"Touch me, touch me. I want to feel your body". Sam Fox sang dieses Lied in den 80igern. Beim Anblick den neues HTC Touch überkam mich ebenfalls das dringenden Bedürfnis, diese schwarze Schönheit zu betouchen. Diesen Drang teile ich mit einigen tausend anderen Windows Mobile basierten PocketPC-Nutzern, denn der Touch reagiert auf Fingerdruck. Die neuen TouchFLO™ genannte Oberfläche ist für die Bedienung mit den Fingern optimiert worden. Man könnte fast meinen, die Entwickler von HTC haben ein kleines bisschen nach dem iPhone geschielt. Den HTC Touch aber als simplen iPhone Klone zu bezeichnen, würde dem kleinen schwarzen nicht gerecht werden. Was er seinem Herrn und Meister zu bieten hat, soll Ihnen mein kleiner Testbericht zeigen.
Design
Ganz in schwarz, schlicht und edel wirkt das Design des Touch. Eben businesslike. In der Masse an PocketPCs fällt der Touch optisch sicher nicht sofort auf. Das ändert sich spätestens, wenn sein Nutzer die TouchFLO™ genannte Methode zur Steuerung des PocketPC einsetzt. Dazu aber später mehr.
Waren vorherige Modelle der Firma HTC noch aus Metall gefertigt, so ist man bei diesem Pocket PC zu schwarzem Kunststoff übergegangen. Die Rückseite ist mit einer rutschfesten Gummierung überzogen. Einzig der Rahmen um den Touch glänzt chromfarben und lockert so den Gesamteindruck etwas auf. Trotz des Kunststoffes erscheint der Touch sehr wertig. Ein knarzen oder quietschen ist ihm nicht entlocken. Das Gerät mit seinen Abmessungen von 100 x 58 x 14 mm bei 112 gr Gewicht liegt optimal in der Hand. Hierzu trägt sicher auch die leichte Eiform mit bei. der Touch ist mit seinen 14 mm Dicke deutlich dünner, als vergleichbare PocketPC. Technik
Technisch bietet der HTC Touch schon eine ganze Menge, wenngleich er von den Ausstattungsmerkmalen her nicht unbedingt auf der Höhe der Zeit ist. Da bietet ein Nokia N95 deutlich mehr. Betrieben wird er mit Microsofts neuem Betriebssystem Windows Mobile® 6 in der Professional Variante. Er verfügt über einen großen 2,8 Zoll umfassenden Touchscreen mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixeln bei 65.536 Farben. Die (mäßige) 2 MP Digitalkamera ohne Fotolicht und Makrofunktion taugt für Schnappschüsse. Mittels des Microsoft Internet Explorer Mobile kann man wie vom PC gewohnt im Internet surfen und durch das vorinstallierte Microsoft Office Mobile auch Office Dateien öffnen und teilweise auch bearbeiten. Hardwareseitig bietet der HTC Touch Bluetooth 2.0 samt A2DP (Stereo Audio über Bluetooth) und Wireless LAN (802.11b/g). Anwenderseitig werden 128 MB ROM und 64 MB RAM angeboten.
Hier die offizielle Übersicht der Features des HTC Touch
Angetrieben wird er durch einen TI OMAP™ 850 mit 201 MHz. Diese CPU stellt das untere Limit für die bekannten Anwendungen (inklusive Skype) dar. Zügig damit arbeiten lässt sich allerdings nicht.
Lieferumfang
Der HTC Touch wird in einem schönen schwarzen Karton ausgeliefert.
HTC Touch
2 x Stylus
Li-Ion Polymer 1150mAh Akku
miniUSB Datenkabel
miniUSB Stereo-Headset
Tragetasche ohne Gürtelclip
Handbuch, Kurzanleitung, Garantiekarte
HTC Touch CD
1 GB micro-SD Speicherkarte
Der Touch unterstützt microSD Speicherkarten, der dafür vorgesehene Slot befindet sich an der rechten Seite und ermöglicht somit den hot-swap, also den Austausch im laufenden Betrieb. In diesem Slot verschwinden auch die SIM-Karten, eine ziemlich fummelige Angelegenheit.
Verarbeitung/Haptik
Die Verarbeitung des Gerätes ist ohne Fehl und Tadel. Da der Touch über keine echte Tastatur verfügt, erfolgt die Bedienung ausschließlich über den mitgelieferten Stylus bzw. mittels Fingereingaben. Die virtuelle Tastatur ist zwar klein, die Tasten lassen sich aber noch relativ gut treffen. Für Kommunikationsfreaks (SMS und E-mail) aber sicher nicht die perfekte Lösung. Insgesamt hat HTC seinem Touch nur 5 Tasten mit auf den Weg gegeben. Auf der linken oberen Seite befindet sich der Lautstärkeregler, auf der linken Vorderseite die grüne Hörertaste zur Gesprächsannahme, rechts daneben dann der 5-Wege Navikey, wie man ihn auch von Nokias aktueller E-Serie her kennt, rechts daneben dann die rote Hörertaste zum beenden eines Gesprächs. Schlussendlich befindet such auf der rechten Gehäuseseite noch die Kamerataste. Mehr braucht es nicht, um mit dem Touch kommunizieren zu können.
Neuartig ist die TouchFLO™ Funktion zur Steuerung bestimmter Funktionen. Mit einem beherzten Strich von unten nach oben über das Display des Touch erscheint ein Menü indem man zu den Multimediafunktionen des Touch verzweigen kann.
Hier lassen sich dann Fotos betrachten, MP3 anhören oder auch Videos ansehen. Ein Druck auf das jeweilige Icons startet dann die Bilder & Video Galerie, den HTC eigenen Audio-Manager oder eben den Windows Media Player 10. Streicht man die dem Finger von links nach rechts dreht sich der Screen wie bei einem Würfel ebenfalls nach links und es erscheint ein weiteres Menü. Hier erhält mann dann einen schnellen Zugang zu E-Mails, SMS, Internet Explorer, Aufgaben, Comm-Manager und dem Kalender. Streicht der Finger weiter nach links öffnet sich der Telefonbildschirm. Per Kurzwahl mit Bildern lassen sich hier direkt Kontakte anrufen. Streicht man von oben nach unten, schließt sich das TouchFlo Menü wieder. Diese intuitive Art der Bedienung lässt sich schwer in Worte fassen, man muss sie gesehen haben. Hierzu habe ich mal ein entsprechendes Video kreiert:
Es sieht einfach umwerfend aus, wenn die Menüs 3D-artig drehen und kippen. Leider lässt sich der Touch so nicht vollständig bedienen. In den jeweiligen Untermenüs (SMS, E-Mail, Programme) kommt die normale Windows Mobile Oberfläche zum Vorschein. Eine in meinen Augen inkonsequente Umsetzung. So wird der Nutzer noch oft zum Stylus greifen müssen, sind die jeweiligen Steuerflächen in den Anwendungen doch recht klein geraten. Die Scroll-Leisten lassen sich kaum sinnvoll mit dem Daumen bedienen. Allerdings ist mit dem Fingernagel eine treffsichere Bedienung möglich. Der Touch braucht einen kräftigeren Druck auf das Display, als herkömmliche PocketPC. Dies liegt wohl an der Biotouch Oberfläche, die halt eher für Fingerbedienung denn für den Stylus konzipiert wurde.
Display
Der TFT Touchscreen mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixeln bei 65.536 Farben ist bei intensiver Sonneneinstrahlung nicht mehr gut ablesbar. Denn leider nutzt der Touch nicht das Umgebungslicht, um sein Display weiter aufzuhellen. Insgesamt bleibt die Brillanz der Farben etwas auf der Strecke. Kein Vergleich zum Display des Nokia N95. Im normalen Büroeinsatz (Schule, Uni, Zug) ist es aber ausreichend gut beleuchtet und ablesbar. Der Touchscreen benötigt eine Kalibrierung (wird beim ersten Start automatisch angeboten bzw. durch Wahl des entsprechenden Menüpunktes), danach funktioniert die Bedienung einwandfrei.
Inbetriebnahme
Nach Einbau des Akku, einlegen der SIM-Karte sowie der mitgelieferten 1 GB micro-SD Speicherkarte und Start mittels des Powerknopfes muss der geneigte Windows Mobile 6 (WM6) User erst einmal eine kleine Zwangspause einlegen. Wie sein großer Bruder Windows XP dauert der Bootvorgang etwas länger. Hier tun sich die neueren Symbian und WM6 Geräte nicht viel. Nach einer kurzen Einführung zun den grundlegenden Funktionen zur Touchscreenbedienung wird man zur Kalibrierung geleitet. Ist diese mittels Klicks auf die entsprechenden Ecken des Bildschirm erledigt, erfolgt die softwareseitige Endinstallation aus dem sog. Extended ROM, einem - im Normalfall - nicht beschreibbaren Teil des Hauptspeichers. Dort sind die providerspezifischen Informationen (MMS Einstellungen, Zusatzprogramme) ggf. aber auch das Branding hinterlegt. Der HTC Touch lädt die jeweiligen Providereinstellungen anhand der eingelegten SIM-Karte direkt passend in sein ROM. Der Touch bietet zwar hot-swap an, da der Vorgang sich aber sehr fummelig gestaltet, kommt dabei kaum Freude auf.
Menü/Funktionen/Themen
Ganz windowslike präsentiert sich der Windows Mobile 6 basierte Touch mit einem Startmenü. Dieses wird "Homescreen" genannt. Hier kann man sich auf einen Blick alle notwendigen Informationen präsentieren lassen. Kalendereinträge, Aufgaben, Nachrichten, Wettervorhersagen alles lässt sich anzeigen.
HTC nutzt ein spezielles Homescreen-Plugin. Dieses Plugin liefert z. B. aktuelle Wetterdaten und ermöglicht dem User, einen Schnellstart bestimmter Anwendungen.
Hierbei dienen kleine Icons als Shortcut zu den jeweiligen Anwendungen. Ein Klick auf Kamera startet also die 2MP Kamera und so weiter. Wer es dann mal ganz trendy möchte, kann den Homescreen sowohl personalisiert, als auch durch entsprechende Programme (z. B. SpB Pocket Plus) erweitern. Hierzu dienen Programme, wie z.B. Wisbar Advance oder Wisbar Advance Desktop. Auf den ersten Blick sieht man dann nicht mehr, dass man nur einen kleinen Pocket PC vor sich hat.
Passende Homescreens findet man z. B. bei mobilejoe bei Juni, JDSkins bei modaco. Um nur einige Stellen zu nennen. Wählen Sie bitte immer QVGA Screens.
Auch die üblichen Verdächtigen wie Wecker, Rechner, Aufgaben und Notizenverwaltung sind beim Touch gleich ab Werk mit dabei. Eine Sprachaufzeichnung mit unbegrenzter Aufnahmedauer ist ebenfalls vorhanden. Wie andere Microsoft basierte Mobiles auch, hat der HTC Touch einen vollwertigen E-Mail Client mit Unterstützung sowohl für POP als auch für IMAP. Senden und Empfangen von E-Mails inklusive Dateianhang ist also kein Problem. E-Mail Push lässt sich mittels eines speziellen Serverdienstes (auf MS Exchange Basis) verwirklichen. Hierzu bieten sowohl Provider, als auch Drittanbieter entsprechende Lösungen an. Auch Blackberry Dienste stehen z. B. mittels der Vodafone Software zur Verfügung.
Unterhaltung/Spiele
Der Bereich Unterhaltung und Spiele ist serienmäßig eher unterbesetzt. Neben Solitaire und einem Bubble Breakergenannten Geschicklichkeitsspiel ist nichts weiter vorinstalliert.
Auf dem freien Markt gibt es allerdings eine irrsinnig große Menge an Spielen und Programmen, sowohl im Free- und Shareware, als auch im Vollpreissektor. Gute Anlaufstellen für derartige Software sind z. B. die Seiten von pocketland.de oder handango.de. MP3 (WMA) und Videos (WMV) werden mittels des Windows Media Player abgespielt. Hierbei unterstützt er eine zufällige Wiedergabe ebenso, wie das Wiederholen von Tracks. Natürlich ist der HTC Touch auch multitaskingfähig, MP3 und andere Funktionen sind daher gleichzeitig möglich.
MP3 spielt der Touch komfortabel mittels des eigenen Audio Managers ab. Hierbei lassen sich die Tracks nach Alben, Musiker, Genre und Co. sortieren. Auch Playlisten werden vom Touch unterstützt. Natürlich kann auch der Windows Media Player 10 genutzt werden. Das Aussehen lässt sich dann sogar nach eigenen Vorstellungen verändern.
Primär spielt der Touch Videos im WMV Format ab, auf Wunsch auch im Vollbildmodus.. Software wie der Coreplayer oder Smartmovie ermöglichen dann auch die Nutzung von AVI Dateien.
Eine bessere Wiedergabemöglichkeit für MP3 bietet z.B. der kostenlose Mortplayer, bzw. die kostenpflichtigen PocketMusic oder der Pocket Player.
In Verbindung mit einem Headset Adapter auf 3.5mm Klinkenstecker besteht klanglich fast kein Unterschied mehr zu einem 08/15 MP3-Player. Schon das mitgelieferte Stereo-Headset kann hier zu überzeugen, liefert aber einen eher bassarmen Klang.
Als Ablenkung vom Ernst des Lebens würde ich folgende kostenpflichtige Spiele empfehlen:
Natürlich wird Windows basiertes Mobile auch mit den passenden Windowsapplikationen aus dem Officebereich (Excel Mobile, Word Mobile, Powerpoint Mobile) ausgestattet.
Excel und Word Dateien können sowohl angezeigt als auch verändert werden. Powerpoint Dateien aufgrund der Komplexität der Windowsanwendung können dagegen nur angezeigt werden. Allzu umfangreiche und aufwändig animierte Präsentationen sollte man allerdings vermeiden. PDF Dateien können mittels des beigefügten Adobe Reader LE lediglich angezeigt werden.
Der HTC Touch ist mit einem vollständigen Terminkalender ausgestattet. Eine akustische Erinnerung für Termine und Aufgaben ist ebenso möglich, wie die Eingabe von wiederkehrenden Terminen. Der Kalender bietet sowohl eine Tages- und Wochenansicht, als auch eine Monats- und Jahresansicht. Termine werden per Balkenansicht mit Beginn und Ende dargestellt.
Auch die Kontaktdatenbank kann umfangreiche Informationen verwalten.
Die Suche nach Rufnummern bzw. Kontakten gestaltet sich windowstypisch sehr einfach. Durch Eingabe einer Ziffer oder eines Buchstaben wird gleich die passende Telefonnummer bzw. Vor- oder Nachname angezeigt. Auch mehrere Buchstaben sind möglich, also z. B. die Suche nach P oder Pe, etc. Individuelle Informationen - wie ein bestimmter Klingelton pro Kontakt - sind ebenfalls problemlos möglich.
Klang
Der Klang des Lautsprechers geht bei normaler Lautstärke voll in Ordnung. Bei hoher Lautstärke übersteuert er aber leicht. Die Gesprächsqualität des Gerätes ist soweit als gut zu bezeichnen, auch in etwas lauteren Umgebungen kann man seinen Gesprächspartner noch gut verstehen. Gespräche werden sauber wieder gegeben und die Gegenseite empfindet dies genauso.
Konnektivität
Da es sich um einen Windows 6 Mobile handelt, klappt der Sync mit Outlook (Telefonbuch, Aufgaben, Kalendereinträge und Notizen) natürlich einwandfrei.
Der Touch unterstützt neben A2DP (Advanced Audio Distribution) und AVRCP (Audio/Video Remote Control Profile) auch noch das Headset Profile, HFP (Hands-Free), GAP (Generic Access), DUN (Dial-Up Networking), SPP (Serial Port), GOEP (Generic Access Exchange), OPP (Object Push) und SAP (SIM Access Profile). Mehr geht nicht. Der Stereoempfang von MP3 sowie die Freisprecheinrichtung im Auto stellen für den Touch also kein Hindernis dar. Die A2DP Verbindungsqualität zu meinem Motorola S9 Stereo Bluetooth Headset wurde allerdings von gelegentlichen Stottern getrübt.
Der GSM Empfang des Triband-Gerätes ist gut bis sehr gut. Ich habe auf unserem Dorf noch fast Vollempfang. Hier zieht der HTC Touch mit dem Nokia 6230/6230i gleich. Stichwort WLAN. Her Touch ist nach meinen bisherigen Erfahrungen einer der ersten HTC, die mit WLAN kaum Probleme haben. Die Empfangsqualität ist selbst in meinem Altbau noch sehr gut. Auf dem Dachboden habe ich noch Empfang, da scheiterte der HTC TyTN noch. Allerdings wird der Touch im WLAN Betrieb sehr warm. Nach etwa 30 -40 Minuten surfen kann es bei zudem zu Verbindungsabbrüchen.
Kamera/Video
Der HTC Touch hat eine 2MP Digitalkamera ohne Fotolicht oder Makrofunktion an Bord. Der komplette Touchscreen dient hierbei dann als Sucher. Das sieht mit 240x320 Pixeln schon sehr eindrucksvoll aus. Allerdings neigt er leicht zum nachziehen. Alle Kamerafunktionen werden hierbei durch recht große Icons auf dem Touchscreen angezeigt und durch Druck ausgelöst..
Die Kamera ermöglicht Bilder in Auflösungen von 2MP (1600 x 1200), 1MP (1280 x 1024), L (640 x 480), M (320 x 240) und S (160 x 120) Pixel. Die Qualität der Bilder reicht allerdings nicht an aktuelle Geräte von Nokia oder Sony Ericsson heran. Die Bilder sind bei Außenaufnahmen mit ausreichend Licht noch ok, nimmt das Licht aber ab, werden sie zunehmend durch Artefakte gestört. Insgesamt sind die Bilder zu scharf.
Videos kann der HTC Touch nur in 176 x 144 und
128 x 96 Pixel aufnehmen. Diese sehen sehr gut aus, neigen aber zu minimaler Artefaktbildung. Dem Hobbypaparazzi ermöglicht der HTC Touch die Wahl des Aufnahmemodus (Foto, Kontaktbild, Bildthema, Panorama, Sport, Mehrfach), die Einstellung der Qualität der Bilder, der Art des Messmodus, die Bildgröße (2MP, 1MP, L, M, S), einen Weißabgleich sowie den Speicherort (im Gerät oder auf der microSD). Mittels des eingebauten LED Licht können Aufnahmen während der Dämmerung leicht aufgehellt werden. Einen echten Blitz ersetzt die LED aber nicht. Ähnliche Einstellungsmöglichkeiten werden auch für die Videoaufnahmen angeboten.
Die Akkulaufzeit ist für so ein Technikwunder mehr als ausreichend. Im Dauereinsatz lässt sich ein Arbeitstag bequem überbrücken. Bei moderater Nutzung (10-15 Minuten telefonieren, 30 Minuten MP3 am Tag) kommt man auf einen Laufzeit von etwa 3 Tagen. Im Standby erreicht der HTC Touch etwa 5 Tage.
Fazit
Der HTC Touch ist eine gute Kombination aus Gewicht, Größe und gebotener Leistung. Gerade die TouchFLO™ Oberfläche ist sehr hilfreich. Sie müsste allerdings deutlich umfangreicher ausfallen. Denn alle Untermenüs sehen noch nach "Windows Mobile Standard" aus. Klanglich kann der Touch überzeugen, seine Multimediafähigkeiten sind ausreichend. Wenngleich die eingebaute Kamera niemanden vom Hocker hauen kann. Die Ausdauer und die Sende- bzw. Empfangsleistungen lassen geben keinen Anlass zu Kritik. Der Preis von etwa 395 € ist - gemessen am Leistungsumfang des Touch - voll in Ordnung. Der Businessuser oder Kommunikationsfreak wird vielleicht eine Tastatur vermissen. Anzumerken sei aber, dass der Touch mit seinen 200 MHz nicht wirklich schnell arbeitet. Ein Nokia N95 ist da deutlich schneller. Gerade wenn man oft Videos im Vollbildmodus betrachtet, merkt man die geringe Rechenleistung. Hier gilt der Grundsatz: je mehr Programme auf sind, desto langsamer wird ein Mobile. Also, immer schön nicht genutzte Programme schliessen. Der Touch verfügt nicht ohne Grund um die Anwendung "X". Er ist mit Sicherheit kein simpler iPhone Klone.