HTC Snap (S521)
Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 09.09.2009, 08:09 Punkte:    (7 von 10) Hits: 7262 Sprache: german
Testbericht HTC Snap (S521) von mobile-reviews.de
Revision: 09.09.2009
Smartphones mit vollwertiger Tastatur kennen viele nur von RIM (BlackBerry) oder aber bestenfalls von Nokia (E71, E63), oder? Das aber auch andere Hersteller hierzu in der Lage sind, hat HTC mit dem Snap nun mal wieder gezeigt. Es kommt nämlich im "Brombeer-Design" daher. Optisch ähnelt es somit zwangsläufig den besagten Modellen von RIM und Nokia. Das HTC Snap bietet - ähnlich wie das unlängst vorgestellte Nokia E63 bzw. BlackBerry Curve 8520 - eine vollwertige QWERTZ-Tastatur. Allerdings kommt beim Snap das mittlerweile in die Jahre gekommene Windows Mobile® 6.1 Standard zum Einsatz. Der 2,4 Zoll große Screen reagiert nicht auf Druck, zumindest nicht sinnvoll. Mit einer Auflösung von 320 x 240 Pixel bei 65.536 Farben stellt er alle Inhalte im Quermodus dar. Als GSM-Quadband-Funker ist er quasi auf der ganzen Welt Zuhause. Über EDGE oder den UMTS Datenturbo HSDPA surft man mit einer theoretischen Übertragungsrate von 7,2 Mbit/s, günstiger geht das natürlich auch über den integrierten WiFi-Empfänger. Die 2-Megapixel-Kamera taugt für Schnappschüsse in mäßiger Qualität. Das integrierte (A)-GPS sorgt dann unterwegs für die richtige Richtung. Wie sich die "Ersatz-Brombeere" im Alltag geschlagen hat, wird Ihnen in mein Testbericht zeigen.
Technik
Angetrieben wird das HTC Snap mit Microsofts Windows Mobile® 6.1 in der Standard Variante. Der 2,4-Zoll-Screen des HTC Snap wirkt auf den ersten Blick etwas klein, erfreut das verwöhnte Auge des Betrachters aber immerhin mit einer Auflösung von 320 x 240 Pixel (QVGA) bei 65.536 Farben. Die Bilddiagonale umfasst immerhin 62 mm. Die 2-Megapixel-Kamera ohne Autofokus und Fotolicht taugt nur für Schnappschüsse in geringer Qualität. Durch den vorinstallierten Internet Browser Mobile kann man - wie vom PC gewohnt - im Internet surfen. Microsoft Office Mobile sorgt unterwegs für den Zugriff auf entsprechende Office-Daten. Mit der Außenwelt verbindet sich das Snap über Bluetooth 2.0 samt A2DP (Stereo Audio über Bluetooth) und Wireless LAN (802.11g). Durch seine Quadband-Unterstützung ist es zudem fast weltweit einsetzbar. Dabei wird der Datentransfer durch UMTS mit HSDPA beschleunigt. HSUPA für einen schnelleren Upload steht nicht zur Verfügung. Eingaben erfolgen über die vollwertige QWERTZ-Tastatur.
 
Programme und Daten werden im RAM (192 MB) bzw. ROM (256 MB) abgelegt. Der Speicher lässt sich problemlos mit microSD-Speicherkarten (mit bis zu 16 GB) erweitern. Damit das Ganze auch in Schwung kommt, wird das HTC Snap durch eine QUALCOMM™ (MSM 7225) CPU mit 528 MHz angetrieben. So ist das Snap auch für Skype gewappnet.
  
 
In den vielfältigen Einstellungsmenpüs kann man an fast jeder Schraube drehen, von den Klingeltöne über die verschiedenen Profile bis zu WLAN-Empfangseigenschaften ist fast alles möglich. Man navigiert entweder über den Trackball oder direkt durch Eingabe der entsprechenden Ziffer.
Lieferumfang

In der kleinen, schwarzen Verpackung kommt neben dem HTC Snap noch ein recht umfangreicher Lieferumfang zum Vorschein. Ein Li-Ion Akku mit immerhin 1500 mAh sorgt für genügend Ausdauer. Das mitgelieferte Stereo-Headset dient allerdings in erster Linie der Kommunikation. Das zerlegbare Netzladegerät mutiert in Verbindung mit dem USB-Datenkabel zur Ladestation. Mehrere Kurzanleitungen, Garantiekarten und CD-ROMs mit Bedienungsanleitungen und Zusatzsoftware vervollständigen das Paket. Eine Speicherkarte gehört beim HTC Snap - wie so oft - nicht mit zum Lieferumfang.
Design/Verarbeitung/Haptik
Ganz HTC-like wurde auch das Snap in Anthrazit eingekleidet. Frei nach einem bekannten Spruch "Wiederstand ist zwecklos" integriert es sich damit nahezu unsichtbar in die breite Masse der Businessgeräte. Optisch wirkt es auf den ersten Blick wie ein BlackBerry. Die Rückseite wurde mit einer gummiartigen Beschichtung versehen, so liegt das Snap optimal in der Hand. Auch die Vorderseite wurde mit einer matten gummiartigen Schicht überzogen. Ein Knarzen oder Quietschen ist ihm nicht zu entlocken. Das Gerät liegt mit seinen 120 Gramm ausgewogen in der Hand und ist mit Abmessungen von 117 x 62 x 12 nicht sonderlich groß. Für die Kommunikationsfreaks mit ausgeprägtem Mitteilungsbedürfnis per SMS und/oder E-Mail ist die physikalische Tastatur die einzig wahre Alternative. Ich kann mich noch gut an mein Sendo X mit zusätzlicher Tastatur erinnern, da ist das Snap doch die deutlich leichtere und kompaktere Alternative.
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HTC Snap |
HTC Touch Pro 2 |
Sendo X |
Beim Snap sind die Drücker der QWERTZ-Volltastatur relativ breit und liegen sehr eng beieinander. Auch längere Texte ermüden nicht sofort, wobei die Tasten leicht gewölbt sind. Natürlich tippt es sich auf einer Tastatur wie beim Nokia E90 oder Touch Pro 2 angenehmer, diese beiden Geräte sind aber auch deutlich größer. Die vollwertige Tastatur nutzt insgesamt 38 Tasten, viele davon sind mehrfach belegt. Der Druckpunkt ist angenehm fest und auch akustisch ist man sich sicher, die Taste auch wirklich getroffen zu haben. Bei nicht ausreichender Beleuchtung werden die Drücker zur besseren Ablesbarkeit weiß beleuchtet.

Gesteuert wird das HTC Snap über einen zentral angebrachten Trackball, wie man ihn auch von BlackBerry her kennt. Das Ansprechverhalten kann eingestellt werden, nach einer kurzen Eingewöhnung hat man das Snap dann fest im Griff. Wobei man in längeren Texten nur mühsam durch die Buchstaben scrollen kann. Rechts neben dem Trackball befindet sich die "Zurück"-Taste mit Pfeilsymbol sowie der rechten Softkey. Links neben dem Trackball dann der für Windows Mobile obligatorische Homekey (für den Startbildschirm) sowie eben der linke Softkey. Auf der linken oberen Gehäuseseite haben die Designer dann Platz für den Lautstärkeregler gefunden. Eine extra Kamerataste hat man dem Snap nicht mit auf den Weg gegeben. So gelingen natürlich keine echten Schnappschüsse.

Der Ein- und Ausschalter wurde mit in die rote Hörertaste integriert. Die kombinierte extUSB-Lade-/Kopfhörerbuchse samt Abdeckung befindet sich an der rechten oberen Gehäuseseite. Wer gleichzeitig Musikhören und sein Snap laden will ist aufgeschmissen. Das ist nämlich nicht möglich. Eine dauerhafte Berieselung ist damit ausgeschlossen und wird vom leistungsstarken Akku vordiktiert. Leider hat HTC beim Snap wieder auf einen 3.5 mm Klinkenanschluss verzichtet. Abhilfe verspricht da nur ein passender Adapter, zum Beispiel der hauseigene HTC YC-A300.

Display
Das Display wirkt in Räumen bzw. bei geringem Lichteinfall absolut überzeugend. Grafiken und Texte werden mit einer Auflösung von 320 x 240 Pixel bei 65.536 möglichen Farbkombinationen knackscharf dargestellt. Bei starker Sonneneinstrahlung lässt sich das Display allerdings nicht mehr so gut ablesen. Die maximale Helligkeit des Displays ist ausreichend. Im Energiesparmodus schaltet sich das Display komplett ab, so hält der recht ausdauerstarke 1500 mAh Akkus noch deutlich länger. Eine grün blinkende LED signalisiert eingehende Nachrichten.
Inbetriebnahme
Der Einbau des Akkus ist sehr einfach. Die SIM-Karte kann man nur einlegen, wenn der Akku vorher entfernt wurde. Eine kleine Plastiknase arretiert die SIM über den Akku. Der Akkudeckel hingegen lässt sich nur recht widerwillig entfernen und auch nur unter Einsatz starker Fingernägel. Die holde Weiblichkeit wird daran sicher keinen Spaß haben. Das HTC Snap wird dann durch leichten Druck auf den Ein-/Ausschalter (rote Hörertaste) gestartet. Windows Mobile 6.1 legt dann erst einmal eine kurze Zwangspause ein. Bei Windows dauert der Bootvorgang halt immer etwas länger. Die beiden großen Betriebssysteme Symbian und Windows Mobile unterscheiden sich hier aber nicht wirklich.
Homescreen
Das HTC Snap muss ohne die stylische Benutzeroberfläche TouchFLO 3D auskommen. Das hat aber auch Vorteile, denn so bekommt man die wichtigsten Informationen schnörkellos präsentiert.
  
Neben der aktuellen Uhrzeit und dem Tagesdatum bekommt der HTC Snap Nutzer die anstehenden Termine des Tages und verpasste Anrufe bzw, eingegangene Nachrichten, E-Mails und MMS angezeigt.
  
Die Wetterdaten werden optisch eindrucksvoll in Szene gesetzt und durch passende Symbole dargestellt. Die notwendigen Klimadaten erhält das HTC Snap aus dem Internet. Bei den E-Mails wird nur der Betreff in der Voransicht angezeigt. Seine Lieblingsseiten kann man als Favorit hinterlegen und so direkt über den Microsoft Internet Browser ansurfen.
  
Des Weiteren erhält man im Homescreen noch Zugriff auf den Audioplayer, die vorgefertigten Profile und einges mehr.
Menü/Funktionen
  
Als typischer Vertreter seiner Zunft dürfen bei einem Smartphone mit Windows Mobile auch die üblichen Verdächtigen, wie Aufgaben- und Notizenverwaltung nicht fehlen. Im Unterpunkt "Zubehör" verstecken sich dann noch weitere Anwendungen, wie der Adobe PDF Reader LE, ein Dateimanager und ein Programm um JAVA-Anwendungen zu installieren und abzuspielen.

Ein sehr nützliches Programm namens "OneNoteMobile" ermöglicht Notizen mit Grafiken und sogar Audioaufzeichnungen. Also optimal dafür geeignet, den Einkaufzettel oder sogar eine Wegbeschreibung aufzunehmen. Ein vollwertiger E-Mail Klient mit Unterstützung für POP und IMAP4 unterstützt E-Mails inklusive Dateianhang. E-Mail Push lässt sich mittels eines speziellen Serverdienstes (auf MS Exchange Basis) verwirklichen, nuckelt dann aber auch am Akkus Hierzu bieten sowohl Provider, als auch Drittanbieter entsprechende Lösungen an. Neben einem vollwertigen Webbrowser (Internet Browser Mobile) bietet das Snap auch einen Wecker sowie Taschenrechner.
PIM/Office

Natürlich werden businessorientierte Smartphones, wie das HTC Snap auch mit den passenden Office-Anwendungen (Excel Mobile, Word Mobile, Powerpoint Mobile) ausgestattet. Excel- und Word-Dateien können sowohl angezeigt, als auch verändert werden. Powerpoint- sowie PDF-Dateien kann man dagegen nur angzeigen.
  
Allzu umfangreiche und aufwendig animierte Präsentationen sollte man allerdings vermeiden. Mobile Word bzw. Excel beherrschen nun auch Hervorhebungen wie beispielsweise Fettschrift oder Kursivschrift. Insgesamt wurden die Funktionen des mobilen Officepaketes optisch an Vista angelehnt.
 
Der Speicher für die Kontaktdatenbank wird dynamisch verwaltet und kann daher eine Vielzahl von Einträgen aufnehmen. Hierbei wird auf Wunsch auch ein Bild des Kontaktes abgespeichert und bei einem Anruf angezeigt. Kontakte lassen sich durch Eingabe der entsprechenden Buchstaben suchen und nach einer Vielzahl von Kriterien sortieren und filtern. In den einzelnen Kontakten kann man nahezu alle möglichen Informationsdetails eintragen (Name, Mobiltelefon, Privatnummer, Büronummer, Fax, E-Mail, Rufton sowie eine persönliche Notiz). Ein Feld für Geburtstage ist aber nicht vorgesehen. Per ActiveSync (Windows XP) oder dem Windows Mobile Center (Windows Vista) werden die Daten dann mit einem PC synchronisieren. Die knapp 1.000 Kontakte synchronisierte mein HTC Snap per USB in etwa 2 Minuten. Über Bluetooth dauerte der Vorgang nur unwesentlich länger.
  
Der Kalender bietet neben der Jahres-, Wochen- und Monatsansicht auch eine Tagesagenda. Anstehende Einträge werden in der Monatsansicht allerdings nur durch ein unscheinbares Dreieck dargestellt. Eine Kurzübersicht in Form eines kleinen Popup gibt es nicht. Zu jedem Termin lässt sich eine Notiz eingeben. Auch wiederkehrende Termine stellen den Kalender nicht vor ein Problem. In der Wochen- und Tagesübersicht werden Termine durch einen Balken dargestellt. Natürlich kann das Snap auch Aufgaben verwalten, auch hier kann man seinen Aufgaben mit Notizen ergänzen. Im Gegensatz zu den Terminen werden die Aufgaben aber nicht im Kalender angezeigt. Für Fans kurzer Sätze kann ich Entwarnung geben, die Anzahl der bereits verbrauchten Zeichen in einer SMS wird angezeigt. Vielschreiber können auch mehrere SMS miteinander verketten.
Unterhaltung/Spiele
 
Der Bereich Unterhaltung und Spiele ist serienmäßig unterbesetzt. Neben einem eher langweiligen „Bubble Breaker“ genannten Geschicklichkeitsspiel gibt es noch das von Windows bekannte Kartenspiel "Solitair". Erwähnenswert ist die Tatsache, dass das HTC Snap auch Java-Anwendungen und Spiele unterstützt. So kann man sich sogar einen echten C64-Emulator installieren. Auf dem freien Markt gibt es eine nahezu unüberschaubare Menge an Spielen und Programmen, sowohl als Free- und Shareware, als auch als Vollpreisvariante. Gute Anlaufstellen für derartige Software sind z. B. die Seiten von pocketland.de oder handango.de.
Navigation/GPS

Hier vertraut HTC wieder auf das kostenlose Google Maps. Hat man den aktuellen Standort über die Celltower-Triangulation bzw. das integrierte GPS ermittelt, so aktualisiert sich die Position während jeder Bewegung mehr oder weniger genau. Das Kartenmaterial wird dabei direkt aus dem Internet auf den Snap übertragen. Wer keinen günstigen Datentarif sein Eigen nennt, sollte daher aufpassen. Eine Art von Fußgängernavigation in Form einer Online-Stadtkarte ist somit problemlos und relativ genau möglich. Wer den Satellitenfix beschleunigen will, sollte die aktuellen Satellitendaten über die Anwendung QuickGPS herunter laden. Ebenso hilfreich ist ein Eintrag in die Registry, mit dem man das "A-GPS" hinzuschalten kann.
Unterhaltung
  
Der
Musicplayer des Snap folgt optisch dem üblichen Standard bei Mobiltelefonen. Auf der linken Seite wird dabei - sofern vorhanden - das Coverart dargestellt, in der unteren Leiste befinden sich die drei Tasten für die Steuerung. Der Sound klingt in Verbindung mit dem mitgelieferten Stereo-Headset leicht dumpf, der eingebaute Lautsprecher gibt den Klang recht gut wieder! Über einen 3,5 mm
Klinkenadapter könnte man höherwertige
Kopfhörer anschließen. So wird die
Klangqualität aber kaum verbessert und kann nicht einmal mit mittelmäßigen MP3-Playern
mithalten.
Um die maximale mögliche Soundqualität des Snap
testen zu können, habe ich versuchsweise - neben meinem Referenzkopfhörer, dem iGrado von Grado - auch noch den weit verbreiteten und überaus günstigen Koss
Porta Pro, einen Sennheiser CX300 sowie den EP 630 von Creative Labs eingesetzt. Die von HTC entwickelten Kopfhörer sind nämlich nur für Gespräche geeignet.
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iGrado von Grado
(C) Grado
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Koss Porta Pro
(C) Koss |
Sennheiser CX300
(C) Sennheiser |
Creative Labs EP630
(C) Creative Labs |
Der iGrado fordert ein sehr hohes Eingangssignal um in Wallung zum kommen. Die maximale Lautstärke des Snap reicht hierfür gar nicht aus. Somit habe ich den iGrado gleich wieder zur Seite gelegt. Der leichte Koss
Porta Pro spielt mit dem Snap schon deutlich besser zusammen und bringt den immer noch eher Klang recht gut rüber. Der Sennheiser CX300
ist für einen In-Ear ebenfalls eine gute Alternative und verstärkt sogar den Bassbereich. Ähnliches bietet der deutlich günstigere Creative
Labs EP 630, der bei
Amazon knapp 18 € kostet.
Grundsätzlich kann man den Sound auch über
Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie zum Beispiel dem Motorola S9, ausgeben. Aufgrund des damit einhergehenden erhöhten Stromverbrauchs ist das aber nicht wirklich ratsam, zumal die Klangqualität des MP3-Player einfach wenig überzeugend ist. Unterschiedliche Equalizer-Presets bietet der Musicplayer leider ebenfalls nicht an. So klingt das Snap flach und fad.
Folgende Alben aus den Bereichen
Klassik, Electronic, Pop wurden - neben vielen anderen - zum Test
genutzt. Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist
daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Ebenso wie der Song "Damn Those Eyes" von Kane, der einen sehr gute Dynamik aufweist. Sämtliche MP3 wurden über iTunes beschafft bzw. eigenhändig mit mindestens 256 kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" kodiert.
Sarah Brightman
(Symphony) |
Assemblage23
(Storm) |
The Corrs
(Talk on Corners) |
OST Elizabethtown |
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Einen großen Funktionsumfang kann der Musikplayer im Snap ebenfalls nicht vorweisen. Immerhin kann man seine Songs nach
verschiedenen Kriterien, wie z. B. Interpreten, Alben, Titel sortieren. Wer es da abwechslungsreicher mag,
kann seine Songs in zufälliger Reihenfolge abspielen oder aber eben in einer Schleife vor sich hindudeln lassen. Über
Wiedergabelisten könnte man das Snap zu einer recht passablen Musikbox umfunktionieren, will man aber gar nicht mehr.
Durch die Multitaskingunterstützung kann man seine
Songs auch im Hintergrund weiter laufen lassen und nebenher noch andere
Aufgaben erledigen. Ein Radio liefert das HTC Snap leider nicht mit. Videos machen auf dem kleinen 2,4-Zoll-Display kaum Spaß.
Klang/Connectivity
Die Akustik zwischen den Gesprächspartner ist leicht dumpf, zudem störte gerade im UMTS-Betrieb oft ein Leitungsknacksen die Verbindung. Gespräche wurden unvermittelt beendet. Der GSM/UMTS Empfang des Quadband-Gerätes ist mittelmäßig. Das ein Business-Smartphone gerade in diesem Bereich patzt, ist mir unerklärlich. Vielleicht lag es an meinem Testgerät. Die vorinstallierten Klingeltöne sind langweilig. Iin etwas lauteren Umgebungen ist eine problemlose Kommunikation kaum mehr möglich. Wenig überraschend, schließlich handelt es sich um ein Windows 6.1 Mobiltelefon, klappt die Synchronisation mit Outlook (Telefonbuch, Aufgaben, Kalendereinträge und Notizen) aber einwandfrei. Die knapp 1.000 Testkontakte synchronisierte mein HTC Snap über USB in knapp 2 Minuten. Über Bluetooth dauerte der Vorgang nur unwesentlich länger. Der Datenabgleich mit einem Microsoft Exchange-Server klappt zuverlässig und dank HSDPA auch zügig.
 
Das HTC Snap nutzt den Internet Explorer Mobile, der Opera Mobile Browser 9.5 kommt leider nicht zum Einsatz. Dank HSDPA kann man in akzeptabler Geschwindigkeit surfen. Webseiten werden dabei auf Wunsch auch wie auf dem Desktop wieder gegeben. Richtig Spaß machte mir das Surfen auf einem 2,4-Zoll Display aber nicht. Gleichwohl bietet der Browser verschiedene Zoomstufen sowie eine Übersichtskarte der besuchten Webseite. Ein CommCenter bietet dabei Zugriff auf alle möglichen Verbindungsarten.
Das HTC Snap fungiert auf Wunsch als Wechselspeicher, Dateien werden dann schnell übertragen. Natürlich kann man auch den Kurzstreckenfunk Bluetooth nutzen, sogar mit A2DP (Advanced Audio Distribution) und AVRCP (Audio/Video Remote Control Profile).
 
Hier kann der Snap dann endlich mal seine Stärken ausspielen. Der E-Mail Klient unterstützt neben POP auch IMAP. E-Mails werden unterschiedlichen Intervallen, von 5 Minuten bis einmal täglich automatisch abgeholt. Push-E-Mail wird ebenfalls unterstützt. Dank der vollwertigen QWERTZ-Tastatur kann man vorzüglich E-Mails verfassen. Hier bringt HTC zudem eine neue - recht nützliche - Funktion namens "Inner Circle" mit ins Spiel.

Ein Druck auf die Inner-Circle-Taste des Smartphones zeigt nämlich nur noch die E-Mails einer vorab definierten Gruppe an. So hat man auf einen Blick die geschäftlichen Mitteilungen im Blick. Im stressigen Berufsalltag "nerven" dann z. B. auch keine E-Mails von eher unwichtigen Kontakten. Der SAR-Wert ("Spezifische Absorptionsrate") beträgt 0,88 W/kg und ist damit recht hoch, unterschreitet aber den von der Europäischen Union festgelegte Grenzwert für Handys von 2 Watt pro Kilogramm (2 W/kg) deutlich. Der SAR-Wert gibt dabei an, wie viel Sendeleistung der Körper in Watt pro Kilogramm beim mobilen Telefonieren aufnimmt.
Kamera/Video

Bei den Kameras von Mobiltelefonen wird leider oft mit Markennamen bekannter Objektivhersteller geworben. Bedenkt man aber die Tatsache, dass die Linsen der Handys oft nur ein paar Millimeter groß sind, werden die Erwartung oft nicht erfüllt. HTC geht da einen anderen Weg. Minimalismus pur, das Snap hat weder ein namhaftes Objektiv, noch eine LED oder ein Autofokus.
  
Das HTC Snap nutzt immerhin das komplette, 2-4-Zoll große Display als Sucher. Die Kameraoptionen enthalten verschiedene, mal mehr mal weniger nützliche Einstellungsmöglichkeiten. Allen ist die Tatsache gemein, dass sie kaum Einfluss auf die eher mittelprächtige Qualität der Bilder nehmen. Die Bildauflösung kann zwischen 2 Megapixel (1600 x 1200 Pixel) und QVGA (320 x 240 Pixel) variiert werden. Die Qualität der Bilder lässt sich auf Einfach, Normal und Fein einstellen. Da die Kamera keinen Autofokus nutzt, dauert die Speicherung eines Bildes auch nur knapp 1 Sekunde. Der Start der Kamera nimmt ebenfalls knapp eine Sekunde in Anspruch.

Die Qualität der Bilder kann mich wenig überzeugen.. Weiße Flächen weisen einen Rotstich auf, dunklere Bereichen werden schnell mit Artefakten verunstaltet. Viel schlimmer ist hingegen die Tatsache, dass alle Bilder einen milchigen Schleier aufweisen, so als ob die Plastiklinse trübe wäre. Insgesamt wirken die Bilder nicht zuletzt aufgrund des fehlenden Makromodus unscharf.
  
Videos nimmt das HTC Snap nur mit 15 Bildern pro Sekunde bei maximal 352 x 288 Pixel auf. Auch hier stehen die Effekte und Möglichkeiten der Fotokamera zur Verfügung.
Akkulaufzeit
Der 1500 mAh Akku ist sehr ausdauernd, in dieser Disziplin kann das Snap voll überzeugen. Bei täglicher Normalnutzung (kurz telefonieren, 90 Minuten Musik, ein paar Fotos, aktiviertem Push) bettelt er erst nach etwa 3 Tagen um Gnade und Nachschub aus der Steckdose. Nach knapp 4 Stunden Dauertelefonat im UMTS-Netz bzw. 4 1/2 Stunden im GSM-Netz gehen beim Snap die Lichter aus. Bei dauerhafter Nutzung von A2DP hält der Akku über 5 Stunden. Selbst Intensivnutzer mit aktiviertem E-Mail-Push, Bluetooth und mittlerer Telefonitis werden ihr Snap nicht jeden Tag laden müssen. Im normalen Standby (GSM) Modus und ohne daran rumzuspielen kommt man auf eine Laufzeit von etwa 9 Tagen.
Fazit
Das HTC Snap soll wohl die wenigen Business-Nutzer ansprechen, die noch keinen BlackBerry ihr Eigen nennen. Auf den Touchscreen verzichten viele Nutzer gern, weil man damit nicht so schnell und präzise navigieren kann, wie mit einem Navkey und der Tastatur. So tippt man auch beim Snap fast nie daneben. Die schmalen Abmessungen lassen ihn fast unauffällig im Jackett verschwinden. Die 2-Megapixel-Kamera des Snap kann man getrost vergessen, zur Dokumentation von Unfällen oder dergleichen reicht sie aber aus. Leider hat mich die Gesprächsqualität - gerade im UMTS-Betrieb - nicht überzeugt. Der 1500 mAh Akku ist sehr ausdauernd, in dieser Disziplin kann das Snap voll überzeugen. Das Snap kostet aktuellen knapp 280 Euro (Straßenpreis), da sollte man sich vor dem Kauf durchaus mal das Nokia E71 oder auch das E63 ansehen. Sparfüchse mit Hand zum BlackBerry werden mit dem neuen Curve 8520 sicher glücklicher.

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