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HTC Magic (with Google)

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 11.05.2009, 12:05
Punkte: blue.gifblue.gifblue.gifblue.gif  (8 von 10)
Hits: 17467
Sprache: german


Testbericht HTC Magic (with Google) von mobile-reviews.de
Hersteller:

HTC
Modell:

Magic
Bezugsmöglichkeit:

HTC Magic

Revision: 06.08.2009

Mit dem HTC Hero halte ich - nach dem T-Mobile G1 - nun das zweite Smartphone auf der Basis von Android™ in den Händen. Und auch bei diesem Smartphone hat HTC seine Finger im Spiel. Da ist es doch recht wenig überraschend, dass die technischen Details dem G1 ähneln. Frei nach dem Motto "Wozu das Rad dauernd neu erfinden" verbaut HTC beim Magic ebenfalls einen 3,2-Zoll-Touchscreen mit einer HVGA-Auflösung von 320 x 480 Pixel. Aufgrund der aktuellen Lizenzsituation verzichten die Koreaner auf das vom Apple iPhone bekannte Multitouch. Eine 3,2-Megapixel-Kamera mit Autofokus aber ohne LED soll für gute Fotos sorgen. Die Kraftzelle wurde von 1150 mAh auf 1340 mAh aufgebohrt. Das macht sich positiv bemerkbar. Das integrierte GPS wird in erster Linie für Geotagging genutzt und fungiert erst in zweiter Linie - über das vorinstallierte Google Maps - als Navigationshilfe. Dank UMTS und HSDPA surft man auf dem Magic recht schnell im Internet. Kein Wunder, nutzt es doch die gleiche Webbrowsertechnologie wie das iPhone. Das Betriebssystem Android™ stammt dabei von Google. Der rückseitige Schriftzug lautet diesmal aber "with Google" und nicht mehr "by Google". Beim HTC Hero kommt man diesmal auch ohne ein entsprechendes Google-Mail Konto aus. Wie sich das schlanke Smartphone im täglichen Einsatz geschlagen hat, können Sie meinem folgenden Bericht nachlesen.

Design/Haptik/Verarbeitung

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Mehr Bilder

Mit Abmessungen von 113 x 55 x 14 mm ist es im Gegensatz zum G1 (118 x 56 x 17 mm) schon fast ein "Flachmann". Das ist allerdings auch kein Wunder, denn das Magic bietet auch nicht die recht großzügige QWERTZ-Tastatur des G1. Beim HTC Hero kommt eine virtuelle Klaviatur zum Einsatz, Android™ 1.5 sei Dank. Der weiße (oder wahlweise auch schwarze) Kunststoff des Gehäuses macht einen sehr wertigen Eindruck. Der vom G1 bekannte Knick im unteren Teil ist beim Magic nur noch ansatzweise sichtbar. Mit seinen 118 Gramm ist es deutlich leichter. Optisch ist das Magic auch nicht mehr so weit von einer Designikone wie dem iPhone entfernt. Ein direkter Vergleich bietet sich aber aufgrund des deutlich offeneren Betriebsystems in meinen Augen nicht an. Auch Magic macht den Eindruck, als wenn es aus einem Guss gefertigt wurde, Ecken und Kanten sind ihm völlig fremd. Um noch mal auf das Gewicht zurück zu kommen, das Magic ist fast 40 Gramm leichter und verfügt dennoch über einen stärkeren Akku.

Auch beim Magic wird die Vorderseite fast vollständig vom 3,2-Zoll-Touchscreen eingenommen. Unterhalb des Touchscreens befinden sich in der finalen Version nun sechs Tasten und ein Trackball, wie er auch bei BlackBerrys oder anderen Mobiltelefonen (z. B. Samsung SGH-i550) eingesetzt wird. Die Rückseite des Magics besteht quasi nur aus dem Akkudeckel und besteht - ähnlich wie beim iPhone 3G - aus hochglänzendem Kunststoff. Den Grip verbessert es zwar nicht gerade, verschafft dem Magic aber einen exklusiveren Auftritt, gerade in der Trendfarbe "Weiß". Der Deckel selber sitzt nicht mehrso stramm wie noch beim G1, macht aber einen anständig verarbeiteten Eindruck. Auch ein Knarzen kann man ihm selbst unter größerem Druck nicht entlocken, Vorbildlich! Da hat das G1 noch ganz andere Töne ausgespuckt.

Die Kameraoptik auf der Rückseite wirkt zunächst recht gut gegen Kratzer geschützt. Sie wurde versenkt, bekommt so zwar keinen direkten Kontakt mit der Auflagefläche, Staubpartikeln ist sie aber schutzlos ausgeliefert, es fehlt die entsprechenden Kameraabdeckung. Der Touchscreen setzt Eingaben wirklich zügig um. Da kann das Betriebssystem des Magics manchmal gar nicht mithalten und genehmigt sich eine kleine "Auszeit". Im Gegensatz zu vorherigen Versionen wirken die 528 Mhz der CPU beim Magic spritziger.  Android™ ist für eine Einhand-Bedienung ausgelegt und das klappt auch ganz gut. Der kapazitive Touchscreen erlaubt keine Bedienung mit dem Fingernagel oder Stylus. Handgeschriebene Notizen oder Skizzen - wie auf Modellen mit Windows Mobile - sind daher nur schlecht möglich. Grundsätzlich wäre Android™ in der Lage auch Multitouch zu nutzen. Aus lizenzrechtlichen Gründen hat HTC aber darauf verzichtet. Es dürfte aber nur eine Frage der Zeit sein, bis ein findiger Programmierer diese Funktion reaktiviert. Alle Eingaben auf dem Touchscreen werden auf Wunsch durch einen Ton bzw. durch Vibration bestätigt. Wer das nicht mag, der kann das mitunter etwas nervige Feedback auch abschalten.

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Mangels vollwertiger Tastatur ist man auf das - auch im Quermodus verfügbare - virtuelle Pendant mit seiner guten T9-Texterkennung angewiesen. Die Bedienung geht dann ähnlich flott von der Hand, wie auf dem Apple iPhone oder dem LG Arena. Nur echte Vielschreiber werden mit der Bildschirmtastatur keine rechte Freude haben. Für ein paar SMS oder E-Mails reicht sie vollkommen aus. Ich will allerdings nicht verschweigen, dass es ein wenig Übung erfordert auch ohne direktes taktiles Feedback auszukommen.

magic magic

Die HTC-typische ext-USB-Lade-/Kopfhörerbuchse befindet sich an der Unterseite des Mobiltelefons. Wer gleichzeitig Musikhören und sein Magic laden will ist aufgeschmissen. Gleichzeitig ist das nämlich nicht möglich. Eine dauerhafte Berieselung per Internetradio ist damit ausgeschlossen und wird vom Akku vordiktiert.

magic magic

Auch beim Magic hat HTC auf einen 3,5 mm Klinkenanschluss verzichtet. Abhilfe verspricht da nur ein Adapter aus dem Zubehörmarkt, zum Beispiel der hauseigene HTC YC-A300 Adapter. Will man seine Speicherkarte wechseln  - leider verdaut das Magic aktuell nur maximal 8 GB micro-SDHC-Karten – so muss man zunächst den Akkudeckel entfernen. Oben links befindet sich der Laut-/Leiseregler. Einen Auslöser für die Kamera sucht man beim Magic leider vergebens.

magic magic

Unterhalb des Displays befinden sich vier Tasten. Drückt man den linken, mit einem Häuschen gekennzeichneten Drücker so erscheint der Standby-Screen. Die "Menü" beschriftete Taste ist dann nahezu selbst erklärend. Sie bringt den Nutzer in das Hauptmenü mit seinen zahlreichen Icons. Der mit einem Pfeil gekennzeichneter Drücker löscht Eingaben, bzw. springt einen Menüeintrag zurück. Neu hinzugekommen ist noch die rechtsseitig eingefügte Suchen-Taste. Drückt man diese, so öffnet sich eine Box, die nach Eingabe des Suchbegriffs direkt eine Abfrage bei Google startet. Unterhalb dieser Viererreihe findet man in Form zweier Hörertasten noch zwei Drücker zur Gesprächssteuerung. Im Gegensatz zum G1 hat HTC beim Magic einen etwas größeren Trackball zur Steuerung eingesetzt. Ist dieser bei BlackBerrys de facto Standard, wird er bei Smartphones doch eher zögerlich eingesetzt. das ist aber nicht unbedingt verwunderlich, der Umgang mit dem recht nervösen Trackball erfordert ein wenig Übung. Hat man sich daran aber erst einmal gewöhnt, dann klappt die Steuerung recht präzise. Der im Vergleich zum T-Mobile G1 etwas größere Trackball führt subjektiv zu einer besseren Kontrolle. Für Actiongames ist diese Form der Steuerung aber ungeeignet. Leider kann man die Sensibilität immer noch nicht selber einstellen.

Größenvergleich (iPhone 3G, Nokia N86, Nokia N96, LG KS20, Samsung, BlackBerry Curve, i550)

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Technik/Branding

Technisch betrachtet punktet das Magic mit einer recht guten Ausstattungsliste. Neben einem exzellenten 3,2-Zoll-Touchscreen mit einer Auflösung von 320 x 480 Pixel verblasst die eingebaute 3.2-Megapixel-Kamera mit Autofokus aber deutlich, zumal sie über keinerlei Beleuchtungsmöglichkeit verfügt. Blass ist zwar nicht das richtige Wort, aber mit knapp 65.00 Farbkombinationen gehört das Display sicher nicht zu den farbenprächtigsten Vertretern seiner Art. Aufgrund der mäßigen Kameraqualität ist das aber kein großer Nachteil. Neben einem Musicplayer bietet das Magic nun auch einen Videoplayer und die Möglichkeit, Videos aufzunehmen. Über den Android™-Market kann man sein Magic mit weiteren, teils deutlich besseren Videoplayer, Videorecorder oder sogar einem Internetradio aufrüsten. Mein Dank an alle ambitionierten Programmierer. Als Quad-Band-Gerät (GSM 850/900/1800/1900) mit Unterstützung für den UMTS Datendienst HSDPA ist es nahezu überall auf der Welt einsetzbar. Kontakt mit der Außenwelt nimmt das HTC Hero über Bluetooth samt A2DP sowie USB 2.0 und einem microSD(HC) Speicherkartensteckplatz auf. Beim Starten des Magics erscheint zunächst ein roter Bildschirm samt Vodafone-Logo, der Startbildschirm wird von einem Link zum Mobilfunkanbieter geziert. Wer dies als störend empfindet, kann ihn einfach in den Papierkorb verschieben. Mehr Branding gibt es nicht! Das Magic hat keinen SIM-Lock und kann damit mit allen verfügbaren SIM-Karten genutzt werden. Die Providereinstellungen müssen dann allerdings händisch eingegeben werden. Man sollte sich nur voher über einen passenden Datentarif Gedanken machen.

Lieferumfang

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Zum Lieferumfang des 529 € (UVP) teuren Schmuckstücks gehören eine 8 GB microSD Speicherkarte, ein Stereo-Headset mit mäßiger Klangqualität sowie eine Transporttasche ohne Gürtelschlaufe. In dem recht kleinen Karton findet man zudem diverse Bedienungsanleitungen, ein Reiseladegerät sowie ein USB-Datenkabel. Optisch kommt das Magic in einer - für Vodafonegeräte recht typischen - von der Farbe rot dominierten Verpackung daher. Das Zubehör wurden bei beiden Varianten jeweils farblich an die Gehäusefarbe angepaßt. Eine sehr gute Idee!

Display

Das helle Display gibt Texte, Grafiken und Videos mit einer Auflösung von 320 x 480 Pixel bei 65.000 möglichen Farbkombinationen wieder. Die bunten und nahezu selbsterklärenden Menüicons sind ausreichend groß aber etwas lieblos gestaltet, immerhin kann man das Magic so bequem mit einer Hand bedienen. Fotos und Videos können auf dem Display sowohl im Hoch- als auch im Querformat betrachtet werden. Dreht man sein Magic in den Quermodus, so dreht es den Bildschirminhalt gleich mit. Ein hoch auf den integrierten Lagesensor.

Menü/Bedienung

MagicMagic

Mit Android™ will Google einen anderen - angeblich intuitiveren - Weg beschreiten, wie man ein Mobiltelefon bedient. Die Menüoberfläche macht den Eindruck, als wenn man das SpringBoard des Apple iPhone und das TouchFlo von HTC gekreuzt hätte. Beim Magic bilden drei unterschiedlich konfigurierbare Bildschirme die Schaltzentrale. Diese Startbildschirme kann man mit sogenannten "Widgets" aufrüsten.

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An Widgets stehen bisher neben der vom G1 bekannten Analoguhr, noch eine Foto-Slideshow sowie ein Kalender und Musicplayer zur Auswahl. Das Player-Widget zeigt bei Nutzung immer den aktuellen Titel an und erlaubt das Starten und Stoppen der Songs. Mehr Widgets sind in Arbeit und lassen sich zukünftig über den Android™-Market installieren. Dort findet man zum Beispiel das recht hilfreiche Battery-Widget. So hat man die verbleibende Kapazität des Akkus prozentgenau im Blick.

Magic

Neben den eher aktiven Widgets kann man sich auf den Startbildschirmen auch passive Verknüpfungen, z. B. zu den Kontakte, Browser oder den (Google) Kalender legen. Wie erstelle man sich so eine Verknüpfung? Einfach das Icon mit der gewünschten Anwendung per drag & drop auf den Bildschirm ziehen, loslassen und fertig. Ein Widget oder Ordner erstelle ich, indem ich den Homescreen etwas länger gedrückt halte, dann bietet das Magic die Auswahl zwischen Verknüpfung, , Widgets, Ordner und Hintergrund. Verknüpfungen zu häufig genutzten Kontakten, Playlisten, Lesezeichen und sogar zu einzelnen Ordnern seines Google-Mail Kontos sind ebenso kein Problem, wie zu allen installierten Anwendungen und Spielen. Anwendungen und Verknüpfungen können der Übersicht halber in Ordner sortiert werden. So kann man fast beliebig viele Icons auf das Display ziehen und an jeder beliebigen Stelle ablegen.

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Das eigentliche Hauptmenü macht sich an der Unterseite des Screens klein und gerät so fast in Vergessenheit. Wer es dennoch braucht, kann es von unten nach oben, oder vertikal durch einen Fingerstreich „aufziehen“. Das Hauptmenü listet dabei alle installierte Anwendungen und Spiele hintereinander in alphabetischer Reihenfolge auf. Wer - wie ich - im Laufe der Zeit viele Programme installiert hat, verliert durch diese Listenansicht schnell die Übersicht. Ähnliche Erfahrung machen aber Nutzer eines Apple iPhone mit den dortigen zahlreichen Startbildschirmen (SpringBoards). So sind die drei Homescreens beim Magic eine gute Alternative zum Menü.

Anwendungen

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Bevor wir uns mit den Anwendungen des HTC Hero beschäftigen, sollten man sich zunächst einmal die System-Philosophie, wenn man sie so nennen mag, von Android™ vor Augen führen. Googles Credo lautet nämlich: "wir liefern das Grundgerüst, ihr liefert das schmückende Beiwerk". Die Zahl der mitgelieferten Anwendungen ist daher recht übersichtlich. Neben den üblichen PIM-Anwendungen, wie E-Mail Klient, Kalender und Kontakt- bzw. Aufgabenverwaltung ist aber z. B. auch ein Taschenrechner vorhanden. Die Weckfunktion hat sich in der Uhr versteckt.Viel mehr darf man dann aber nicht erwarten.

MagicMagic

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Andererseits hat man dem Magic das volle Programm von Google mit auf den Weg gegeben. YouTube, Google-Mail (mit Latitude) & Google-Maps gehören also auch zum Portfolio, weitere sinnvolle Programme muss man sich dann halt im Android™-Market zusammen suchen. Hier gibt es neben echten Perlen, wie zum Beispiel einem kostenlosen Programm für zeitgesteuerte Profile, auch eine Menge unnützer Software. Aber Apples AppStore macht es da auch nicht besser.

Magic

Im Market werden Anwendungen vorab grundsätzlich nicht übergeprüft, dies bleibt dem Nutzer überlassen. Eine spezielle Meldefunktion weist Google dann auf sogenannte "Malware" hin. Das hat den Vorteil, dass eine Anwendung innerhalb von 6-8 Stunden im Market verfügbar ist. Apple braucht hierfür 6-8 Wochen!

Aber zurück zum HTC Hero. Auf Anrufe reagiert es sowohl durch Vibration, als auch durch gleichzeitiges Klingeln und Vibrieren oder aber eben nur mit dem Klingelton. Die Systemsounds sind zwar änderbar, allerdings nicht wirklich intuitiv.

MagicMagic

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Auf Wunsch wird auch ein Bild des Kontaktes abgespeichert und bei einem Anruf als Bild angezeigt. Kontakte lassen sich durch Eingabe der entsprechenden Buchstabens suchen. Die Suche kann auch auf die SIM-Kontakte begrenzt werden. Der Übersichtlichkeit halber unterteilt man seine vorhandenen Kontakte dann auch gleich in Gruppen. Bei den Kontaktfeldern sind zahlreiche zusätzliche Informationsdetails möglich (Festnetz und Mobilnummer, E-Mail, Anruferbild, etc.) Zusätzliche Felder kann man beim Magic manuell hinzufügen. So sind zum Beispiel auch Notizen zu einem Kontakt möglich. Im Telefonbuch findet man auch das Telefonprotokoll, in dem eingehende und ausgehende Anrufe verzeichnet werden. Ein spezielles Feld für Geburtstage ist nicht vorgesehen. Diese kann man lediglich in den Notizen vermerken, dann aber ohne Synchronisationsmöglichkeit mit dem Kalender.

MagicMagic

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Stichwort Terminverwaltung, der Kalender bietet neben der üblichen Tages- auch noch eine Wochen- und Monatsansicht und informiert so auf einen Blick über anstehende Termine. Selbst eine Übersicht aller Termine wird angeboten. Wer regelmäßig den gleichen Termin wahrnehmen muss, für den hat Google auch eine Wiederholungsfunktion vorgesehen. Terminüberschneidungen werden bei der Eingabe aber nicht angemahnt. Hier vertraut das HTC Hero wohl der Übersicht seines Herrn und Meisters. In der Wochen- und Monatsübersicht wird die Termindauer durch entsprechend lange grüne Balken dargestellt. Über eine Sprachwahl oder gar Sprachsteuerung verfügt das Magic nicht. Auch mit Java kann das Magic ab Werk nichts anfangen, aber auch hier gibt es im Android™-Market einen passenden Interpreter namens JAVA/J2ME Runner. Es sei aber angemerkt, dass dort nicht alle Programme mit der neuen Betriebssystemversion 1.5 etwas anfangen können. Speziell die Programme, die bei Eingaben noch eine echte Tastatur erwarten, kommen mit der virtuellen Variante des Magics (noch) nicht klar. Das ist aber nur eine Frage der Zeit.

Unterhaltung

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Der Musicplayer des Magics folgt optisch dem aktuellen Trend. In der linken oberen Ecke wird dabei ein Coverart dargestellt, rechts daneben befinden sich die drei Tasten für die Shufflefunktion. Die drei virtuellen Buttons zur Player-Steuerung befinden sich in der unteren Hälfte. Der Sound klingt in Verbindung mit dem mitgelieferten Stereo-Headset etwas dumpf. Ohne passenden 3,5 mm Klinkenadapter kann man zunächst keine höherwertige Pendants aus dem High-End Bereich anschließen. Legt man sich so einen Adapter zu (und das würde ich dringend empfehlen), so wird die Klangqualität deutlich angehoben und kann so auch mit MP3-Playern aus dem gehobenen Mittelklassesegment mithalten. Ich habe hierzu den HTC YC-A300 genutzt, denn damit kann man mehrere Kopfhörer sowie das Ladekabel gleichzeitig betreiben.

Um die maximale Soundqualität des Magics testen zu können, habe ich neben meinem Referenzkopfhörer, dem iGrado von Grado, auch noch den weit verbreiteten und überaus günstigen Koss Porta Pro, einen Sennheiser CX300 sowie den EP 630 von Creative Labs eingesetzt. Die von HTC entwickelten weißen Kopfhörer sehen zwar trendy aus und sind auch gut für Gespräche geeignet, bieten aber keine wirklich guten Soundgenuss.

CX300 CX300 CX300 CX300

iGrado von Grado
(C) Grado

Koss Porta Pro
(C) Koss
Sennheiser CX300
(C) Sennheiser
Creative Labs EP630
(C) Creative Labs

Der iGrado fordert bekanntlich ein sehr hohes Eingangssignal um in Wallung zum kommen. Erstaunlicherweise reicht die maximale Lautstärke des HTC Hero so gerade aus, um die recht großen Wandler des iGrado in ausreichende Schwingungen zu versetzen. Da das Ausgangssignal des Magics aber gerade im Bassbereich sehr früh abfällt, ist der iGrado keinesfalls der richtige Partner.

Der kleine Koss Porta Pro spielt mit dem Magic schon deutlich besser zusammen, kappt aber die Höhen zu früh. Der Sennheiser CX300 ist für einen InEar eine gute Alternative, verstärkt den Bassbereich in meinen Ohren aber noch nicht ausreichend. Jetzt kommt der Creative Labs EP 630 isn Spiel und kann seinen Trumpf ausspielen. Endlich präsentiert auch das Magic den Ohren ein paar Bässe. Leider geht das dann zu Lasten der Höhen und die Mitten werden etwas in die Breite gezogen. Für einen Kopfhörer, der bei Amazon knapp 18 € kostet, bietet der Creative Labs EP 630 aber dennoch ein unglaubliches Preis- Leistungsverhältnis und stellt damit in meinen Ohren die optimale Alternative zum mitgelieferten Stereo-Headset dar. Grundsätzlich bietet das Magic zwar auch das A2DP Bluetoothprofil an, so könnte man den Sound auch über Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie zum Beispiel dem Motorola S9, ausgeben. Aufgrund des damit einhergehenden erhöhten Stromverbrauchs ist das beim Magic aber nicht sehr ratsam. Unterschiedliche Equalizerpresets bietet der Musicplayer leider nicht an. Der Klang kann nicht mal ansatzweise mit dem Klassenprimus Nokia 5800 XM mithalten.

Folgende Alben aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop wurden - neben vielen anderen - zum Test genutzt. Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Ebenso wie der Song "Damn Those Eyes" von Kane, der einen sehr gute Dynamik aufweist. Sämtliche MP3 sind eigenhändig mit mindestens 256kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" codiert worden.

Sarah Brightman
(Symphony)
Assemblage23
(Storm)

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

The Corrs
(Talk on Corners)
iGrado
iGrado
iGrado
iGrado

Einen großen Funktionsumfang kann der Musikplayer im Magic nicht vorweisen. Immerhin kann man seine Songs nach verschiedenen Kriterien, wie z. B. Interpreten, Alben, Titel sortieren.

Magic

Wer es abwechslungsreicher mag, kann seine Songs in zufälliger Reihenfolge abspielen oder aber eben in einer Schleife vor sich hindudeln lassen. Über Wiedergabelisten verwandelt man das Magic zu einer recht passablen Musikbox. Dann sollte man aber den Touchscreen sperren. Durch die Multitaskingunterstützung kann man seine Songs auch im Hintergrund weiter laufen lassen und nebenher noch andere Aufgaben erledigen. Ein Radio liefert das HTC Hero leider nicht. Im Android™-Market gibt es in Form des Internetradios passenden Ersatz, zumindest wenn man über eine Datenflatrate verfügt.

Magic

Videos machen auf dem 3,2-Zoll-Display richtig Spaß, werden aber ab einer Größe von mehr als 480 x 360 Pixel nur noch ruckelnd abgespielt. Für Spielernaturen liefert der Market ebenfalls eine Vielzahl von Spielen, teilweise aber nur als Test- oder Lite-Version.

Klang

Obwohl das Magic nur über einen rückseitig verbauten Lautsprecher verfügt, ist die maximale Lautstärke des Musicplayers ausreichend, um am Arbeitsplatz (sofern dieser nicht gerade auf einer Baustelle liegt) problemlos als MP3-Player-Ersatz herzuhalten. Gespräche über die eingebaute Freisprecheinrichtung sind akustisch ebenfalls kein Problem. Während eines normalen Gesprächs werden die Stimmen zwar etwas dumpf und gelegentlich auch mit einem Echo wieder gegeben, als störend wurde das von mir aber nicht empfunden. Ein Hintergrundrauschen ist zwar wahrnehmbar, beeibflußt die Qualität der Gesprächsübertragung aber nur sehr wenig. Die zahlreichen Klingel- und Signaltöne sind eher dezent. Wer sie nicht mag kann zumindest die werksseitigen Klingeltöne durch eigene MP3 ersetzen. Die Signaltöne lassen sich ab Werk nicht sonderlich weit personalisieren, dazu muss man wieder mal auf dem Market zurückgreifen, frei nach dem Motto "Gibt es da nix von Ratio....".

Connectivity (Internet/E-Mail/GPS)

Das HTC Hero wird von HTC mit Quad-Band (GSM 850/900/1800/1900-Netze) und einer Unterstützung für UMTS samt HSDPA und WLAN ins Rennen geworfen. Der integrierte Browser unterstützt dabei alle gängigen Standards (HTML, XHTML, WAP) und kann HTML Seiten so anzeigen, wie man sie vom Desktop her kennt.

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Von der Geschwindigkeit her steht der dem iPhone in nichts nach. Das ist allerdings auch kein echtes Wunder, beide basieren auf dem gleichen Grundgerüst namens Webkit. Da sich das Magic offiziell (aus lizenzrechtlichen Gründen) nicht über Multitouch steuern lässt, hat Google zum Vergrößern eine Bildschirmlupe vorgesehen.

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Im Gegensatz zum G1 dreht sich der Browserinhalt beim aktuellen Release von Android™ automatisch mit dem Magic mit. Standards, wie Lesezeichenverwaltung, ein Zoom über "+" und "-" Symbole beherrscht auch der Browser beim Magic.

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Das Thema E-Mail ist nicht wirklich eine Stärke vom Magic, zumindest dann nicht, wenn man auf ein Google-Mail-Konto verzichten will oder muss. Das HTC Hero liefert dann nämlich keine Pushmails aus. Wer die E-Maildienste von anderen Anbietern nutzen möchte, dem bleibt nur das manuelle Einsammeln über IMAP oder POP. Immerhin kann man das Intervall auf 5 Minuten reduzieren. Eine Anbindung an Exchange-Server ist ab Werk nicht vorgesehen, die Lösungen von Drittanbietern sind in meinen Augen eher unbefriedigend und zudem noch kostspielig.

Man sollte sich aber in Gedächtnis rufen, dass das Magic auch nicht auf Businessuser mit Exchange-Konten abzielt. Für Freunde "ungepflegter" Kommunikation gibt es dank "Google Talk" sogar einen Instant Messager. Durch die Bildschirmtastatur ist das Magic nicht wirklich für die aktive Kommunikation gerüstet. Wer seine Kontakte, Kalender und E-Mails über Google verwaltet, findet im Magic ein perfektes Werkzeug. Das Google-Handy ist ständig online, um Kontakte, E-Mails und Nachrichten aktuell zu halten. Ein Graus für Datenschützer, auch wenn Google behauptet, die Daten nicht für eigene Zwecke zu nutzen. Ohne den passenden Datentarif kann es daher teuer werden. Daher wird das Magic auch nur über einen Operator, eben Vodafone angeboten. Noch eine Warnung am Rande, Microsoft Outlook wird nicht zum synchronisieren von Kontaktdaten unterstützt! Rein theoretisch ist das Magic in der Lage E-Mails mittels POP und IMAP zu verwalten. In der Praxis gibt es gerade mit IMAP gelegentlich Probleme. E-Mails, die mit HTML-Code verschönert wurden, kann das Magic problemlos darstellen.

Kamera/Video

Magic

Um es vorweg zu nehmen, selbst die Umsteiger vom Apple iPhone werden keine echte Freude an der Kamera des HTC Hero haben. Bietet sie zwar 3.2 Megapixel, verzichtet aber auf umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten.

MagicMagic

Was bleibt? Nun, man kann ein Foto machen, oder eben nicht. Da wird man doch gleich wieder an die neue Kunstform, den "Minimalismus aus Cupertino" erinnert. Auch die Kamera des Magics nutzt das große Display als Sucher. Wie bei einer echten Digicam wird es dann im Quermodus gehalten.

Wie sieht es mit der Qualität der Optik der eingebauten Kamera aus? Sagen wir es mal so: Schwamm drüber! Grundsätzlich ist zwar immer der Fotograf für die Qualität der Bilder verantwortlich. Die eingebaute Automatik macht für ein 3.2-Megapixel-Modell aber nur leidlich überzeugende Aufnahmen. Bei schlechter Beleuchtung wirken diese verwaschen, milchig und zu dunkel. An der Kunststoffabdeckung der Linse liegt es jedenfalls nicht. Weiße Flächen werden mit einem leichten Rotstich versehen. Dank des integrierten GPS-Empfängers werden die Bilder auf Wunsch aber mit den passenden Längen- und Breitengraden versehen, Geotagging nennt man das heutzutage. Insgesamt ein wenig überzeugendes Ergebnis, das Wasser auf die Mühlen der iPhone-Jünger gießt. Bei meinem Test wurden die Bilder während des Speichervorgangs zerstört, daher mußte ich alle Aufnahmen wiederholen.

Akkulaufzeit

Liebe Besitzer eines Apple iPhone 3G auch in dieser Diziplin bildet euer geliebtes Mobiltelefon nicht allein das Schlusslicht! Im direkten Vergleich ist die Kraftzelle des Magics keinen Deut besser. Im normalen Betrieb (30 Minuten telefonieren, 20 Push-Mails, 90 Minuten MP3, ein paar Fotos) hält der Akku mit immerhin 1340 mAh etwa 10 Stunden! Schaltet man das UMTS ab, verlängert sich die Akkulaufzeit auf knapp 12 Stunden. Ein dauerhaft eingeschaltetes GPS/WLAN hat auf die Akkulaufzeit keinen Einfluss, zumindest dann nicht, wenn das Magic sich im Standby-Modus befindet. Als Internetradio (im Market verfügbar) macht das Magic bei konstanter 3G-Verbindung und abgeschaltetem Display nach knapp 6 Stunden schlapp. Surft man per WLAN, so reicht es für immerhin 5 1/2 Stunden Onlinevergnügen. Intensivnutzer mit Telefonitis werden ihr Schmuckstück daher täglich laden müssen. Normalnutzer wird das Magic aber einen ganzen Arbeitstag begleiten, bevor die Kraftzelle nach Strom aus der Steckdose lechzt. Das ist nicht wirklich viel, aber immerhin besser als beim T-Mobile G1 oder dem iPhone 3G. Seine Bedürftigkeit signalisiert der Akku übrigens durch eine kleine, rot blinkende LED, die sich rechts neben dem Lautsprecher befindet. Während des Ladevorgangs leuchtet sie dann orange.

Videotestbericht

Fazit

Autor

Der wirklich gute kapazitive Touchscreen ermöglicht in Verbindung mit dem etwas nervösen Trackball schon nach kurzer Eingewöhnung eine sichere und flotte Bedienung. Die virtuelle QWERTZ-Tastatur wird Vielschreiber zwar nicht umwerfen, für eine gelegentliche SMS oder E-Mail ist sie aber völlig ausreichend. Dank des Android™ Market hat man Zugriff auf eine nahezu unerschöpfliche Zahl von sinnvollen aber auch sinnfreien Spielen und Programmen. Das eingebaute GPS kann neben Geotagging auch als kleine Navigationshilfe genutzt werden. Die Qualität der 3,2-Megapixel-Kamera reicht für Schnappschüsse aus. Eine Stärke des HTC Hero ist sicherlich der hervorragende Browser, er wird nur noch vom Apple iPhone aufgrund des Multitouchs übertroffen. Die Akkulaufzeit hat hingegen immer noch nichts mit Magie zu tun. Der Ratschlag, UMTS abzuschalten ist in meinen Augen keine Option, zu sehr ist das Magic von einer bestehenden Internetverbindung abhängig. Allen "Android" Interessierten würde ich zu einem Blick auf das kommende Samsung i7500 raten.

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