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Motorola Rokr E8

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 08.01.2009, 12:01
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Hits: 6048
Sprache: german


Testbericht Motorola ROKR E8 von mobile-reviews.de

Hersteller:

Motorola

Modell:

Rokr E8

Bezugsmöglichkeit:

ROKR E8


Bilder:

Bildergalerie
Kamerabilder

Links:

Update
Handbuch

Revision 1.0 08.01.2009

"Rock me Amadeus". Motorola bringt ein weiteres, speziell für den Musikgenuss konzipiertes Mobiltelefon aus der Rokr Serie auf den Markt. "Rocken" kann Motorola aber schon seit einigen Monden kaum mehr, seiht man sich die sinken Absatzzahlen an. Das Motorola ROKR E8 wurde auf der Cebit 2008 als Musikspezialist beworben. Auf den ersten Blick macht es zwar einen schlanken Eindruck, verwirrt aber zunächst mit der Tatsache, dass das E8 im ausgeschaltetem Zustand über keinerlei Tastenbeschriftungen mehr verfügt. Diese werden erst nach dem Einschalten sichtbar. Können dann aber ihre volle Leistungsfähigkeit ausspielen, denn sie wechseln mit dem Einsatzgebiet. Wie das geht? Nun, Motorola kombiniert einfach eine Art von Touchscreen mit echten Tasten. Das E8 unterstützt leider kein UMTS, erlaubt dank EDGE aber einen halbwegs zügigen Streifzug durch das Internet. Zumindest erfreut die Quadband-Unterstützung die Weltenbummler unter uns. Die musikalischen Qualitäten stehen beim E8 klar im Vordergrund, technik-affine Mobiltelefonierer werden mit dem E8 und der mehr als übersichtlichen Featureliste, wie 2-Megapixel-Kamera ohne optischen Zoom oder Blitz eher weniger Freude haben. Wie sich das E8 in meinem musikalischen Alltag bewährt hat, soll Ihnen mein kleiner Testbericht zeigen.

Design

Testbericht Motorola E8
Testbericht Motorola E8
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Testbericht Motorola E8
Testbericht Motorola E8
Testbericht Motorola E8

(Mehr Bilder)

Das Design ist insgesamt sehr schlicht, wirkt aber dank der elektronischen Tastatur sehr modern. Mit seinen Abmessungen von 115 x 53 x 11 mm und einem Gewicht von nur 106 g liegt es angenehm in der Hand. Die schwarz-glänzende Vorderseite ist nahezu spiegelglatt, wenn da nicht die Plastiknoppen der Tasten wären. Diese heben sich fühlbar hervor. Auf den zweiten Blick springt dann die silberne Umrandung des fast kreisrunden Steuersensors, "FastScroll Navigation" genannt, ins Auge. Diese Navigationsmöglichkeit entspricht in etwa der Lösung bei Apples iPod, ohne dessen Komfort wirklich erreichen zu können.

Aufgrund der glänzenden Vorderseite ist das E8 für Fingerabdrücke sehr empfänglich. Wer also seinen aktuellen PH-Wert feststellen will, braucht sich nur kurz das E8 ans Ohr zu halten bzw. das kontextabhängige Keyboard mit seinen Patschehändchen zu liebkosen. Ein Microfasertuch ist daher bei Nutzung des E8 immer griffbereit zu halten.

Technik

Das E8 bringt das für Motorola typische 2 Zoll große Display (TFT) mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixel bei 262.000 Farben mit. Der Kontrast und die Brillanz können dabei überzeugen. Die Tastatur bietet mit ihren Sensortasten Zugriff auf die wichtigsten (Musik)funktionen. Der Kurzstreckenfunk Bluetooth in der Version 2.0 unterstützt die Protokolle A2DP und AVRCP und ermöglicht kabellosen Stereosound über entsprechende Kopfhörer. Der micro-USB Anschluss erlaubt den problemlosen Anschluss an Computer. Als Globalplayer nutzt das E8 die Quadband-Technologie (850/900/1800/1900) und dank EDGE surft man leidlich schnell. Hobby-Paparazzi werden dem E8 aber wohl keinen zweiten Blick würdigen, hat Motorola doch nur eine 2.0 Megapixel-Kamera ohne Makromodus oder optischen Zoom in das E8 integriert. Nicht einmal ein Fotolicht kann das E8 vorweisen. Knapp 2 GB Hauptspeicher und eine Speichererweiterung mit microSD-Karten bieten Platz mehr als genug für Musikdateien. Firmwareseitig unterstützt das E8 auch SDHC Speicherkarten.

Lieferumfang

Testbericht Motorola E8 Testbericht Motorola E8

Der stylische Karton öffnet sich, sobald beide Hälften auseinander gezogen werden. Hält man den Karton allerdings verkehrt herum, erhält das E8 gleich unliebsamen Kontakt mit dem Boden. Neben einem LiIon-Akku BK60 mit 970 mA, USB-Verbindungskabel, einem zwar recht bassstarken, aber billig wirkenden Stereo-Headset und dem Netzladeteil, hat Motorola dem Gerät nur noch ausführliche Bedienungsanleitung samt Quickstart-Guide und eine Daten-CD mit den Motorola Phone Tools 5.0 sowie Treibern beigefügt. Wer die mitgeliefrten Kopfhörer - aus gutem Grund - nicht mag, sollte das knapp 90 € teuere Stereo-Bluetooth-Headset S9 ins Auge fassen. Einen Testbericht finden Sie hier.

Verarbeitung/Haptik

Die Verarbeitung des Gerätes kann ich ohne Probleme mit "gut" bezeichnen. Die flache Tastatur, die im ausgeschalteten Zustand ohne jegliche Beschriftung auskommen muss, ist im Betrieb ein echter Hingucker und einwandfrei verarbeitet. Links außen am E8 befindet sich eine Auswahltaste, die sich mit unterschiedlichen Funktionen belegen lässt, so z. B. zur Aktivierung der Sprachbefehl-Funktion. Eine Wippe dient der Lautstärkeregelung. Die Buchse für ein Headset mit handelsüblichem 3.5 mm Klinkenstecker findet man auf der Oberseite, sie ist mit einem kleinen Plastikdeckel geschützt. Rechtsseitig haben die Designer den Anschluss für das Daten-/Ladekabel sowie einen Schieberegler zum Ein-/Ausschalten und Sperren der Tastatur angebracht.

Testbericht Motorola E8 Testbericht Motorola E8 Testbericht Motorola E8

Will man die SIM- oder die microSD-Karte wechseln, so muss man den Akku ausbauen. Hierzu einfach den dünnen, metallenen Deckel nach vorne schieben. Eine grüne Leuchtdiode zeigt dabei an, ob das E8 gerade geladen wird.

Testbericht Motorola E8

Wie bereits erwähnt, ist die glatte Fläche unter dem Display komplett berührungsempfindlich. Typischerweise verfügt das E8 nur noch über zwei Softkeys, diese lassen sich individuell mit Funktionen belegen. Links neben dem "FastScroll Navigation"-Sensor befindet sich die Musikmenütaste. Rechts neben dem Navigationsrad eine Lösch- bzw. Rückschritttaste. Ein Druck und die letzte Eingabe wird gelöscht. Aus Untermenüs reicht ebenfalls ein Druck aus, um in den Standby-Screen zurück zu kehren. Die grüne Hörertaste zur Gesprächsannahme sowie die rote Hörertaste zum Beenden eines Gespräches befinden sich jeweils darunter.

Unterhalb dieses "Navigationsblocks" beginnt die üblichen Zahlen-/Buchstaben Klaviatur, die virtuose SMS Künstler so lieben. Beim Tastendruck ersetzt ein kräftiges Vibrationsfeedback samt "Ton" den Tastenhub. Dieser "Ton" klingt allerdings stark nach quietschender Tür und stört auf die Dauer. Abschalten lässt er sich nicht. Leider reagieren die Sensortasten streckenweise sehr träge. Wer nichts kräftig genug drückt, wird mit Ignoranz bestraft. Die Tastatur selber ist dabei ausreichend groß, ja man kann sie sogar als großzügig dimensioniert bezeichnen. Zügiges SMS'en ist dennoch nicht möglich. Die iTAP getaufte Texthilfe ergänzt unbekannte Worte zwar durch entsprechende Vorschläge, leider gibt es aber nicht mehr die listenartige Form von Wortvorschlägen, wie sie noch das V3 lieferte. Motorola täte gut daran, sich am bestehenden Standard "T9" zu orientieren. Erfahrungsgemäß brauchen ungeübte Motorola-Jünger für das Verfassen einer SMS oder E-Mail deutlich länger als z. B. Nutzer von Nokia und Co. An die weiblichen Leser: Es besteht keine Gefahr sich die Fingernägel zu brechen.

Nicht wirklich überzeugend ist das sogenannte „Fast Scroll" Navigationsrad. Der berührungsempfindliche Ring dient neben der üblichen 5-Wege-Navigation auch zum scrollen durch Menüs. In der Listenansicht oder dem gleitet man mit dem Finger - wie bei einem iPOD über den Ring. Allerdings ist für die einwandfreie Bedienung ein gerüttelt Maß an Fingerspitzengefühl gefragt.

Display

Testbericht Motorola E8

Die Helligkeit des Displays ist in mehreren Stufen einstellbar und bietet eine Auflösung von 240 x 320 Pixel. Es ist gut ausgeleuchtet, stellt die 262.000 Farben brillant dar und kann auch bei Sonneneinstrahlung noch überzeugen. Leider ist es nicht entspiegelt. So stören Reflexionen. Einen eingehenden Anruf quittiert das Display mit einem kleinen Anruferbild (sofern eingestellt). Durch einen wählbaren Energiesparmodus schaltet sich das Display auf Wunsch auch komplett ab. Diese Option erhöht die Akkuleistung beträchtlich. Über entgangene Nachrichten bzw. Anrufe informiert das E8 seinen Nutzer/in dann durch ein akustisches Signal, ähnlich dem "Ping" eines U-Bootes.

Menü/Funktionen

Mit der Menügestaltung beim E8 läutet Motorola eine gänzlich neue Ära ein. Zum Einsatz kommt ein Linux-Java Betriebsystem. Im Vergleich zu älteren Modellen ist das E8 ein ganzes Stück intuitiver und optisch ansprechender.

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Alle handytypischen Funktionen, wie Kalender, Rechner, Wecker, Internet sind vorhanden. Das E8 verfügt über vier teils animierte Themen. Die werksseitigen Icons werden allerdings hierbei nicht verändert. Ähnlich wie bei Nokias S60 lassen sich auch auf dem Motorola sämtliche Ordner und Funktionen beliebig verschieben oder die Reihenfolge in der Listenansicht ändern. Als Bildschirmschoner kommen dabei Fotos und Grafiken zu Einsatz. Das Navirad ist mit unterschiedlichen Funktionen vorbelegt. Diese Shortcuts können individuell angepasst werden.

Testbericht Motorola E8

Wer das Menü partout nicht mag, hat die Wahl zwischen drei Darstellungsmöglichkeiten "Raster", "Liste" und "Karussell". Ein Flugzeugmodus ist ebenso präsent, damit schaltet sich der komplette GSM-Teil ab. Musicplayer und Co sind dann weiterhin nutzbar. Das E8 hört auf Befehle seines Nutzers - es verfügt nämlich über eine Sprachsteuerung und Sprachwahl, die allerdings nutzerabhängig ist. Wer mag, kann die Firmware direkt über das E8 auf den neusten Stand bringen. Hierbei entstehen allerdings Datenverbindungskosten.

PIM/Office

Im Telefonbuch ist Platz für knapp 1000 Kontakte, die sich problemlos samt Notizen mit Outlook synchronisieren lassen. Die neueren Modelle von Motorola zeigen nicht mehr für jede Nummer einen Kontakt an, sondern sammeln diese nun unter einem Namen. Wer mag kann also Informationen zum Vorname, Nachname, Spitzname, Nummer (Mobil, Privat, Büro, Fax, Pager, Sonstiges) sowie eine Videonummer, E-Mail (Persönlich, Büro, Sonstiges), URL, Adresse (Heim, Büro, Sonstiges), Speicherplatz (SIM oder Telefon), Kurzwahl, Profil (Allgemein, Freunde, Familie, Geschäftlich) hinterlegen. Den Kontakten können persönliche Klingeltöne sowie Anruferbilder (klein) hinzugefügt werden. Die Information zum Geburtstag wird nicht in den Kalender mit übernommen, auch die Notizen sind nur für das Telefonbuch gedacht.

Bei der Suchfunktion innerhalb der Kontakte können nun auch mehrere Buchstaben eingegeben werden, also z. B. "Dir" statt nur "D". Kontakte lassen sich nach Vor- oder Nachnamen sortieren, als Liste oder mit Bild anzeigen. Alle Kontakte lassen sich online synchronisieren und zurück spielen.

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Der Kalender liefert zwar alle notwendigen Funktionen, kann einen Businessuser aber sicher nicht zufrieden stellen. Aber mal ehrlich, ein Businessuser ist auch nicht Zielgruppe der Rokr-Baureihe. Von der Tages- und Wochenansicht bis hin zur Eingabe von einfachen Aufgaben und Terminen (auch wiederkehrende Ereignisse sind möglich) wird alles in rudimentärer Funktionalität angeboten. Termine und Aufgaben werden in der Tages- und Wochenansicht sofort mittels eines Symbols (kleine Ecke) dargestellt. Selbst sich überschneidende Einträge werden korrekt dargestellt. Für ganz misstrauische Zeitgenossen lässt sich der Kalender zudem auf Papier ausdrucken. Natürlich können sie über das Internet Ihre Kontaktliste, Kalendereinträge und E-Mails auf Ihrem Telefon mit einem E-Mail-Konto auf einem Microsoft® Exchange 2003 Server synchronisieren.

Musik

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Als echter "Rokr" hat Motorola seinem E8 natürlich auch einen Musicplayer spendiert. Gestartet wird er über die Noten-Taste neben dem Navigationsrad. Danach blendet das E8 die entsprechenden virtuellen Tasten zur Bedienung des Players (Play/Pause, nächster/vorheriger Track, Wiederholung und Shuffle) ein. Der Funktionsumfang ist ganz ordentlich. Tracks können so z. B. nach Künstlern, Alben Genres oder Songtitel sortiert werden. Selbst ID3-Tags werden erkannt. Neben eigenen Playlisten kann der Musicplayer auch die „kürzlich abgespielten“ Songs wiedergeben. Dabei sorgen eine Zufallswiedergabe und zwei Wiederholungsmodi für Kurzweil. Der Musicplayer kann in den Hintergrund verbannt werden, so dass man problemlos weitere Aufgaben mit seinem E8 erledigen kann, ohne dass der Player stoppt. Als Hörbuchplayer taugt das E8 nur begrenzt, denn abgebrochene Soundausgaben werden nicht wieder an gleicher Stelle fortgesetzt.

Das Klangbild des Musicplayers ist allerdings eher als mau zu bezeichnen. Der Frequenzgang des E8 wird an beiden Enden vorzeitig beschnitten. Das mitgelieferte Stereoheadset macht auf meine Ohren einen durchschnittlichen Eindruck (ich empfinde den Klang eines iPOD allerdings auch wenig überzeugend). Der Bassbereich ist zwar vorhanden, aber eine softwareseitige Manipulation durch den Bass-Verstärker (in sieben Stufen) macht daraus noch kein Bass-Monster. Softwaretechnisch werden nämlich einfach die Höhen gekappt und die tieferen Frequenzen in den Vordergrund gedrängt. Der gesamte Hochtonbereich klingt somit stark komprimiert. Klare und luftige Höhen sind sicher nicht die Stärke des E8. Der eher durchschnittliche Klang wird durch den Einsatz des Equalizer (mehrere unterschiedliche Presets, komplett abschaltbar) eher noch verschlimmbessert. So reicht es nur für die Note „befriedigend“. Da das E8 aber ein Musik-Handy ist, ein eher schlechtes Ergebnis. Für den gelegentlichen Einsatz als Musicplayer (z. B. beim joggen) noch ausreichend, als dauerhafter MP3-Playerersatz taugt das E8 definitiv nicht.

Der Player erlaubt das Abspielen von MIDI, MP3, AAC, AAC+, Enhanced AAC+, AMR, WMA und iMelody Dateien. Tracks lassen sich in zufälliger Reihenfolge oder per Playliste wieder geben. Komplette Ordner spielt das E8 nicht ab. Auf Wunsch kann die Musiksammlung mit dem Windows Media Player 11 synchronisert werden. Geschützte DRM-Dateien, wie z. B. iTunes AAC Dateien spielt das E8 hingegen nicht ab. Um iTunes-AAC-Standarddateien in MP3-Dateien umzuwandeln, die mit dem Media Player 11 kompatibel sind, verwenden Sie einfach die iTunes-Desktopanwendung.

Testbericht Motorola E8

Das eingebaute FM-Radio kann 27 Sender speichern.

Um die Klangqualität testen zu können, kamen folgende Alben aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop wurden - neben vielen anderen - zum Einsatz. Der Song von Mos Def wurde mit starker Bassbetonung abgemischt und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Die MP3 sind mit mindestens 192 kbit/s kodiert.

Sarah Brightman
(Symphony)
Assemblage23
(Storm)

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

The Corrs
(Talk on Corners)
iGrado
iGrado
iGrado
iGrado

Klang

Der Gesprächsklang des Gerätes an sich ist wirklich gut. Der Lautsprecher gibt den Gesprächspartner sehr natürlich und in ausreichender Lautstärke wieder. Dabei ist allerdings ein leichtes Rauschen zu vernehmen. Die "Crystal Clear"-Technologie des Herstellers zur Filterung von Nebengeräuschen wirkt sich aber überwiegend positiv auf die Gesprächsqualität aus.

Connectivity

Das E8 bietet Bluetooth 2.0 sowie die USB to go Funktionalität (bei eingesetzter Speicherkarte wird das E8 als Speichermedium erkannt, allerdings nur von Windows XP bzw. Windows Vista). Das Gerät hat gute Empfangs- und Sendeleistungen im D1/O² Netz. Die Bluetooth-Verbindung ist dabei schnell und einwandfrei. Über das beigelegte USB Kabel und der passenden Einstellung im E8 (Speicherkarte, Media Sync) nimmt das E8 Kontakt mit einem PC auf. Die Verbindung mit der Moto Suite war über Bluetooth oder Datenkabel kein Problem. Das Kopieren von MP3 über das Datenkabel auf das E8 ging zügig. Der Browser kann in größere Seiten problemlos zoomen, auch WAP Seiten stellen kein Problem für den internen Browser dar. Kalendereinträge, Aufgaben, Notizen und Kontakte werden auf Wunsch per SyncML mit einer Datenbank abgeglichen.

Der SAR-Wert ("Spezifische Absorptionsrate") beträgt 0,89 W/kg ist damit im oberen Mittelfeld. Dabei unterschreitet er die von der Europäischen Union festgelegte Grenzwert für Handys von 2 Watt pro Kilogramm (2 W/kg) aber deutlich. Der SAR-Wert gibt dabei an, wie viel Sendeleistung der Körper in Watt pro Kilogramm beim mobilen Telefonieren aufnimmt.

Kamera/Video

Testbericht Motorola E8

Hobby-Paparazzi werden das E8 wohl keines zweiten Blickes würdigen, hat Motorola doch nur eine 2.0 Megapixel-Kamera ohne Makromodus oder optischen Zoom in das E8 integriert. Nicht einmal ein Fotolicht kann das E8 bieten. So lieferte das E8 dann auch eher bescheidene Bilder. Der Fotograf hat die Wahl zwischen den Auflösungen Groß (1200 x 1600 Pixel), Mittel (960 x 1280 Pixel), Klein (480 x 640 Pixel) sowie Thumbnail (240x320 Pixel) und den Qualitätsstufen Gut, Besser, Am besten. Videos nimmt das E8 mit einer maximalen Auflösung von 176 x 144 Pixel (QCIF) in unterschiedlichen Qualitätsstufen auf. Ein paar Einstellungsmöglichkeiten bieten minimalen Einfluss auf die recht bescheide Bildqualität. So kann man über den Style die Farbe verändern, zur Auswahl stehen Schwarzweiß, Antik, Negativ, Rötlich, Grünlich oder Bläulich. Alles in allem liefert die Kamera wenig detailreiche Bilder. In Innenräumen wird die Aufnahme dann sehr schnell pixelig und verrauscht. Da hilft auch keine manuelle Anpassung der Lichtverhältnisse, trotz der Einstellungsmöglichkeiten Sonnig, Bewölkt, Innen (Zuhause) und Innen (Büro). Mangels Autofocus und Makromode sind näherliegende Objekte kaum abbildbar. Die Auslösezeit ist dafür mit knapp 2 Sekunden sehr kurz, für einfache Schnappschüsse reicht es aber noch. Mit den Megapixel-Boliden der Konkurrenz kann sie aber nicht mithalten.

Kamerabilder

 

Touch_HD
Touch_HD

Akkulaufzeit

Die Standby-Zeiten gibt der Hersteller mit 300 Stunden an, die Sprechzeit mit 360 Minuten. Im Test waren diese Zeiten nicht zu erreichen. Mit dem 970 mAh starken Akku lässt sich ein eintätiger Messeeinsatz oder Arbeitstag mit vielen Telefonaten und E-Mails sehr bequem überbrücken. Nutzt man nur den Musicplayer (Display möglichst wenig an), kommt man auf eine respektable Nutzungszeit von etwa 14 Stunden (bei Nutzung von A2DP ist aber schon nach etwa 6 Stunden Feierabend). Bei moderater Nutzung (2 Stunden MP3 am Tag sowie etwa 30 Minuten Telefonate) verschafft man sich knapp 3 Tage Ruhe vor der Steckdose.

Fazit

Autor

Das Design des E8 mit seiner virtuellen Tastatur samt Virbrationsfeedback ist gewöhnungsbedürftig, sorgt aber für frischen Wind. Der quietschige Bestätigungston zehrt dabei allerdings schnell an den Nerven. Das iPOD ähnliche Steuerelement unterhalb des kleinen Displays im 16:9 Format versagt leider völlig. Zu ungenau scrollt der Cursor durchs Menü. Die eingebauten PIM/Officefunktionen sind bei Motorola traditionell eher unterbesetzt. In diesem Fall ist das auch kein Problem, das E8 soll ja ein Musikspezialist sein. Rockt der Musikgenuss mit dem E8 denn wenigstens die Hütte? Nun, ich glaube, dass das E8 auch in dieser Disziplin nicht wirklich überzeugen kann. Mit guten Kopfhörern und dazu zählen die mitgelieferten Exemplare absolut nicht, kann das E8 nur einen halbwegs befriedigenden Sound produzieren. Ich glaube einfach, Motorola hat mit E8 ein Experiment gewagt, welches ich durchaus als gescheitert bezeichnen würde.

E8

Fazit: Als Musicplayer gibt es von mir keine Kaufempfehlung. Wer allerdings knapp 140 € übrig hat und ein Telefon mit guten Spracheigenschaften sucht ...



  

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