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HTC Touch Diamond 2

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 05.06.2009, 10:06
Punkte: blue.gifblue.gifblue.gifblue.gifbluehalf.gif  (9 von 10)
Hits: 20766
Sprache: german


Testbericht HTC Touch Diamond 2 von mobile-reviews.de
Hersteller:

HTC
Modell:

Diamond 2
Bezugsmöglichkeit:

Diamond 2

Revision: 05.06.2009

Nach nur knapp einem Jahr stellt HTC den Nachfolger des recht erfolgreichen Touch Diamond vor. Die Neuauflage nennt sich einfach Touch Diamond 2 und wurde sowohl optisch, als auch technisch ordentlich aufgepeppt. Das TFT-Display bietet nun eine WVGA-Auflösung (800 x 480 Pixel) bei 65.536 Farben und reagiert resistiv. Die alte 3-Megapixel-Kamera des Vorgängers wurde über Bord geschmissen und gegen ein Exemplar mit 5-Megapixel samt Autofokus ausgetauscht. Funktechnisch ist der Diamond 2 dank GSM-Quadband, EDGE und dem UMTS Datenturbo HSDPA mit einer theoretischen Übertragungsrate von 7,2 Mbit/s fast weltweit einsetzbar. Der integrierte GPS-Empfänger sorgt nicht nur in Großstädten wie New York, Rio oder Tokio sondern auch bei uns in Münster für eine korrekte Orientierung. Wie sich das edle Smartphone im Redaktionstest geschlagen hat, können Sie im Anschluss nachlesen.

Design

Testbericht Diamond2
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Der neue Metallrahmen steht dem Touch Diamond 2 gut. So macht er auf Anhieb einen edlen Eindruck. Seine Abmessungen von 108 x 53 x 14 mm sind die Folgen der besseren technischen Ausstattung. Irgendwo muss der Platz für das 3,2-Zoll-Display ja auch herkommen. Das recht hohe Gewicht von 118 g ist hingegen der Preis den man zahlen muss, wenn man sein Smartphone in edlem Edelstahl einkleidet. So unterscheidet sich der Diamond 2 auf der Vorderseite auf den ersten Blick von seinem Vorgänger. Während das Display von einem Metallrahmen umringt wird, wurde die Rückseite leider mit einem glänzenden Klavierlack gesegnet. Nur die Linse der 5-Megapixel-Kamera wird von gebürstetem Aluminium umringt. Der glänzende Akkudeckel ist leider sehr kratzeranfällig und ruckzuck mit Fingerabdrücken übersäht. Auch das Display will oft gereinigt werden. Ein Putztüchlein sollte man daher gleich mit einpacken.

Über dem Touchscreen befindet sich der Hörer mit integriertem Status LED sowie einem Lichtsensor. So signalisiert der Diamond 2 eingehende E-Mails, SMS und macht auf verpasste Anrufe aufmerksam. Der Lichtsensor regelt auf Wunsch automatisch die Display-Helligkeit. Auf der rechten Seite befindet sich die Kamera für Videoanrufe in VGA-Qualität.

Größenvergleich (Samsung, LG, Nokia N86, N96, Sony Ericsson)

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Technik

Angetrieben wird das Touch Diamond 2 wieder durch Microsofts deutlich in die Jahre gekommenes Windows Mobile® 6.1 Professional. Erfreulicherweise hat sich HTC beim Nachfolger des Diamonds große Mühe gegeben, die altbackene Benutzeroberfläche durch eine Eigenentwicklung zu ersetzen. Neben dem TouchFlo 3D kommt so noch ein eigens entwickeltes Startmenü zu Einsatz. Ergebnis der Bemühungen ist neben einer deutlich attraktiveren Oberfläche auch die Tatsache, dass man Windows Mobile 6.1 nur noch ansatzweise (z. B. in den erweiterten Einstellungen) zu Gesicht bekommt.

Der 3,2-Zoll-Touchscreen des Touch Diamond 2 wirkt auf den ersten Blick deutlich größere als beim Vorgänger. Die WVGA-Auflösung von 480 x 800 Pixel bei 65.536 Farben lässt das Display knackscharf erscheinen. Die Bilddiagonale misst immerhin knapp 83 mm. Die 5-Megapixel-Kamera verfügt zwar über einen Autofokus, ein Fotolicht (LED) sucht man allerdings vergebens. Durch den vorinstallierten Internet Browser (Opera 9.5) surft man wie auf dem PC. Microsofts "Office Mobile" sorgt unterwegs für den Zugriff auf Word, Excel und Powerpoint-Dateien. Kommunikationsseitig bietet das Touch Diamond 2 neben Bluetooth 2.0 samt A2DP (Stereo Audio über Bluetooth) noch USB 2.0 und Wireless LAN (802.11g). Durch seine Quad-Band-Unterstützung ist er nahezu weltweit nutzbar. Dabei wird der Datentransfer durch HSDPA auf maximal 7,2 Mbit/s beschleunigt. Eingaben erledigt man über etwas klein geratene virtuelle Zehner- bzw. QWERTZ-Tastatur. Programme und Daten legt der Diamond 2 im 2888 MB umfassenden RAM bzw. im 512 MB großen ROM ab. Der interne Speicher lässt sich dabei problemlos mit micoSDHC-Speicherkarten erweitern. Für ausreichend Geschwindigkeit sorgt eine CPU mit 528 MHz.

Prozessor Qualcomm® MSM7200A™, 528 MHz
Betriebssystem Windows Mobile® 6.1 Professional
Speicher ROM: 512 MB, RAM: 288 MB
Abmessungen 108 x 53 x 14 mm, 118 g
Display 3,2''-TFT-LCD Touchscreen, 480 x 800 Pixel WVGA-Auflösung
Netz HSDPA/WCDMA und Quad-band GSM/GPRS/EDGE:
Konnektivität GPS, Bluetooth® 2.0 mit EDR und A2DP für kabellose Stereo-Headsets
Wi-Fi®: IEEE 802.11 b/g, HTC ExtUSB™
Multimedia 5.0 Megapixel-Farbkamera mit Autofokus, FM Radio, G-Sensor


Lieferumfang

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In den vielen Tütchen im kleinen schwarzen Karton kommt ein umfangreicher Lieferumfang zum Vorschein. Neben dem Touch Diamond 2 soll ein Akku mit 1100 mAh für genügend Ausdauer sorgen. Zwei Stifte helfen bei der Bedienung des großen Touchscreens. Das mitgelieferte Stereo-Headset dient in erster Linie der Kommunikation und sitznachbarfreundlichen Beschallung. Ein Netzladegerät, ein USB-Datenkabel, mehrere Kurzanleitungen sowie Garantiekarten und CD-ROMs mit Bedienungsanleitung und Zusatzsoftware (z. B. eine Navigationssoftware als Testversion) vervollständigen das Paket. Eine microSD-Speicherkarte gehört beim Touch Diamond 2 allerdings nicht zum Lieferumfang.

Verarbeitung/Haptik

Die Verarbeitung des neuen Diamond 2 ist über jeden Zweifel erhaben. Klappern oder Quietschen gehört erfreulicherweise nicht zu seinem Repertoire - schon aufgrund des verwendeten Metalls nicht. Alle Drücker und Anschlüsse sind perfekt verarbeitet, der USB-Anschluss an der Unterseite ist Staub und Feuchtigkeit allerdings völlig schutzlos ausgeliefert.

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An der linken Außenseite findet man nur den Wippschalter zur Lautstärkeregelung. Der Lautsprecher hat auf der rechten Gehäuseseite Platz gefunden, ebenso wie der Einschub für den Stift, der diesmal allerdings nicht magnetisch ins Gehäuse gezogen wird. Trotzdem hält er bombenfest. An der Unterseite befindet sich der Kombinationsanschluss für das Lade- und Datenkabel und das Headset, in Fachkreisen auch als ext-USB bekannt. Wer gleichzeitig Musikhören und seinen Diamond 2 laden will ist aufgeschmissen. Gleichzeitig ist das nämlich nicht möglich. Eine dauerhafte Berieselung mit Musik ist damit ausgeschlossen und wird vom Akku vordiktiert. Unter dem Display bietet der Diamond 2 doch tatsächlich noch vier echte Tasten. Neben der üblichen Hörertaste zur Gesprächsannahme und zum Beenden eines Gesprächs (beide Tasten sind nicht farblich gekennzeichnet) fehlen auch der obligatorische Homekey (für den Startbildschirm) sowie die mit einem kleinen Pfeil gekennzeichnete "Zurück"-Taste nicht.

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Beim Touch Diamond 2 verzichtet HTC traditionsgemäß auf den 3,5 mm Klinkenanschluss. Abhilfe verspricht da nur ein Adapter aus dem Zubehörmarkt, zum Beispiel der hauseigene HTC YC-A300 Adapter. Will man seine Speicherkarte (micro-SDHC) – so muss man zunächst den Akkudeckel entfernen. Dieser sitzt zwar sehr fest, wird aber durch Kunststoffnasen gehalten. Mit der Zeit dürften diese leicht nachgeben, so dass der Deckel nicht mehr ganz so optimal schließen wird.

Texteingaben erfolgen über die recht kleine virtuelle QWERTZ-Tastatur mit mehreren verschiedenen Aufteilungen. Neben dem üblichen QWERTZ-Design bietet der Diamond 2 auch eine Strichzug- und Buchstabenerkennung sowie einen Transcriber an. Wirklich sinnvoll schreiben kann man mit diesen zusätzlichen Erkennungsmöglichkeiten aber nicht. Bei der normalen QWERTZ-Tastatur sind die Tasten mehrfach belegt. Im Telefonmodus erscheint hingegen die übliche Zehnertastatur.

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Aufgrund des großen Displays kann man mit der virtuellen Tastatur auch im Quermodus arbeiten. Dann trifft man die trotz allem noch recht kleinen virtuellen Tasten etwas besser. Gegen die Lösung auf dem Apple iPhone oder LG Arena kommt der Diamond 2 aber leider nicht an. Auch SMS kann man nur im Quermodus schreiben, sowohl aus der entsprechenden "Messaging"-Anwendung, als auch über die Verknüpfung auf dem TouchFlo 3D.

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Unterhalb des Displays befindet sich eine Zoomleiste. Aufgrund der aktuellen Lizenzsituation zum Thema "Multi-Touch", hat sich HTC für einen berührungsempfindlichen Regler entschieden, der bei Webseiten und Fotos den Zoom übernimmt. Zukünftig können auch Programme von Drittanbietern davon Gebrauch machen.

Display

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Das Display wirkt in geschlossenen Räumen und mittlerem Lichteinfall absolut überzeugend. Grafiken und Texte werden mit einer Auflösung von 800 x 480 Pixel bei 65.536 Farben absolut knackscharf dargestellt. Wie bei fast alle Smartphones Smartphones ist auch das Display des Touch Diamond 2 bei starker Sonneneinstrahlung schlechter ablesbar. Die maximal mögliche Displayhelligkeit muss sich dem wesentlich stärkeren Sonnenlicht geschlagen geben. Im normalen Betrieb reicht sie aber immer aus. Im Energiesparmodus schaltet sich das Display komplett ab, sehr zur Freude des eingebauten Akkus. Dieser kann so nämlich deutlich länger seine Arbeit als Stromquelle verrichten. Insgesamt reagiert das Touchscreen nicht ganz so direkt wie beim Apple iPhone, kann trotz der resistiven Technologie aber voll überzeugen. Alle Eingaben setzt der Diamond 2 direkt und ohne lange Wartezeiten um.

Inbetriebnahme

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Der Einbau des Akkus, der SIM-Karte sowie der microSD-Speicherkarte gestaltet sich ganz einfach. Zum Wechsel der Speicherkarte muss man aber immer erst den Akkudeckel entfernen. das Touch Diamond 2 wird dann durch leichten Druck auf den Ein-/Ausschalters auf der Oberseite gestartet. Nun legt der Windows Mobile 6.1 User erst einmal eine kleine Zwangspause ein. Wie sein großer Bruder Windows XP dauert der Bootvorgang etwas länger. Hier unterscheiden sich Symbian und Windows Mobile betriebene Smartphones aber nicht wirklich voneinander.

Homescreen

Die neue Ausgabe der "TouchFlo 3D" genannten Benutzeroberfläche von HTC präsentiert sich sehr stylisch und mit einem eigenen Startmenü. Leichte Anleihen bei Apple sind unübersehbar.

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Eine echte Neuerung beim TouchFlo 3D sind die kontaktbezogenen Informationen. Damit der User nicht mehr zwischen Messaging und Telefon hin und her wechseln muss, wurde die Kontaktkarte um ein multifunktionales Register erweitert. So kann man direkt aus den Kontakten heraus Nachrichten senden. Andersherum werden empfangene Nachrichten wie in einem Chat dem entsprechenden Kontakt zugeordnet. Ebenfalls neu hinzugekommen ist ein Internet-Push Dienst. So kann man sich eine Liste von bis zu vier Internet-Seiten erstellen, die dann in einem bestimmten Zeitraum via UMTS oder WLAN aktualisiert werden.

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Über das TouchFlo 3D erhält man auf einen Blick alle notwendigen Informationen. Kalendereinträge, Aufgaben und Nachrichten werden sehr übersichtlich präsentiert. Über die verschiedenen Register, die je nach Bedarf auch ausgeblendet werden können, wechselt man durch einfache Finger-Slides zwischen Mail, Musikplayer, Wetter oder Kalendereinträgen. Die bereits vorinstallierten Plug-ins erlauben den Zugriff auf nahezu alle Funktionen des Mobiltelefons. Kleine Icons auf den Reitern symbolisieren dabei die jeweiligen Anwendungsbereiche.  Wer es dann mal individueller mag, kann über den letzten Reiter seinen Homescreen auch ein wenig personalisieren.

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Die Wetterdaten werden optisch eindrucksvoll in Szene gesetzt. So werden sowohl Sonnenschein als auch Regenwolken durch schöne Animationen dargestellt. Die notwendigen Klimadaten erhält das Touch Diamond 2 aus dem Internet. Dank der RAM-Erweiterung auf 288 MB kann man sogar bei einer Vielzahl von geöffneten Applikationen noch unbeschwert durch die Menüs hüpfen und zwar nahezu ohne messbare Verzögerungen.

Menü/Funktionen

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Im Gegensatz zu seinem Vorgänger wurde beim Diamond 2 aber Wert darauf gelegt, dass der Nutzer die Windows Mobile Oberfläche nicht mehr zu Gesicht bekommt. Hierzu hat HTC ein eigenes Startmenü entwickelt, welches bei Druck auf die "Windows-Taste" bzw. durch den Klick auf das Windows-Icon zu Tage kommt.

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HTC hat dort bereits eine Handvoll Programme abgelegt. Durch Druck auf das "+"-Symbol kann man noch weiter hinzufügen. Will man ein Icon löschen, so erscheint ein "x"-Symbol.

PIM/Office

Als waschechter Windows Mobile PDA bietet das Touch Diamond 2 natürlich eine Vielzahl von Anwendungen. Neben normalen Anwendungen, wie Wecker, Rechner und Dateiexplorer gehören auch eine Aufgaben-, Kontakt- und Notizenverwaltung sowie ein Kalender zum Funktionsumfang.

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Das sehr nützliche "OneNoteMobile" ermöglicht Notizen mit Grafiken und Audiokommentaren, so wird aus dem schnöden Einkaufszettel schnell ein multimediales Kunstwerk.

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Natürlich werden Businessgeräte, wie das Touch Diamond 2 auch mit den passenden Office-Anwendungen (Excel Mobile, Word Mobile, Powerpoint Mobile) ausgestattet. Excel- und Word-Dateien können sowohl angezeigt, als auch verändert werden. Powerpoint- sowie PDF-Dateien kann man dagegen nur lesen.

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Allzu umfangreiche und aufwendig animierte Präsentationen sollte man allerdings trotz des recht schnellen Prozessors vermeiden. Die Änderungen in Mobile Word bzw. Excel sind klein aber fein. So beherrschen sie nun auch Hervorhebungen wie beispielsweise Fettschrift oder Kursivschrift. Insgesamt wurden die Funktionen des mobilen Officepaketes in Windows Mobile 6.1 optisch an Vista angelehnt.

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Der Speicher für die Kontaktdatenbank wird dynamisch verwaltet und kann daher eine Vielzahl von Einträgen aufnehmen. Hierbei wird auf Wunsch auch ein Bild des Kontaktes abgespeichert und bei einem Anruf als "Vollbild" angezeigt. Kontakte lassen sich durch Eingabe der entsprechenden Buchstabens suchen und nach einer Vielzahl von Kriterien sortieren und filtern. In den einzelnen Kontakten kann man nahezu alle möglichen Informationsdetails eintragen (z. B. Name, Mobiltelefon, Privatnummer, Büronummer, Fax, E-Mail, Rufton sowie eine persönliche Notiz). Ein Feld für Geburtstage ist zwar vorgesehen, er wird im Kalender aber nicht angezeigt. Im Vergleich zu anderen Windows Mobile Smartphones oder PDAs von HTC wurde auch das Aussehen dieser Kontaktanwendung komplett geändert. Sie sieht so wesentlich übersichtlicher und stylischer aus.

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Der neu gestaltete Kalender stellt Termine übersichtlich in einer Monats- sowie Tagesansicht dar. Auf anstehende Einträge wird aber nur durch ein kleines graues Dreieck hingewiesen. Eine Kurzübersicht in Form eines kleinen Popup gibt es nicht. Das kann Symbian 9x besser. Zu jedem Termin lässt sich eine Notiz eingeben. Auch wiederkehrende Termine stellen das Diamond 2 nicht vor Probleme. In der Tagesansicht wird sogar das aktuelle Wetter angezeigt.

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Der "alte" Kalender stellt Termine sehr übersichtlich in einer Jahres-, Wochen-, Monats- sowie Tagesansicht dar. Auf anstehende Einträge wird aber auch hier nur durch ein kleines Symbol hingewiesen. Eine Kurzübersicht in Form eines kleinen Popup gibt es auch nicht. Zu jedem Termin lässt sich eine Notiz eingeben. Auch wiederkehrende Termine stellen das P552w nicht vor Probleme. In der Wochen- und Tagesübersicht werden Termine durch einen Balken dargestellt.

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Aufgaben kann man auf Wunsch in bestimmten Intervallen wiederholen lassen und mit Notizen ergänzen. Im Gegensatz zu den Terminen werden sie aber nicht im Kalender angezeigt. Natürlich kann die SMS-Anwendung die Anzahl der bereits verbrauchten Zeichen einer SMS anzeigen. Vielschreiber können auch mehrere davon verketten.

Unterhaltung/Spiele

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Der Bereich Unterhaltung und Spiele ist traditionsgemäß eher unterbesetzt. Neben dem langweiligen Geschicklichkeitsspiel namens „Bubble Breaker“ gibt es noch "Teeter". Eie Art Geschicklichkeitsspiel im Stil von Labyrinth. Hier muss durch geschicktes drehen und kippen des Diamond 2 eine Kugel durch verschiedenen Falltüren ins Ziel leiten. Erwähnenswert ist die Tatsache, dass das Touch Diamond 2 auch Java-Anwendungen und Spiele unterstützt. Auf dem freien Markt gibt es aber eine riesige Menge an Spielen und Programmen, sowohl als Free- und Shareware, als auch als Vollpreisvariante. Gute Anlaufstellen für derartige Software sind z. B. die Seiten von pocketland.de oder handango.de. Dann kann man sogar einen waschechten C64 wieder zum Leben erwecken, der C64-Emulator macht es möglich.

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Navigation/GPS

Das Touch Diamond 2 ist mit einer GPS Funktion ausgestattet. In Verbindung mit einem passenden Navigationsprogramm könnte er daher sehr gut zur Navigation genutzt werden. Leider ist nur das Google Maps vorinstalliert. Hat man den aktuellen Standort über die Celltower-Triangulation bzw. das integrierte GPS ermittelt, so aktualisiert sich die Position während der Bewegung. Das Kartenmaterial wird freilich direkt aus dem Internet auf den Diamond 2 übertragen. Wer keinen günstigen Datentarif sein Eigen nennt sollte daher aufpassen. Eine Art von Fußgängernavigation in Form einer Online-Stadtkarte ist somit problemlos und relativ genau möglich. Alternativ kann man die Satellitenbahnen vorab über die "Quick-GPS" genannte Anwendung auf seinen Diamond 2 runter laden. Das verursacht neben dem reinen Datentransfer keine weiteren Kosten. So dauert der Satfix nur ein paar Sekunden.

Musik

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Der Musicplayer des Diamond 2 ist HTC-typisch recht schlicht ausgefallen und nur über das Touch Flo 3D nutzbar. Auf dem Display werden neben dem "Album Art" auch der Trackname sowie der Interpret angezeigt. Um die mögliche Soundqualität des Smartphones testen zu können, habe ich neben meinem Referenzkopfhörer, dem iGrado von Grado, auch noch den weit verbreiteten und überaus günstigen Koss Porta Pro, einen Sennheiser CX300 sowie den EP 630 von Creative Labs eingesetzt.

Der iGrado fordert bekanntlich ein sehr hohes Eingangssignal um in Wallung zum kommen. Die maximale Lautstärke des Touch Diamond 2 reicht dabei locker aus, um die großen Wandler des iGrado in vernünftige Schwingungen zu versetzen. Doch die tiefen Töne bleiben schlapp, den Höhen fehlt es dabei an ausreichendem Frequenzgang. So werden die Mitten zu stark betont.

Nutzt man den Sennheiser CX300 - der für einen InEar schon eine gute Alternative ist - so wird gerade das Rumpeln im Bassbereich nochmals verstärkt, die Höhen zu früh gekappt und die Mitten zu stark komprimiert. Der Creative Labs EP 630 liefert etwas bessere Ergebnisse. Der Koss Porta Pro harmoniert optimal mit dem Diamond 2. Allen Dreien ist die Tatsache gemein, dass man sie nicht ohne Adapter einsetzen kann. Man kann den Sound über den integrierten Equalizer (Audio-Verstärker) auf seine persönlichen Bedürfnisse anpassen. Das klappt dank der Vielzahl an Voreinstellungen und über den manuell einstellbaren 10-Band Grafik-Equalizer auch sehr gut. Grundsätzlich unterstützt der Diamond 2 auch A2DP und AVRCP. Somit kann man den Sound über Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie zum Beispiel dem Motorola S9 ausgeben.

Folgende Alben aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop wurden - neben vielen anderen - zum Test genutzt.

Sarah Brightman
(Symphony)
Assemblage23
(Storm)

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

The Corrs
(Talk on Corners)
iGrado
iGrado
iGrado
iGrado

Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Sämtliche MP3 sind eigenhändig mit mindestens 256 kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" codiert worden. Die Abspielreihenfolge der Tracks kann zufällig oder per Dauerwiederholung, eines oder aller Musikstücke beeinflusst werden. Auch das Abspielen von Wiedergabelisten ist möglich. Auch als Hörbuchplayer ist der Musicplayer nutzbar. Beendet man die Wiedergabe, merkt er sich die letzte abgespielte Position. Nutzt man zur Synchronisation den Windows Media Player 11 so lassen sich auch geschützte DRM übertragen. Videos im WMV oder MP4-Format gibt der hauseigene Media Player wieder und zwar im Vollbildmodus.

Der Diamond 2 hat auch ein waschechtes FM-Radio mit an Bord. Die Empfangsqualität lässt aber zu Wünschen übrig, das machen andere Smartphones besser.

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20 Senderspeicher stehen zur Verfügung. Dank RDS zeigt das Radio auch den aktuellen Sendernamen an, mehr aber auch nicht. Zum Betrieb muss zwingend ein Headset angeschlossen werden, obwohl man den Sound dann auch über den internen Lautsprecher ausgeben lassen kann. Selbst an eine Einschlafhilfe in Form einer Zeitschaltuhr wurde gedacht. Da das Radio aber sehr störanfällig ist, wird man diese Einschlafhilfe wohl eher selten nutzen wollen.

Klang

Gesprächspartner klingen zwar ein wenig dumpf und man hört seine eigene Stimme im Hintergrund, dennoch ist die Kommunikation gut verständlich. Nutzt man die Freisprechfunktion, kommen minimale Hallgeräusche hinzu. Obwohl das Touch Diamond 2 nur über einen einzigen Lautsprecher verfügt, ist die maximale Lautstärke ausreichend, um am Arbeitsplatz (sofern dieser nicht auf einer Baustelle liegt) als Beschallungsmöglichkeit zu dienen. Die vorinstallierten Klingeltöne sind langweilig. Auch in etwas lauten Umgebungen ist noch eine problemlose Kommunikation möglich. Die maximale Lautstärke über den Kopfhörerausgang ist fast ohrenbetäubend laut.

Connectivity

Wenig überraschend, schließlich handelt es sich um ein Windows 6.1 Mobiltelefon, klappt die Synchronisation mit Outlook (Telefonbuch, Aufgaben, Kalendereinträge und Notizen) einwandfrei. Ebenfalls wenig überraschend dauert dies bei einer Vielzahl an Kontakten auch sehr lang. Die knapp 1.000 Kontakte synchronisierte das Touch Diamond 2 über USB in knapp 2 Minuten. Über Bluetooth dauerte der Vorgang nur unwesentlich länger. Neben dem Headset Profil, bietet der Diamond 2 auch noch HFP (Hands-Free), GAP (Generic Access), DUN (Dial-Up Networking), SPP (Serial Port), GOEP (Generic Access Exchange), OPP (Object Push) und SAP (SIM Access Profile). Auf einem geeigneten Bluetoothheadset (z. B. dem Motorola S9) steht durch A2DP (Advanced Audio Distribution) und AVRCP (Audio/Video Remote Control Profile) einem kabelfreien Musikgenuss nichts mehr im Wege. Der GSM/UMTS Empfang des Quadband-Gerätes ist gut. Hier braucht er sich nicht hinter anderen Smartphones von Nokia zu verstecken. Die Empfangsqualität des WLAN-Empfängers ist selbst in meinem Altbau noch sehr gut. Auf dem Dachboden habe ich noch Empfang, da scheiterte der betagte HTC TyTN damals.

Der neue Diamond verfügt über den Opera Mobile Browser in der Version 9.5. Dank HSDPA kann man auch in sehr angenehmer Geschwindigkeit surfen. Webseiten werden dabei 1:1 wieder gegeben. Auf dem 3,2-Zoll-Display und dank des Zoom-Reglers macht surfen richtig Spaß. Eine Webseite wird zunächst immer in der Gesamtübersicht geladen. Über das CommCenter hat man dabei Zugriff auf alle möglichen Verbindungsarten.

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Dank des eingebauten Lagesensors kann man auch wunderbar im Quermodus surfen.

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Der Diamond 2 kann auch ohne Treiber als Wechselspeicher genutzt werden, den entsprechenden Eintrag bietet er beim Anschluss an den PC an. Die Übertragungsgeschwindigkeit per USB ist sehr schnell. Natürlich kann man dazu auch den Kurzstreckenfunk Bluetooth nutzen.

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Der eingebaute E-Mail Klient unterstützt POP und IMAP. Wer über keinen Push-Dienst verfügt kann seine E-Mails in unterschiedlichen Intervallen, von 5 Minuten bis einmal täglich, automatisch abholen lassen. E-Mail Push lässt sich über einen speziellen Serverdienst auf MS Exchange Basis oder Anwendungen wie z. B. "emoze" realisieren, zieht dann aber ordentlich an den Reserven des Akkus.

Kamera/Video

Man könnte es kurz machen und sagen, die Kamera macht Bilder in der von HTC gewohnten Qualität. Dazu muss man wissen, dass die Philosophie bei HTC in Richtung "reicht für Schnappschüsse" tendiert. Die hohen Erwartungen, die man an die Qualität der Bilder bei 5-Megapixel-Kameras knüpft, kann die kleine Linse beim Diamond 2 nicht erfüllen. Auf eine LED hat man dann auch gleich verzichtet. Zumindest auf den selektiven Autofokus wurde aber nicht verzichtet.

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Der Diamond 2 nutzt im Kameramodus das komplette Display als Sucher. Wie bei einer echten Digicam wird es dann im Quermodus gehalten. Die Kameraoptionen enthalten verschiedene, mal mehr mal weniger nützliche Einstellungsmöglichkeiten.

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Unterschiedlichen Weißabgleiche (Auto, Tageslicht, Nacht, Neonlicht, Glühbirne) sowie Effekte, wie Graustufen, Sepia, Kalt und Negativ nehmen auf Wunsch Einfluss auf die Qualität sowie das Aussehen der Bilder.

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Wer mag, kann seine Bilder mit mehr oder weniger kitschigen Rahmen aufpeppen. Die Bildauflösung kann in verschiedenen Stufen zwischen 5 Megapixel (2592 x 1552 Pixel) und M (320 x 192 Pixel) variiert werden. Die Qualität der Bilder kann man auf Einfach, Normal, Fein und Superfein stellen. Aufgrund des Autofokus dauert die Speicherung eines Bildes knapp 2 Sekunden, ein wenig zu lang für echte Schnappschüsse. Der Start der Kamera nimmt dabei ebenfalls knapp eine Sekunde in Anspruch.

Bei guten Lichtverhältnissen ist Qualität der Bilder recht gut. Die Schärfe ist zwar nicht überdurchschnittlich, die Belichtungswerte stimmen aber in den allermeisten Fällen.

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Bei ungünstiger Beleuchtung tendieren weiße Flächen hingegen zu einem Rotstich, während dunklere Bereiche schnell mit Artefakten verunstaltet werden. Nahaufnahmen gelingen dank des Makromodus recht ordentlich. Die Qualität der Bilder ist nicht mit anderen 5-Megapixel-Kameras vergleichbar. Von den aktuellen Konkurrenzprodukten (LG, Samsung, Nokia) ist man besseres gewohnt.

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Videos nimmt der Diamond 2 mit einer maximalen Auflösung von 640 x 480 Pixel auf. Als Codec kommt sowohl MP4, als auch 3GP zum tragen, wobei eine Minute Video knapp 5 MB verbrät. Auch hier stehen die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten der Kamera zur Verfügung. Geo-Tagging wird trotz des integrierten GPS leider nicht unterstützt.

Akkulaufzeit

Der mitgelieferte 1100 mAh Akku ist kein Ausdauerwunder. Bei normaler Nutzung (kurz telefonieren, 90 Minuten Musik, ein paar Fotos und Videos sowie aktiviertem E-Mail-Push) macht er nach knapp 2 Tagen schlapp. Wer den Touch Diamond 2 dauernd nutzt und quasi 24 Stunden online ist, kommt nach 10 Stunden an die Leistungsgrenze des Akkus. Die maximale Gesprächszeit wird vom Hersteller mit 340 Minuten angegeben. Im Standby soll das Gerät immerhin 500 Stunden durchhalten.

Videotest

Fazit

Autor

Die TouchFlo 3D Oberfläche kann auf dem Diamond 2 voll überzeugen, so kann man ganz entspannt das kostenlose Update auf Windows Mobile 6.5 abwarten. Die doch eher tief verschachtelten Windows Mobile Menüs gehören nämlich schon jetzt der Vergangenheit an. Die vereinfachte Kommunikation mit Freunden und Geschäftspartnern sowie die Erweiterung des Arbeitsspeichers ermöglicht den effektiven Einsatz dieses Smartphones. Das wertige Design und das große Displays sorgen für eine Menge Spaß. Gerade die problemlose Synchronisation mit Firmennetzwerken und die Kontakt- und Aufgabenverwaltung sind die Highlights bei Windows Mobile und werden nur noch von BlackBerrys übertroffen. Auch die Musik- und Multimedia-Features können auf dem Diamond 2 überzeugen, zumindest dann, wenn man ein vernünftiges Headset (in Verbindung mit einem Adapter einsetzt). Leider kann die Akkulaufzeit nicht so ganz überzeugen.

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