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Samsung Beat DJ (M7600)

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 22.09.2009, 14:09
Punkte: blue.gifblue.gifblue.gifblue.gifbluehalf.gif  (9 von 10)
Hits: 5948
Sprache: german


Testbericht Samsung BeatDJ von mobile-reviews.de
Hersteller:

Samsung
Modell:

Beat DJ
Bezugsmöglichkeit:

M7600 Beat DJ
Medien:

Beat DJ

Revision: 22.09.2009

Mit dem Samsung M7600 Beat DJ bringt Samsung endlich einmal ein Handy für die Liebhaber des gepflegten Klangs heraus. Das hat zwar lange gedauert, schließlich gibt es diese Walkmanhandys bereits seit langem u.a. von Sony Ericsson, aber was lange währt, wird bekanntlich gut. Soundtechnisch will sich das Beat DJ dabei an die Spitze setzen. Ein hehres Ziel, schließlich hat der Platzhirsch, das Nokia 5800 XpressMusic, die Meßlatte bereits sehr hoch gehängt. Neben einer Klangoptimierung haben die Koreaner dem M7600 Beat DJ aber auch ordentlich Hausmannskost mit auf den Weg gegeben. Der kontraststarke 2,8-Zoll AMOLED-Touchscreen erleichtert die Bedienung und löst immerhin mit 240 x 400 Pixel auf. Eine 3,2-Megapixel-Kamera sorgt dank Autofokus für scharfe Bilder, während der integrierte LED-Blitz Motive bis zu einem Abstand von knapp zwei Metern aus dem Dunkel hervorholt. Ein DivX-Videoplayer sowie ein UKW-Radio samt RDS runden die Multimedia-Fähigkeiten des Beat DJ ab. Das integrierte GPS wird in erster Linie für Geotagging genutzt, und erst in zweiter Linie für eine Art von Navigation über Google Maps. Per GPRS mit EDGE und UMTS mit HSDPA ist man unterwegs online. Wie sich der - in meinen Ohren sehr klangstarke Beat DJ - mit seinem ungewöhnlichen Design im täglichen Einsatz geschlagen hat, soll Ihnen mein Testbericht näher bringen.

Design/Haptik/Verarbeitung

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Mit seinen Abmessungen von nur 105 x 51 x 14 mm ist es schon sehr flach. Die ovale Vorderseite wird fast ausschließlich vom 2,8-Zoll-Touchscreen dominiert während unterhalb des Screens nur noch zwei Tasten zur Gesprächssteuerung und einem zum Löschen von Eingaben ihren Dienst verrichten.

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Das komplette Gehäuse wird mit einem breiten, chromfarbenen Ring eingefasst. In Verbindung mit dem recht kräftigen Metallic-Blau des Kunststoffgehäuses lässt das Beat DJ keine Zweifel bei seiner Zielgruppe aufkommen: Ich bin ein Trendsetter! Die Rückseite wird hingegen von einem recht billig anmutenden und ziemlich großen Akkudeckel in Beschlag genommen. So wiegt das M7600 recht wenig in der Hand und auch der Blick auf die Briefwaage bringt nur knapp 100 g zu Tage. Ecken und Kanten sucht man beim Beat DJ vergebens. Das komplette Gehäuse wurde Disc-ähnlich gestaltet und zwar nicht nur äußerlich, sondern auch in der Bedienoberfläche. Die von Samsung gelieferte Optik wird allerdings kaum gegen Kratzer geschützt. Auf dem chromfarbenen Ring prangt der Slogan "Audio by Bang & Olufsen" und soll so wohl direkt für Ehrfurcht sorgen, schließlich ist die sehr bekannte dänische Audioschmiede für ihre hervorragenden Klangkunstwerke berühmt. Beim Beat DJ haben sie - wieder einmal - ganze Arbeit geleistet, der Sound der beiden kleinen Bang & Olufsen ICEpower® Lautsprecher ist gigantisch. Auch der Touchscreen kann überzeugen und reagiert sehr zügig auf Eingaben. Er macht auf mich schon fast den Eindruck, als wenn eine kapazitive Technologie - ähnlich wie beim Apple iPhone - zum Einsatz kommt. Man kann das Beat DJ nahezu problemlos mit den Fingern bedienen. Multitouch ist dem Beat DJ allerdings fremd. Wie bei Samsung üblich, werden Eingaben mit einer leichten Vibration und einem abschaltbaren Ton bestätigt. SMS und E-Mails lassen sich über die virtuelle QWERTZ-Tastatur leider nicht im Querformat verfassen.

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So schnell wie eine echte Tastatur kann der Screen die Eingaben nicht umsetzen, zudem fehlt den kleinen virtuellen Pendants die nötige haptische Rückkoppelung. Zur Eingabe von Texten und Ziffern erscheint ein virtuelle Ziffernblock. Alle Eingaben vervollständigt das Beat DJ auf Wunsch aber zumindest mittels der Eingabehilfe T9. Die Verarbeitung des Handys ist hervorragend. Kein Klappern, kein Quietschen sind dem Gehäuse zu entlocken. Alle Ausgänge, wie z. B. der MicroSD-Einschub sowie die 3,5 Millimeter Klinkenbuchse und der USB-Port sind durch Schutzkappen geschützt.

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Die restlichen Bedienelemente haben die Designer auf die beiden Außenseiten des Beat DJ verteilt. Rechtsseitig kann man das Beat DJ dank eines - mit einer Abdeckung geschützten - Einschubs mit microSD-Speicherkarten erweitern. Bis zu 16 GB sind kein Problem. Direkt darunter befindet sich der Kameraauslöser. Auf der linken Seite findet man die beiden Lautstärkeregler, einen Schieber zur Displaysperre sowie den micro-USB-Anschluss.

Technik

Technisch brilliert das Beat DJ mit seinem 2,8-Zoll-Touchscreen in AMOLED-Ausführung mit einer Auflösung von 240 x 400 Pixel. Diese Technologie ist nicht nur stromsparend sondern ermöglicht auch einen hohen Kontrast sowie leuchtende Farben. Die 3,2-Megapixel-Kamera mit Autofokus und Digitalzoom, ein Einschub für microSD(HC) Speicherkarten und der Musicplayer sowie das FM-Radio (inkl. RDS) vervollständigen den guten Ausstattungsumfang. Das Beat DJ ist zudem in der Lage DivX/XVid-Videos abzuspielen. Für diejenigen, die das M7600 auch zum Telefonieren nutzen wollen: als Quad-Band-Gerät bietet es zudem UMTS samt Unterstützung für den schnellen Datendienst HSDPA. So ist es fast überall auf der Welt einsetzbar. Kontakt mit der Außenwelt nimmt es über Bluetooth 2.1 samt AVRC und A2DP und USB (2.0) auf. Fotos und Videos können auf dem Display sowohl im Hoch- als auch im Querformat betrachtet werden. Hierzu verfügt das M7600 über einen entsprechenden Lagesensor.

Lieferumfang

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Zum Lieferumfang des knapp 425 € (UVP) teuren Schmuckstücks gehören ein USB-Kabel, das Reise-Ladegerät und ein recht überzeugendes, kabelgebundenes Stereo-Heaset (inkl. 3,5mm Klinkenbuchse). Sogar an microSD-Speicherkarte mit 2GB und Kartenadapter wurde gedacht. Auf der CD ist die Samsung PC Software. Die Bedienungsanleitung und einigen Produktinformationen vervollständigen den Lieferumfang.

Display

Das sehr helle Display gibt Texte, Grafiken und Videos mit einer Auflösung von 240 x 400 Pixel bei 16 Millionen möglichen Farbkombinationen wieder. Es ist berührungsempfindlich und das ist auch gut so, denn das Beat DJ wird nahezu vollständig über den 2,8-Zoll-Touchscreen gesteuert. Die bunten und nahezu selbsterklärenden Menüicons sind ausreichend groß gestaltet um das Beat DJ bequem mit den Fingern bedienen zu können.

Menü/Funktionen

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Samsung setzt beim Beat DJ eine ähnliche Oberfläche wie z. B. beim F480 ein. Auf dem Startscreen kann man unterschiedliche Funktionen, sogenannte Widgets, ablegen und wieder in den Hintergrund verschwinden lassen. Hervorzaubern lassen sich unter anderen zwei Uhren (Digital/Analog), eine Foto-Slideshow sowie der Musicplayer und das UKW Radio. Für diejenigen unter Ihnen, die das Wetter nicht selbst testen wollne, gibt es zwei passende Anwendungen für die Wettervorhersage. So kann man mit Hilfe der Widgets die wichtigsten Funktionen und Informationen direkt über das Menü aufrufen. Einfach das Icon mit der gewünschten Anwendung per drag & drop auf den Bildschirm ziehen, berühren und schwups geht es los. Dabei kann man fast beliebig viele Icons auf das Display ziehen und an jeder Stelle ablegen. So kann seine Bildschirm aber schnell hoffnungslos überfrachteten. Ergo sollte man nur etwa drei Widgets gleichzeitig auf den Bildschirm ziehen. Mehrere Bildschirme nebeneinander, wie beim Apple iPhone - kann das M7600 nicht anzeigen.

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Das "normale" Handymenü kommt erst dann zum Vorschein, wenn man das mit "Menü" beschriftete Icon mit den vier weißen Punkten an der unteren rechten Ecke drückt. Dann erscheint ein Menü mit zwölf Icons in einer 4x3 Matrix. Auf Eingaben reagiert das Samsung sehr schnell. So erhält man leicht Zugriff auf Funktionen, wie Anruferverwaltung, Telefonbuch, Musicplayer, Kamera, UKW Radio, Mediengalerie und so manches mehr.

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Ein Taschenrechner hilft beim Einkauf, ein Konverter rechnet diverse Maße, Größen und Gewichte in die entsprechenden Pendants um. Sogar an eine Stoppuhr, einen Timer und eine Weltuhr wurde gedacht. Über die marktüblichen Funktionen, wie Aufgabenverwaltung, Notizen, Kalender, SMS, E-Mail, Nachrichten und Co verfügt auch das stylische Samsung.

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Es gibt veränderbare Telefonprofile. Auch eigene sind möglich. Das Beat DJ signalisiert Anrufe dabei sowohl nur durch Vibration, als auch durch gleichzeitiges Klingeln und Vibrieren oder aber nur durch Klingeln. Jede denkbare Kombination ist möglich. Die Systemsounds (Benachrichtigungstöne, Wecker und Co.) sind änderbar. Die Profile lassen sich allerdings nicht zeitlich eingrenzen. Ein spezieller Etikette-Modus sorgt durch umdrehen des Beat DJ auf das Display für sofortige Ruhe bei Anrufen.

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Die Kontaktdatenbank kann maximal 2000 Einträge aufnehmen. Neben den üblichen Informationen, wie Name und Vornahme, können auch Notizen zu einem Kontakt hinterlegt werden. Auf Wunsch wird auch ein Bild des Kontaktes abgespeichert und bei einem Anruf als Vollbild angezeigt.

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Die vorhandenen Kontakte können dann in Gruppen eingeteilt werden. Leider zeigt das Beat Dj immer nur vier Kontakte gleichzeitig an. Bei den Kontaktfeldern sind zahlreiche zusätzliche Informationsdetails möglich (Festnetz und Mobilnummer, E-Mail, Anruferbild, Rufton, Internet-, Firmen- und Privatadresse und Firmenname, etc.). Immerhin bietet die Kontaktdatenbank Platz für 29 verschiedene Details pro Kontakt.

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Der Kalender bietet neben der Tages- auch noch eine Wochen- und Monatsansicht und informiert auf den ersten Blick über anstehende Termine. Selbst eine Terminübersicht wird angeboten. Wiederkehrende Termine sind genauso möglich. Die Tatsache, dass Terminüberschneidungen bei der Eingabe sofort angemahnt werden, finde ich überraschend, weil eher selten vertreten.

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In der Wochenübersicht werden Termine durch einen Balken gekennzeichnet, in der Monatsübersicht durch eine kleine Ecke. Über eine Sprachwahl oder gar Sprachsteuerung verfügt das Beat DJ nicht. Mit dem M7600 kann man natürlich auch Aufgaben verwalten. Im Gegensatz zu den Terminen werden diese aber nicht im Kalender angezeigt. Der Kalender bietet damit zwar grundlegende Funktionalitäten, mehr aber auch nicht.

Music/Unterhaltung

Der MP3-Player wirkt optisch beeindruckend. Insgesamt folgt er dem Erscheinungsbild des Beat DJ und sieht aus, wie eine CD. Je nach Ausrichtung wird das Coverart an einer anderen Position dargestellt, darunter befinden sich Buttons für die Player-Steuerung sowie Repeat- und Shufflefunktion.

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Um die maximale Soundqualität des Beat DJ testen zu können, habe ich neben meinem Referenzkopfhörer, dem iGrado von Grado, auch noch den weit verbreiteten und überaus günstigen Koss Porta Pro, einen Sennheiser CX300 sowie den EP 630 von Creative Labs eingesetzt. Die von Samsung entwickelten In-Ear-Kopfhörer sehen trendy aus, sind gut für Gespräche geeignet können die maximal mögliche Klangqualität aber noch nicht wieder geben.

CX300 CX300 CX300 CX300

iGrado von Grado
(C) Grado

Koss Porta Pro
(C) Koss
Sennheiser CX300
(C) Sennheiser
Creative Labs EP630
(C) Creative Labs

Der iGrado fordert bekanntlich ein sehr hohes Eingangssignal um in Wallung zum kommen. Die maximale Lautstärke des Samsung Beat DJ reicht aus, um auch die großen Wandler des iGrado in Schwingungen zu versetzen. So könnte man den Sound also auch sehr gut über den recht klobigen iGrado genießen. Der kleine Koss Porta Pro spielt mit dem Beat DJ auch sehr gut zusammen und bringt den Klang recht sauber rüber, betont dabei naturgemäß aber den Bassbereich. Der Sennheiser CX300 ist für einen In-Ear eine gute Alternative, genauso wie der Creative Labs EP 630. Für einen Kopfhörer, der bei Amazon knapp 18 € kostet, bietet der Creative Labs EP 630 ein unglaubliches Preis- Leistungsverhältnis und stellt damit in meinen Ohren die optimale Alternative zum mitgelieferten Stereo-Headset dar. Grundsätzlich kann man auf dem Beat DJ den Sound auch über Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie zum Beispiel dem Motorola S9, ausgeben. Aufgrund der deutlich schlechteren Soundqualität würde ich aber davon abraten.

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Der Equalizer bietet eine nahezu unüberschaubare Anzahl an Presets an. Neben diesen Klangpresets bietet er die Möglichkeit, acht Frequenzbereiche von 125 Hertz bis 12 Kilohertz zu verändern. Da ist wirklich für jeden Geschmack etwas mit dabei. So klingt das Beat DJ wirklich absolut überzeugend und in meinen Ohren sogar besser, als das Nokia 5800 XM oder das Apple iPhone. Der Player klingt in Verbindung mit dem mitgelieferten Stereo-Headset schon recht überzeugend. Über den 3.5 mm Klinkenbuchse kann man gleichzeitig telefonieren und Musik hören. Wer das sehr ausgewogene Headset nicht mag (so wie ich), der kann auch höherwertige Pendants anschließen. Die Soundausgabe über die beiden Stereo-Lautsprecher erfolgt den völlig verzehrungsfrei und in bisher unerreichter Qualität!

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Mit der Musikerkennung kann man Informationen zu den Songs aus dem Internet beziehen. Folgende Alben aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop wurden - neben vielen anderen - zum Test genutzt. Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Ebenso wie der Song "Damn Those Eyes" von Kane, der einen sehr gute Dynamik aufweist. Sämtliche MP3 wurden über iTunes beschafft bzw. eigenhändig mit mindestens 256 kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" kodiert.

Sarah Brightman
(Symphony)
Assemblage23
(Storm)
The Corrs
(Talk on Corners)
OST Elizabethtown
iGrado
iGrado
iGrado
iGrado

Einen großen Funktionsumfang kann der Musikplayer im Beat DJ nicht vorweisen. Immerhin kann man seine Songs nach verschiedenen Kriterien, wie z. B. Interpreten, Alben, Titel sortieren.

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Wer es abwechslungsreicher mag, kann seine Songs in zufälliger Reihenfolge abspielen oder aber eben in einer Schleife vor sich hindudeln lassen. Über Wiedergabelisten verwandelt man das Beat DJ zu einer recht passablen Musikbox. Dann sollte man aber den Touchscreen sperren. Durch die Multitaskingunterstützung kann man seine Songs auch im Hintergrund weiter laufen lassen und nebenher noch andere Aufgaben erledigen.

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Das integrierte Radio wartet mit einem virtuellen Tuningrad auf und speichert 20 Radiosender. Wer mag, kann es im Hintergrund weiter dudeln lassen. Der Klang geht jedenfalls voll in Ordnung, auch die maximale Lautstärke gibt keinen Anlass zur Klage. Durch die RDS-Unterstützung kann man Senderinformationen, wie Interpret und Songtitel abrufen. Das Kopfhörerkabel dient dabei immer als Antenne, ohne Kabel kein Radio.

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Den Media Player würde ich "guten" Standard bezeichnen. Dabei werden die abgespeicherten Videos auch im Vollbildmodus dargestellt, auf Wunsch sogar im Querformat. Das macht auf dem 2,8-Zoll-Display zwar schon Spaß, dauerhaft möchte ich damit aber keine Videos konsumieren. Das Beat DJ kann Videos auch in höheren Auflösungen abspielen. Selbst wenn sie im DivX oder XVid-Format vorliegen.

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Im Galeriemodus werden die Bilder im Querformat dargestellt. Wie der Name "Beat DJ" andeutet, kann man mit dem Samsung auch selber Musik mixen. Die "BeatDJ" genannte Software startet automatisch im Querformat und ähnelt optisch einer DJ-Umgebung.

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Die Flächen neben dem Display sind ebenfalls berührungsempfindlich so wählt man einen Song, indem man den rechten Turntable mit dem Finger dreht. Nutzt man den Scratch-Button unten links auf dem Display, wechselt die Anzeige in eine CD. Diese kann man - wie damals eine Vinyl-Platte - mit dem Finger vorwärts und rückwärts drehen. Die dabei entstehenden Geräusche sollen das "Scratchen" auf eben diesen Vinyl-Platten simulieren. Über zehn vorgegebene Filter, wie Flanger, Hall und Low-pass kann man sogar Tempi-Wechsel ohne Pitch, also ohne dabei die Tonlage zu verändern, umsetzen. So kann man zwei Effekte gleichzeitig anwenden. Seine Kreation kann man natürlich auch aufzeichnen und so seinen staunenden Freunden präsentieren. Wer mag kann seine Meisterleistung mit Soundeffekte verzieren.

Klang/Gesprächsqualität/Empfangsleistung

Da das Beat DJ über zwei Lautsprecher verfügt, ist die maximale Lautstärke des MP3-Player mehr als ausreichend, um am Arbeitsplatz (sofern dieser nicht gerade auf einer Baustelle liegt) als MP3-Player-Ersatz herzuhalten. Auch die sehr gute Klangqualität spricht dafür. So hat mit dem Beat DJ auch ohne externe Lautsprecher ein kleine Musik- und Videostation mit Radio in den Händen. Gespräche über die eingebaute Freisprecheinrichtung sind akustisch ebenfalls kein Problem. Die Verständigung zwischen den Gesprächspartner wird als nahezu "glasklar" empfunden, deutlich besser als beim Nokia 5800 XM. Sie reicht schon fast an die Qualität der Modelle von Motorola heran. Die zahlreichen Klingel- und Signaltöne sind Geschmackssache. Insgesamt bewerte ich den Gesprächsklang des Gerätes mit "gut".

Connectivity

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Das Beat DJ verfügt zwar über einen vollwertigen Webbrowser und theoretisch kann man dank UMTS mit HSDPA auch in angenehmer Geschwindigkeit (7.2 mbit/s) surfen. Leider werden Webseiten aber deutlich langsamer aufgebaut als beim Klassenprimus iPhone 3GS. Immerhin gibt der Access Netfront-Browser des Beat DJ die Webseite auch wie auf dem PC gewohnt wieder. Einen Textlink zu treffen, ist aufgrund der zu kleinen Gesamtansicht aber eher Glückssache. Ein Assistent hilft einem bei der Einrichtung der E-Mail-Postfächern. Die Eingabe der Informationen gestaltet sich auf der kleinen virtuellen Tastatur nicht sher einfach. Gleichzeitig werden nur bis zu vier E-Mails mit Header angezeigt. Leider dauert die Übertragung der E-Mails sehr lange. Mehr als ein paar Hundert E-Mails überfordern wohl den eingebauten Prozessor. In dieser Zeit reagiert das Beat DJ jedenfalls nicht mehr auf Eingaben.

Kamera/Video

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Bei einem Musikhandy verzichten die Hersteller oft auf eine gute Kamera. Auch beim Beat DJ sorgt nur ein kleines 3,2-Megapixel-Modul für die Bilder. Das macht aber nichts. Die hohen Erwartungen, die man an die Qualität der Bilder von vermeintlichen Markenobjektiven knüpf, können meist nicht erfüllt werden. Bedenkt man die Tatsache, dass die Linsen der Mobiles oft nur ein paar Millimeter groß sind, ist dies allerdings auch kein Wunder. Das Samsung Beat DJ ist aber durchaus in der Lage einer Mittelklasse-Digicam die Butter vom Brot zu nehmen. Die Kamera bietet eine Auflösung von 3,2-Megapixel. Doch die Anzahl der Megapixel ist bei diesen Kameras ja nicht ausschlaggebend.

Softwareseitig hat Samsung zwar nicht das volle Programm aufgefahren, an eine Gesichtserkennung samt Smile-Detection wurde aber dennoch gedacht. Leider reagiert die Kamerasoftware recht träge, so dauert der Speichervorgang über den Autofokus fast 3 Sekunden. Das Beat DJ nutzt das gesamte Display als Sucher.

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Die Kameraoptionen bietet keine Motivprogramme, die Bildauflösung kann zwischen 2048 x 1536 Pixel (3 MP), 1600x 1200 Pixel (2 MP), 1280 x 960 Pixel (1 MP), 640 x 480 Pixel, 400 x 240 Pixel variiert werden.

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Die Qualität der Bilder lässt sich hingegen zwischen Sparsam, Normal, Fein und Superfein wählen. Trotzdem wirken die Aufnahmen öfter unscharf. Bei leichtem Druck des Auslösers stellt der Autofokus das Motiv scharf und bei stärkerem Druck löst er die Aufnahme dann aus. In Sachen Helligkeit sorgen unterschiedliche Einstellungsmöglichkeiten, wie z. B. Tageslicht, Glühlampenlicht, Leuchtstofflicht und Bewölkt dafür, den Weißabgleich so gut wie möglich umzusetzen. Bei Aufnahmen bis etwa 2 Meter Entfernung reicht diese Beleuchtung aus, um auch dunkle Gegenstände noch ausreichend ins rechte Licht rücken zu können. Danach verschwindet das Motiv im Dunkeln. Um die Auswahl zu vereinfachen, sind alle Menüs transparent gestaltet. Der Digitalzoom (in meinen Augen eine nutzlose Sache) kann in zahlreichen Schritten erhöht werden. Der Kameraton ist nicht abschaltbar, dafür stehen mehrere Variationen zur Auswahl. Insgesamt kann die Qualität der Bilder für ein Modell mit nur 3,2-Megapixel doch überzeugen. Videos nimmt das Beat DJ nur mit 640 x 480 Pixel auf.

Akkulaufzeit

Der mitgelieferte Akku ist mit 960 mAh nicht wirklich stark. Dank des sparsamen AMOLED-Display und diverser Stromsparfunktionen hält er bei normaler Nutzung (10 Minuten telefonieren, ein paar E-Mails, 60 Minuten MP3 am Tag, ein paar Fotos mit Blitz und 30 Minuten Videos) immerhin gut zwei Tage durch. Intensivnuter mit Telefonitis werden ihn aber trotzdem täglich an das Stromnetz anschliessen müssen. Im GSM-Betrieb verspricht Samsung 7 Stunden Gesprächs- und 400 Stunden Standby-Zeit. Ein eher unrealistischer Wert. Im UMTS-Netz soll das Beat DJ immerhin noch 4,5 Stunden zum Quatschen einladen und 300 Stunden im Standby werkeln.

Videotestbericht

Fazit

Autor

Das formschöne Design in Verbindung mit der kräftigen Farbe und dem günstigen Strassenpreis von knapp 200 Euro machen aus dem Beat DJ eine echte Alternative zum Nokia 5800 XM. Wer ein Handy mit exzellentem Musik-Player und spaßigem, aber nicht wirklich nützlichen DJ-Funktionen sucht, hat im M7600 genau das richtige Handy gefunden. Das brillante AMOLED-Display macht viel Spaß, nicht zuletzt, weil das Beat DJ problemlos mit DivX und XVid Videos klar kommt. Der lahme Prozessor geht bei der neuen Touchwiz-Oberfläche aber leider zu oft in die Knie und sorgt mitunter für nervige Verzögerungen. Wem das nichts ausmacht und wer viel Wert auf guten Klang - sowohl im Gespräch als auch bei der Musikwiedergabe - legt, der kann bedenkenlos zum Samsung M7600 Beat DJ greifen.

Renoir

 



  

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