen zu versetzen. Der kleine Koss Porta Pro spielt mit dem S7220 schon fast optimal zusammen, kappt aber die Höhen zu früh. Nutzt man eine der zahlreichen Equalizer-Einstellungen, so kann man dieses Manko aber ganz gut ausgleichen. Der Sennheiser CX300 ist für einen InEar zwar ebenfalls eine gute Alternative, klingt aber nicht wirklich besser, als die mitgelieferten Kopfhörer. Wer unbedingt einen anderen InEar einsetzen will, sollte sich die Creative Labs EP 630 ins Ohr stöpseln. Dann gibt es was auf die Ohren. Gerade der Bassbereich wird durch den eingebauten Softwareequalizer nochmal verstärkt. Für einen Kopfhörer, der bei Amazon knapp 18 € kostet, bietet der Creative Labs EP 630 dennoch ein unglaubliches Preis- Leistungsverhältnis und stellt damit in meinen Ohren die optimale Alternative zum mitgelieferten Stereo-Headset dar.

Folgende Alben aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop wurden - neben vielen anderen - zum Test genutzt. Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Ebenso wie der Song "Damn Those Eyes" von Kane, der einen sehr gute Dynamik aufweist. Sämtliche MP3 sind eigenhändig mit mindestens 256kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" codiert worden.

Sarah Brightman
(Symphony)
Assemblage23
(Storm)

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

The Corrs
(Talk on Corners)
iGrado
iGrado
iGrado
iGrado

Einen großen Funktionsumfang kann der Musikplayer im S7220 nicht vorweisen. Immerhin kann man seine Songs nach verschiedenen Kriterien, wie z. B. Interpreten, Alben, Titel sortieren und mit unterschiedlichen optischen Effekten aufpeppen.

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Wer es abwechslungsreicher mag, kann seine Songs in zufälliger Reihenfolge abspielen oder aber eben in einer Schleife vor sich hindudeln lassen. Über Wiedergabelisten verwandelt man das S7220 zu einer recht passablen Musikbox. Dann sollte man aber den Screen sperren. Durch die Multitaskingunterstützung kann man seine Songs auch im Hintergrund weiter laufen lassen und nebenher noch andere Aufgaben erledigen. Grundsätzlich bietet das S7220 auch die Möglichkeit, den Sound über das A2DP Bluetoothprofil auf Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie zum Beispiel dem Motorola S9, umzuleiten. Aufgrund des damit einhergehenden erhöhten Stromverbrauchs ist das beim S7220 aber nicht sehr ratsam. Insgesamt ist der Klang ziemlich beeindruckend, kommt aber nicht ganz gegen den Klassenprimus Nokia 5800 XM an.

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Neben dem Musicplayer bietet das S7220 auch ein waschechtes FM-Radio und zwar sogar mit RDS. So kann man neben dem Sendernamen auch noch Detail zur Sendung empfangen, sofern der jeweilige Sender davon Gebrauch macht. In einem grünen Band erfährt man über die Radiotext genannte Funktion so z. B. den gerade aktuellen Songtitel bzw. Interpreten. Der automatischer Sendersuchlauf steht einem dabei hilfreich zur Seite, gefundene Sender werden dann in einer Liste abgespeichert. Da auch das Radio im Hintergrund weiter dudeln kann, werden auf dem Startbildschirm die aktuelle Frequenz sowie der Sendername angezeigt. Der mobile Videokonsum macht auf dem 2,2-Zoll-Display keinen echten Spaß, selbst wenn sie völlig flüssig abgespielt werden. Dafür ist das AMOLED einfach zu klein.

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Die Spielernaturen unter uns werden sich über die vielen vorinstallierte Spiele freuen.

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Zumindest bis sie feststellen, dass es sich überwiegend um Testversionen handelt.

Klang

Die maximale Lautstärke des MP3-Players ist ausreichend, um am Arbeitsplatz (sofern dieser nicht gerade auf einer Baustelle liegt) als Soundquelle bzw. Radio zu dienen. Gespräche über die eingebaute Freisprecheinrichtung sind akustisch überhaupt kein Problem.. Die Verständigung zwischen den Gesprächspartner ist einwandfrei. Während eines normalen Gesprächs werden die Stimmen nicht zu dumpf wieder gegeben. Ich konnte im Netz von T-Mobile weder Gesprächsabbrüche noch sonstige Aussetzer beobachten, weder im UMTS noch im GSM-Netz. Die zahlreichen Klingel- und Signaltöne sind sehr poppig und damit eher Geschmackssache. Insgesamt würde ich den Gesprächsklang durchaus noch mit "gut" bewerten.

Connectivity (Internet/E-Mail/GPS)

Das S7220 bietet von Hause aus Quad-Band (GSM 850/900/1800/1900-Netze) und unterstützt sowohl UMTS mit HSDPA als auch EDGE. WLAN wird vom S7220 nicht angeboten.

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Der integrierte Browser unterstützt dabei alle gängigen Standards (HTML, XHTML, WAP), HTML Seiten werden auf Wunsch so angezeigt, wie man sie vom Desktop her kennt, sogar im Vollbildmodus. Aufgerufene Seiten speichert der Browser in einer Verlaufsübersicht. Selbst RSS-Feeds sind kein Problem. Im Vergleich zum iPhone gewinnt der eingebaute Browser keinen Blumentopf. Dazu ist die ACCESS NetFront-Engine nicht leistungsfähig genug. Aber wer mal gelegentlich im Internet surfen will, hat auf dem S7220 zumindest die Möglichkeit dazu.

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Der E-Mail Klient unterstützt POP3 und IMAP4 und kann auch E-Mails im HTML-Format anzeigen. Für eine größere Anzahl an E-Mails bzw. Anhänge ist das S7220 aufgrund seines eher kleinen Displays aber nur bedingt geeignet. In den einzelnen Postfächern werden immer nur fünf E-Mails mit Betreff dargestellt. Eine Hilfe beim Einrichten von Postfächern erhält man nicht, die Zugangsdaten muss man " von Hand" eingeben.

Kamera/Video

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Die hohen Erwartungen, die man heutzutage an die Qualität der sogenannten Markenobjektive bei den Handykameras stellt, werden oft nicht erfüllt. Bedenkt man die Tatsache, dass die Linsen der Mobiles oft nur ein paar Millimeter groß sind, ist dies allerdings auch kein Wunder. Das Samsung S7220 ist durchaus in der Lage einer günstigen Digicam Paroli zu bieten, gegen Modelle der 80 Euro-Klasse kommt sie aber auch nicht mehr an. Schon aufgrund des fehlenden optischen Zooms nicht.

S7220

Die Kamera bietet eine Auflösung von 5-Megapixel, doch die Anzahl der Megapixel ist bei Digicams nicht immer ausschlaggebend. Viel wichtiger ist die zum Einsatz kommende Optik. Diese kommt zwar von Samsung. ist aber beim S7220 auch nicht erwähnenswert. Im Kameramodus nutzt man den 2,2-Zoll-Bildschirm im Quermodus als Sucher.

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Die Kameraoptionen bietet verschiedene Aufnahmemodi (Einzeln, Smile, Serie, Panorama und Co) sowie Szene-Modi (Hochformat, Querformat, Sport und viele mehr). Die Bildauflösung kann zwischen 2560 x 1920 Pixel (5 MP), 2048 x 1536 Pixel (3 MP), 1600x 1200 Pixel (2 MP) und 640 x 480 Pixel variiert werden.

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Die Kamera des S7220 verfügt über eine automatische Gesichtserkennung (Face-Detection-Technology) samt schnellem Autofokus. Bei erfolgter Aktivierung wird das Gesicht der Person dann optimal ausgeleuchtet und scharf gestellt, eine hilfreiche Angelegenheit. Die unter uns, die zum zittern neigen, hilft ein zuschaltbarer Bildstabilisator. Der macht sich in der Praxis aber nicht immer bemerkbar. Bei leichtem Druck des Auslösers stellt der Autofokus das Motiv scharf und bei stärkerem Druck löst er die Aufnahme dann aus. Das dauert etwa 1 Sekunde. In Sachen Helligkeit sorgen unterschiedliche Einstellungsmöglichkeiten, wie z. B. Tageslicht, Glühlampenlicht, Fluoreszierend dafür, dass der Weißabgleich so gut wie möglich umgesetzt wird.

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Eine "Wide-Dynamic-Range" genannte Automatik soll dafür Sorge tragen, dass sonnige und schattige Bereiche optimal belichtet werden. Wobei dann allerdings auch das Rauschen in den Bildern zunimmt. In dunkleren Bereichen kann die eingebaute LED helfen. Ist das Motiv nicht mehr als ca. 1,5 Meter entfernt reicht die Beleuchtung aus, um auch dunklere Gegenstände noch ausreichend ins rechte Licht rücken zu können. Danach verschwindet das Motiv in den Pixelartefakten. Natürlich hat die Kamera auch einen Selbstauslöser und bietet dem Hobbyfotografen zudem noch verschiedene Messmethoden für die Belichtung. An Aufnahmemodi steht neben einer Panoramafunktion noch eine Serienaufnahme (Bilder in schneller Folge) sowie diverse Kunstmodi zur Verfügung. Die Software erkennt dabei z. B. Gesichter von Personen. Lächelt eine Person, so löst die Kamera auf Wunsch automatisch aus. Um die Auswahl zu vereinfachen, sind alle Menüs transparent gestaltet. Der Digitalzoom (in meinen Augen eine nutzlose Sache) kann in mehreren Schritten erhöht werden. Alternativ steht dem Fotografen ein Makromodus zur Seite. Nahaufnahmen wirken ab etwa sieben Zentimeter Abstand scharf. Der Kameraton ist auf Umwege komplett abschaltbar, es stehen mehrere Variationen zur Auswahl.

Was nutzen aber die ganzen Einstellungsmöglichkeiten wenn am Schluss nur mäßige Ergebnisse bei rauskommen? Nun, die die eingebaute Automatik erzeugt für eine Handykamera wirklich überzeugende Aufnahmen. Die Fotos sind scharf und kaum durch Bildrauschen entstellt. Auch die Farben und Kontraste werden recht gut getroffen. Lediglich die Hell-Dunkel-Übergänge bei starkem Sonnenlicht (insbesondere bei Gegenlicht) gelingen nicht immer. Auch das passende Programm richtet da nicht viel aus.

S7720

Bilder der Kamera
(Originalgröße 59 MB)

Videos nimmt das S7220 allerdings nur mit 320 x 240 Pixel auf. Über die Automatikfunktionen der Kamera kann man aber auch hier verfügen.

Akkulaufzeit

Die Akkuleistung des S7220 ist zwar keine Disziplin in der es sich mit Ruhm bekleckert. Der mitgelieferte Akku hält bei normaler Nutzung (15 Minuten telefonieren, ein paar E-Mails, 60 Minuten MP3 am Tag, ein paar Fotos mit Blitz und 30 Minuten Videos) aber dennoch zwei Tag durch. Bei einer Fotosession mit 60 Bildern (knapp 10 davon mit Blitz) war der Akku etwa zu einem Drittel leer. Auch Intensivnutzer mit Telefonitis werden ihr Schmuckstück frühestens nach einem Tag an die Stromtankstelle fahren müssen.

Videotestbericht

Fazit

Autor

Das sehr kontraststarke 2,2-Zoll kleine AMOLED ist eine Augenweide, ob es nun 262.00 oder doch 16.7 Millionen Farben darstellen kann, ist dabei zweitrangig. Die 5-Megapixel-Kamera macht in ihrer Klasse gute Fotos und braucht sich nicht hinter einem Nokia N95 zu verstecken. Die knackige Zehnertastatur ist für Vielschreiber gut geeignet. E-Mailen oder Surfen kann man mit dem S7220 allerdings weniger gut. Danach wird die die Zielgruppe des recht preiswerten Einsteigerhandys (aktuell 230 Euro) aber auch keine Träne vergießen. Viel wichtiger ist das ansprechende Design und der niedrige Preis. Die Gesprächsqualität ging während meiner Tests im T-Mobile-Netz ebenfalls voll in Ordnung, da sind andere Tester - aus welchen Gründen auch immer - aber zu schlechteren Ergebnissen gekommen. Wer nicht viel Geld für ein Handy ausgeben will, ist mit dem S7220 gut beraten.

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