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Samsung GT-S9110 Watchphone

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 15.04.2010, 09:04
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Hits: 1718
Sprache: german


Testbericht Samsung GT-S9110 Watchphone von mobile-reviews.de
Hersteller:

Samsung
Modell:

Samsung
Onlineshops:

Geizhals

Revision: 15.04.2010

Mit dem Watchphone S9110 stellt Samsung nun auch eine sogenannte Handy-Uhr (Watchphone) vor. Dabei ist sie mit knapp 430 Euro (Straßenpreis) nicht gerade günstig, immerhin aber sehr hochwertig verarbeitet. Musik und Gespräche werden bevorzugt über ein Bluetooth-Headset mit Unterstützung für A2DP abgewickelt. Dazu liefert Samsung gleich das passende Bluetooth-Headset WEP870 mit anstöpselbaren, kabelgebundenem Stereo-Kopfhörer mit. Der Touchscreen misst in der Diagonale 1,76 Zoll groß und löst mit 176 x 220 Pixel bei 262.144 Farben auf. Eingaben werden durch das AMOLED-Display – ähnlich wie beim Apple iPhone – kapazitiv umgesetzt. Ein  MP3-Player sorgt für mobile Unterhaltung, Videos kann es hingegen nicht abspielen. Wie sich diese Handy-Uhr im Alltag so geschlagen hat, lesen Sie im folgenden Testbericht.

Design/Haptik/Verarbeitung

S9110
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Mehr Bilder des S9110 Watchphone gibt es hier.

Mit seinen Abmessungen von etwa 40 x 60 x 12 mm ist das Watchphone dünner als das Konkurrenzprodukt aus dem Hause LG (GD910) Deshalb den Begriff "Schlank" in den Mund zu nehmen, wäre trotzdem völlig unangebracht. Die sehr wertige Verarbeitung mit Stahlgehäuse und einem Lederarmband macht sich zudem beim Gewicht bemerkbar: das S9110 wiegt 117 Gramm. Soviel wie sonst nur ausgewachsene Smartphones. Für zierliche Handgelenke ist das S9110 daher ungeeignet.

Die komplette Vorderseite des Metall gewordenen Männerspielzeugs ziert ein recht groß wirkender Touchscreen mit einer Diagonalen von immerhin 1,76 Zoll. Das Display wird dabei von einem kratzfesten Glas geschützt. Die Glasabdeckung ist allerdings auch ein erstklassiger Fettfingermagnet. Auf der rechten Seite Der Handy-Uhr befinden sich drei Drücker, die sowohl für die Anruf-, als auch für die Menüsteuerung zuständig sind.

S9110

Optisch gleicht das S9110 eher einer Uhr aus der OI-Kollektion.

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Der metallene Akkudeckel auf der Rückseite wird über einen kleinen Drücker geöffnet, eine etwas fummelieg Angelegenheit. Das Lederarmband ist über die Schließe relativ schnell und unkompliziert in der Länge verstellbar und zu öffnen.

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Die Abmessungen des S9110 erlauben keine echte Tastatur. Gesteuert wird das Watchphone somit fast ausschließlich über den kontraststarken Touchscreen. Eingaben gehen über die virtuelle Tastatur recht komfortabel und flott von der Hand, zumal durch T9 die Texteingabe auf Wunsch erleichtert wird. Die virtuellen Tasten sind groß genug um sie auch noch mit größeren Fingern problemlos treffen zu können. Die Verarbeitung ist vorbildlich, kein Vergleich mit den Billiglösungen aus Fernost, wie zum Beispiel meiner AOKE 09+. Die natürlich auch nur ein Bruchteil des S9110 kostet.

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Durch Druck auf die grüne Hörertaste werden Gespräche entgegen genommen. Die rote Hörertaste beendet die Kommunikation und die mittlere Taste lässt das typische Samsung-Menü zum Vorschein kommen. Im Gegensatz zur LG GD910 kann man die Sprachsteuerung unpraktischerweise nur über den entsprechenden Menüpunkt starten.

Größenvergleich (u.a. mit AOKE 09+)

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Im Vergleich zur einer handelsüblichen Uhr wirkt das S9110 geradezu monströs. Das relativiert sich nur dann, wenn man den Vergleich mit anderen Handyuhren, wie der AOKE 09+ macht. Meine ebenfalls 14 mm dicke Taucheruhr (Citizen Promaster) bzw. die OI THE ONE Binär-Uhr fallen optisch aber ebenso mächtig aus. Trotzdem ist das S9110 kein schmückendes Accessoire.

Technik

Die Ausstattungsliste des S9110 Watchphone fällt sehr kurz aus. Das 1,75-Zoll große Display löst mit 176 x 220 Pixel auf. Eine Speichererweiterungsmöglichkeit für MicroSD-Speicherkarten sucht man vergebens, leider ist der interne Speicher mit 30 MB auch nicht gerade üppig ausgefallen. Das macht den internen MP3-Player schon fast überflüssig. Auch an ein FM-Radio wurde nicht gedacht. Als Dualband-Gerät ohne Unterstützung für UMTS ist es zudem nicht überall auf der Welt einsetzbar. Immerhin kann man per GPRS auch im Internet surfen, der eingebaute Netfront-Browser von Access macht es möglich. Einen E-Mail Client sucht man allerdings vergebens. Kontakt mit einem Stereo-Headset nimmt das Watchphone leider nur über Bluetooth 2.1 auf. Eine Synchronisation mit dem PC war sowohl über Bluetooth als auch über USB möglich.

Lieferumfang

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Im aufwändig designten schwarzen Karton - findet man das Zubehör ordentlich in einzelne Kartons verpackt. Neben dem S9110 Watchphone findet man einen austauschbaren 630 mAh fassenden Akku, Bedienungsanleitungen sowie zwei Ladegeräte. Eines für das Watchphone und das Andere für das ebenfalls zum Lieferumfang gehörende Bluetooth-Headset WEP870. Ergänzt wird der Lieferumfang um ein an das Bluetooth-Headset anstöpselbare Kabelheadset zum Musikgenuss in Stereo.

Display

Das 1,76-Zoll große Display löst seine Inhalte mit 176 x 220 Pixel auf und wirkt sehr kontraststark. Die Menüicons wirken hochauflösend. Das AMOLED ist recht hell und kann auch im Sonnenlicht - sofern man die Sonne bei den aktuellen Wetterverhältnissen überhaupt zu Gesicht bekommt - noch gut abgelesen werden. Im Energiesparmodus wird das Display komplett abgeschaltet, darüber freut sich aber nur der eingebauten Akkus. Verpasste Anrufe oder SMS werden so nämlich nicht mehr angezeigt.

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Bei Druck auf eine der drei Tasten wird die Uhrzeit in fünf verschiedenen Uhrdesigns angezeigt. Neben diversen analogen Varianten steht auch eine digitale Uhr zur Verfügung. Auf Wunsch auch mit Datum.

Menü

Die zwölf Icons der Benutzeroberfläche sind selbsterklärend und auch von anderen Samsung-Handys her hinreichend bekannt. Das Menü kann man in drei Bildschirme mit je vier Icons und vier Bildschirmen mit je drei Icons aufteilen. So bekommt man schnell und übersichtlich Zugriff auf seine Kontakte, SMS und MMS, die Einstellungsoptionen sowie auf zahlreiche anderen Anwendungen, wie zum Beispiel den Taschenrechner. Die Menüdesigns sind somit recht zahlreich, neben der Rasteransicht

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steht so auch eine Gleitenansicht sowie eine Listenansicht zur Auswahl.

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Dabei bedient man das S9110 ähnlich intuitiv, wie die anderen Mobiltelefonen mit Touchscreen des Herstellers.

PIM

Auch das S9110 Watchphone beherrscht das Einmaleins eines Personal Information Manager (PIM). Allerdings macht die Verwaltung seiner Kontakte, Termine und Ereignisse über das kleine Display keinen echten Spaß. Sinnvollerweise erledigt man das dann direkt am PC über die Samsung PC Suite. Eine Online-Synchronisation über SyncML mit Google ist leider nicht möglich. Auch E-Mails kann man mit dem S9110 nicht empfangen.

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Wer ab und an die Hilfe eines Rechenknechts benötigt, findet im eingebauten Taschenrechner und Umrechner zuverlässige Helfer. Frühaufsteher wird der Alarm erfreuen und die Vergesslichen unter uns werden an der, nur vom Speicherplatz limitierte Sprachaufzeichnungsfunktion namens Sprachmemo, Gefallen finden. Nach Namen im Telefonbuch sucht man über ein virtuelles Drehrad.

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Verpasste Anrufe zeigt das S9110 nur im Startmenü an. Befindet sich das S9110 nämlich im Stromsparmodus, so wird das Display komplett abgeschaltet und durch eingehende Anrufe und SMS auch nur kurz aktiviert. Wenige Sekunden später tauchen die Warnhinweise schon wieder in das Dunkel der Vergessenheit ab.

Das S9110 Watchphone bietet drei veränderbare Profile (Normal, Stumm, Pkw) sowie einen Flugmodus bei dem GSM vollständig abgeschaltet wird. Man kann sich auch zwei eigene Profile anlegen. Das S9110 signalisiert Anrufe durch eine Kombination von frei wählbaren Klingeltönen und Vibration. Die Systemsounds (Benachrichtigungstöne, Wecker und Co.) können leider nicht verändert werden. Der integrierte Wecker speichert bis mehrere unterschiedliche Weckzeiten und funktioniert auch im ausgeschalteten Zustand.

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Die Kontaktdatenbank fasst maximal 500 Einträge. Neben den persönlichen Grundinformationen, wie Name, Vorname und der Telefonnummer kann man auf Wunsch auch ein Bild abspeichern. Das bekommt man dann bei einem Anruf angezeigt. Wer mag, kann seine Kontakte auch in Gruppen einteilen oder einen eigenen Rufton zuweisen. Den Geburtstag des Kontaktes kann man leider nicht hinzufügen. Das kann das LG GD910 deutlich besser.

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Der integrierte Kalender speichert bis zu 400 Termine und bietet neben einer Monats- auch noch eine Tagesansicht. Die gerade aktuellen Termine hat man auf einem Blick im Auge, der entsprechende Tag wird mit einem kleinen Dreieck markiert. Nähere Details bekommt man aber erst dann, wenn man zweimal auf das jeweilige Datum getippt hat. Man kann man mit dem S9110 auch ganztägige Ereignisse, Aufgaben oder Notizen (Memo) verwalten. Die in einer SMS verbrauchten Zeichen werden direkt angezeigt.

Musik

S9110

Der MP3-Player des S9110 ist optisch eher schlicht ausgefallen. Der Player stellt ein vorab hinterlegtes Coverart dar. Der aktuelle Songname sowie der Name des Interpret werden in einer kleinen Laufschrift angezeigt.. Die drei Tasten zur Player-Steuerung befinden sich am oberen Bildschirmrand. Um die mögliche Soundqualität des S9110 testen zu können, habe ich neben dem WEP870 auch meinen A2DP und AVRCP-fähigen Stereo-Bluetooth-Kopfhörer Motorola S9 genutzt. So klingt das S9110 wirklich gut, killt den Akku aber in wenigen Stunden. Bei nur knapp 30 MB freien internen Speicher kann man auch nicht viele MP3 speichern.

Aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop kamen - neben vielen anderen - folgende Alben während des Test zu Einsatz:

Sarah Brightman
(Symphony)
Assemblage23
(Storm)

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

The Corrs
(Talk on Corners)
iGrado
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iGrado
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Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Ebenso wie der Song "Damn Those Eyes" von Kane, der einen sehr gute Dynamik aufweist. Sämtliche MP3 sind eigenhändig mit mindestens 256 kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" codiert worden.

Durch die Multitasking-Unterstützung kann man den MP3-Player im Hintergrund weiter laufen lassen und nebenher noch andere Aufgaben erledigen. Wer es abwechslungsreicher mag, spielt seine Songs in zufälliger Reihenfolge ab. Ohrwürmer kann man über die Wiederholfunktion in einer Endlosschleife vor sich hindudeln lassen. Auch die Wiedergabe von Playlisten ist möglich. Der Klang des MP3-Players ist dabei durchaus befriedigend.

Klang/Gesprächsqualität/Empfangsleistung

Die maximale Lautstärke des MP3-Players über die Freisprecheinrichtung ist hoch genug, um sein Zimmer mit Musik zu füllen. Über das mitgelieferte Bluetooth-Headset ist die Verständigung problemlos möglich. Gespräche über die eingebaute Freisprecheinrichtung sind ebenfalls kein Problem. Die Qualität der Übertragung zwischen den Gesprächspartner wird als nahezu "glasklar" empfunden, man merkt gar nicht, dass man nicht mit einem Headset spricht. Leider kann dann aber auch jeder mithören. Die zahlreichen Klingel- und Signaltöne sind Geschmackssache, können aber auf den individuellen Geschmack angepasst werden. Insgesamt bewerte ich die Gesprächqualität des Gerätes mit "gut".

Connectivity

S9110

Wer mit dem S9110 und dem Netfront-Browser im Internet surfen will, der kann dies lediglich mit GPRS-Geschwindigkeit erledigen. UMTS unterstützt das S9110 nämlich nicht. Naja, immer noch besser als nur mit "Mops-Geschwindigkeit" zu surfen (kleines Zitat aus (T)Raumschiff - Surprise Periode 1). Die Synchronisierung seiner Kontakte und Dateien erledigt man am besten über die Samsung PC Suite. Das S9110 Watchphone kann man aber auch über Bluetooth mit Musik beschicken. Drei Megabyte Daten wandern in knapp 20 Sekunden vom PC zum S9110. Gespräche führt man am besten mit dem mitgelieferten Bluetooth-Headset mit anstöpselbarem Kabel-Headset, dann kann man seine Musik nämlich auch in Stereo genießen.

Akkulaufzeit

S9110

Die Akkuleistung des S9110 Watchphone gibt eigentlich keinen Anlass für Kritik. Der eingebaute Akku reicht aus, um bei normaler Nutzung (10 Minuten telefonieren, ein paar SMS und E-Mails, 90 Minuten MP3 am Tag) etwa drei Tage durchzuhalten. Aufladen kann man es problemslos über ein handelsübliches Samsung-Ladegrät. Wer mehrere Stunden am Tag telefoniert oder Musik über sein Bluetooth-Headset hört, wird das S9110 allerdings täglich mit Strom betanken müssen.

Videotestbericht

Fazit

Autor
Die Samsung eigene Benutzeroberfläche des S9110 ermöglicht eine flotte Bedienung. Die Telefonfunktion über den Lautsprecher klappt zwar sehr gut, allerdings nur dann, wenn man keinen Wert auf seine Privatsphäre legt. Anderenfalls sollte man das im Lieferumfang enthaltene Bluetooth-Headset WEP870 nutzen. Dank des MP3-Players kann man das S9110 auch unterwegs als MP3-Player nutzen, der interne Speicher ist mit 30 MB aber zu klein bemessen und kann nicht erweitert werden. Der langsame Webbrowser taugt nur für kleine Webseiten, ein E-Mail Klient fehlt komplett. Die Reaktionen auf das Watchphone waren - wie beim LG GD910 - eher gemischter Natur. Für zarte Frauenarme ist es völlig ungeeignet und selbst am Männerhandgelenk wirkt es zu klobig und schwerfällig. Die Zeiten von Michael Knight (Rider) und seiner sprechenden Uhr sind eindeutig vorbei ...

Testlogo

 



  

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