Samsung Omnia II I8000


Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 04.12.2009 08:40h
Punkte   (7 von 10)
Testbericht Samsung Omnia 2 I8000 von mobile-reviews.de
Hersteller:

Samsung
Modell:

Omnia II
Bezugsmöglichkeit:

Omnia II

Revision: 02.12.2009

Mit dem Omnia II stellt Samsung den Nachfolger des knapp 12 Monate alten Omnia vor. Beim Omnia II handelt es sich um das erste Smartphones auf Basis von Windows Mobile® Professional. Zusätzlich nutzen die Designer aber die vom Samsung Jèt S8000 bekannte TouchWiz-Oberfläche mit den zahlreichen Widgets. Das Samsung Omnia II bietet 8 GB  internen Speicher, eine zusätzliche Speichererweiterung ist damit nicht unbedingt nötig, aber über micro-SDHC-Karten möglich. Dank der Unterstützung für den Datenturbo HSDPA sowie WLAN ist man auch unterwegs schnell im Internet unterwegs.  Dank Windows Mobile hat man alle wichtigen Office-Anwendungen immer mit dabei.  Die Multimedia-Fans unter uns werden sich über die 5-Megapixel-Kamera, einen MP3- und  DivX-Videoplayer sowie über die vorinstallierten 3D-Spiele freuen. Das Auge des Betrachters erfreut das Omnia II dabei mit einem 3,7-Zoll großen AMOLED-Touchscreen der aber nur 65536 Farben darstellen kann, dafür aber mit 480 x 800 Pixel auflöst! Wie sich das knapp 420 Euro teure Smartphone im Büroalltag geschlagen hat, können Sie im folgenden Testbericht nachlesen.

Design

Testbericht HD2
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Mehr Bilder vom Samsung Omnia II gibt es hier.

Ein Blick auf die Abmessungen von 118 x 60 x 12 mm und es wird einem schnell klar, dass es sich beim Omnia II nicht unbedingt um ein kleines Smartphone handelt. Tatsächlich ist es auch kaum größer als ein iPhone 3GS. Das schlanke Design steht dem Omnia II ausgesprochen gut und vermittelt einen edlen und wertigen Eindruck. Mit seinen knapp 128 Gramm ist es zumindest nicht sonderlich schwer. Optisch erinnert es sofort an das Jét S8000 aus eigenem Hause. Sozusagen der Zwilling mit Windows Mobile. Produktrecycling auf hohem Niveau. Das komplette Gerät ist dabei aus Kunststoff gefertigt, so erklärt sich auch das recht geringe Gewicht. Die Gehäuserückseite besteht nur aus einem hochglänzenden Akkudeckel der zudem Kratzern gegenüber recht anfällig ist. Auch die Displayabdeckung besteht nur aus Kunststoff. Während des Testzeitraums von knapp 4 Wochen hat es einige recht unschöne Kratzer hinnehmen müssen. Das Material ist in meinen Augen zu weich. Die Linse der 5-Megapixel-Kamera ist tritt leicht aus dem Gehäuse hervor.

Vergleich (Apple iPhone 3GS, HTC HD2, BlackBerry Curve 8520, HTC Touch Pro 2, LG GM750)

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Technik

Unter der Haube des Omnia II werkelt das neue Microsofts Windows Mobile® 6.5 Professional. Trotzdem hat sich Samsung beim Omnia II sehr große Mühe gegeben, die neue Benutzeroberfläche durch eine Eigenentwicklung zu ersetzen. Daher kommt sowohl die vom Jèt S8000 bekannte TouchWiz-Oberfläche mit den zahlreichen Widgets als auch diverse Eigenentwicklungen, wie ein spezieller Kalender und Musicplayer zum Einsatz. Das Ergebnis der Bemühungen sieht man auf den ersten Blick.

Der 3,7-Zoll-Touchscreen des Omnia II ist größer als bei den üblichen Smartphones mit Windows Mobile. Grafiken und Animationen werden auf dem Display dabei mit 480 x 800 Pixel bei 65536 Farben dargestellt. Die 5-Megapixel-Kamera verfügt über einen Autofokus sowie über ein recht leuchtstarkes Fotolicht in Form zweier LED. Durch den vorinstallierten Internet Browser (Opera 9.5) surft man wie auf einem PC. Microsofts "Office Mobile" sorgt unterwegs für den Zugriff auf Word, Excel und Powerpoint-Dateien. Kommunikationsseitig bietet der Omnia II neben Bluetooth 2.0 samt A2DP (Stereo Audio über Bluetooth) noch USB 2.0 und Wireless LAN (802.11g). Durch seine Quadband-Unterstützung ist er nahezu weltweit nutzbar. Dabei wird der Datentransfer durch HSDPA auf maximal 7,2 Mbit/s beschleunigt. Eingaben erledigt man über die im Querformat großzügig dimensionierte Bildschirmtastatur. Programme und Daten legt der Omnia II im 256 MB umfassenden RAM bzw. im 512 MB großen ROM ab. Zusätzlich bietet das von mir getestete Omnia II 8GB Speicher für Multimediadaten an, dieser lässt sich problemlos mit Micro-SD-Speicherkarten erweitern. Für ausreichend Geschwindigkeit sorgt die mit 800 MHz getaktete CPU von Samsung.

Prozessor Samsung ARM 1176 S3C6410 800 MHz
Betriebssystem Windows Mobile® 6.5 Professional
Speicher ROM: 512 MB, RAM: 448 MB, 8GB Festspeicher
Abmessungen 120 x 60 x 12 mm, 128 g
Display 3,7''-TFT-AMLOED Touchscreen, 480 x 800 Pixel Auflösung
Netz HSDPA/WCDMA und Quadband GSM/GPRS/EDGE
Konnektivität GPS, Bluetooth® 2.0 mit EDR und A2DP für kabellose Stereo-Headsets
Wi-Fi®: IEEE 802.11 b/g, Micro-USB™
Multimedia 5.0 Megapixel-Farbkamera mit Autofokus

Lieferumfang

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Die Verpackung des Omnia II ist eher schlicht und einfach gehalten. Dafür kommt aber auch ein recht umfangreicher Lieferumfang zum Vorschein. Dabei sorgt der Akku mit seinen 1440 mAh für ausreichend Ausdauer. Das mitgelieferte inear-Stereo-Headset dient nicht nur zur Kommunikation, sondern auch zur sitznachbarfreundlichen Beschallung. Ein Netzladegerät, ein USB-Datenkabel, mehrere Kurzanleitungen sowie Garantiekarten und CD-ROMs mit Bedienungsanleitung und Zusatzsoftware vervollständigen das Paket. Eine microSD-Speicherkarte gehört beim Omnia II nicht zum Lieferumfang.

Verarbeitung/Haptik

Die Verarbeitung des neuen Omnia II ist sehr gut. Die Anmutung auf den ersten Blick aber nicht optimal. Es klappert zwar nix, aber der verwendete Kunststoff ist sehr weich, so dass es schon nach kurzer Zeit zu Kratzern kommt. Die Tasten und Anschlüsse sind gut ins Gehäuse integriert, die Displayabdeckung aus Kunststoff zerkratzt allerdings recht schnell. Der Micro-USB-Anschluss an der Oberseite ist durch einen Verschluss gegen Staub und Feuchtigkeit geschützt.

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An der linken Außenseite befindet sich nur ein Wippschalter zur Lautstärkeregelung. Der Lautsprecher hat auf der Rückseite Platz gefunden, legt man den Omnia II also auf die Rückseite wird der klang des Musicplayer deutlich gedämpft. An der Oberseite findet man den Anschluss für das Lade-/Datenkabel sowie ein Buchse für handelsübliche Kopfhörer mit 3,5 mm Klinkenanschluss. Gleichzeitig Musikhören (z. B. über das FM-Radio) und das Omnia II laden ist also kein Problem. Sehr löblich! Unterhalb des Displays befinden sich zwei echte Tasten sowie eine würfelförmige Navigationstaste. Die beiden Hörertaste dienen der Gesprächsannahme und zum Beenden eines Gesprächs. Der für Windows Mobile Smartphones obligatorischen Homekey (für den Startbildschirm) sowie die mit einem kleinen Pfeil gekennzeichnete "Zurück"-Taste ist auf die rechte Außenseite gewandert und teilt sich dort den Platz mit dem Kamerauslöser.

Texteingaben erfolgen über eine virtuelle QWERTZ-Tastatur mit mehreren verschiedenen Aufteilungen. Bei der QWERTZ-Variante sind die Tasten mehrfach belegt. Im Telefonmodus erscheint hingegen die übliche Zehnertastatur.

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Aufgrund des großen Displays kann man mit der virtuellen Tastatur auch wunderbar im Quermodus arbeiten, leider aber nicht in allen Anwendungen. Dann trifft man die nun deutlich größeren Tasten auch besser. Im Gegensatz zum iPhone muss man sie aber mittig anvisieren. Leute, die bereits seit längerem an die Tastatur des Produktes mit dem Apfel gewöhnt sind (so wie ich), müssen sich also erst umgewöhnen. Subjektiv kann ich auf dem iPhone 3GS schneller als auf dem Omnia II schreiben. Dafür bietet das Omnia II dank T9 auch die intelligentere Texterkennung. Die Vorschläge werden aber mitunter etwas langsam übernommen.

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Display

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Das Display ist bei mittelstarkem Lichteinfall und in geschlossenen Räumen sehr gut ablesbar. Die Grafiken und Texte kann es in einer Auflösung von 800 x 480 Pixel bei 65.536 Farben darstellen. Bei direkter Sonneneinstrahlung leidet die Ablesbarkeit - wie bei fast allen Smartphones - etwas. Die maximal mögliche Displayhelligkeit muss sich dann dem wesentlich stärkeren Sonnenlicht geschlagen geben. Bei normalem Tageslicht ist das Display immer hell genug beleuchtet. Im Energiesparmodus schaltet es sich komplett ab, das spart Strom und der Akku hält länger. Der Touchscreen reagiert resistiv und benötigt leichten Druck. Dadurch reagiert er nicht so präzise und leicht, wie z. B. beim HTC HD2 oder dem Apple iPhone.

Inbetriebnahme

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der Akkudeckel muss mit den Fingernägeln abgezogen werden. Akku und SIM-Karte einlegen und wer mag auch noch eine microSD-Speicherkarte, schon kann es losgehen. Zum Wechsel der Speicherkarte muss man erst den Akkudeckel entfernen. Der Omnia II wird dann durch leichten Druck auf die Gespräch-Beenden-Taste gestartet. Windows Mobile 6.5 genehmigt sich dann - wie sein Vorgänger - einen kurzen Bootvorgang. Nach der Ersteinrichtung ist das Gerät aber beim Start sehr schnell einsatzbereit.

Samsung TouchWiz

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Samsung setzt beim Omnia II eine ähnliche Oberfläche wie z. B. beim F480 ein. Auf den drei Startbildschirmen kann man unterschiedliche Funktionen, sogenannte Widgets ablegen und wieder verschwinden lassen. Hervorzaubern lassen sich unter anderen Uhren (Digital/Analog), eine Foto-Slideshow, der Musicplayer, das UKW Radio und sogar Nachrichtendienste Und Social Networks wie CNN, Facebook und YouTube. Für diejenigen unter Ihnen, die das Wetter nicht selbst testen wollen, gibt es dafür ebenfalls eine passende Anwendung. Mit Hilfe der Widgets hat man so die wichtigsten Funktionen und Informationen schnell zur Hand. Einfach das Widget mit der gewünschten Anwendung per drag & drop auf den Bildschirm ziehen, berühren und schwups geht es los. Dabei kann man fast beliebig viele der kleinen Helferlein auf die drei Startbildschirme ablegen.

Menü/Funktionen

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Berührt man das Windowssymbol, so kommt das mit Windows Mobile 6.5 eingeführte Startmenü zum Vorschein. Dabeu wurden die Icons sowohl grafisch ansprechend, als auch ausreichend groß gestaltet. Diese neue Listenansicht ist in meinen Augen aber eher unübersichtlich.

PIM/Office

Das das Omnia II mit Windows Mobile betrieben wird, hat man Zugriff auf eine Vielzahl an hilfreichen Programmen. Neben normalen Anwendungen, wie Wecker, Rechner und Datei-Explorer gehören auch eine Aufgaben-, Kontakt- und Notizenverwaltung sowie ein Kalender zum Funktionsumfang. Das sehr nützliche "OneNoteMobile" ermöglicht Notizen mit Grafiken und Audiokommentaren, so wird aus dem schnöden Einkaufszettel schnell ein multimediales Kunstwerk. Natürlich dürfen auch die passenden Office-Anwendungen (Excel Mobile, Word Mobile, Powerpoint Mobile) nicht fehlen. Excel- und Word-Dateien kann man so anzeigen, aber auch verändern. Powerpoint- sowie PDF-Dateien kann man dagegen nur lesen.

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Die Änderungen in Mobile Word bzw. Excel sind klein aber fein. So beherrschen sie nun auch Hervorhebungen wie beispielsweise Fettschrift oder Kursivschrift. Insgesamt wurden die Funktionen des mobilen Officepaketes in Windows Mobile 6.5 optisch an Vista angelehnt.

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Der Speicher für die Kontaktdatenbank wird dynamisch verwaltet und kann daher eine Vielzahl von Einträgen aufnehmen. Hierbei wird auf Wunsch auch ein Bild des Kontaktes abgespeichert und bei einem Anruf als "Vollbild" angezeigt. Kontakte lassen sich durch Eingabe der entsprechenden Buchstabens suchen und nach einer Vielzahl von Kriterien sortieren und filtern. In den einzelnen Kontakten kann man nahezu alle möglichen Informationsdetails eintragen (z. B. Name, Mobiltelefon, Privatnummer, Büronummer, Fax, E-Mail, Rufton sowie eine persönliche Notiz). Der SMS-Verlauf wird in Form einer Chat-Session dargestellt. Natürlich zeigt die SMS-Anwendung die Anzahl der bereits verbrauchten Zeichen an. Vielschreiber können auch mehrere davon verketten.

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Der optisch ansprechend gestaltete Kalender stellt Termine übersichtlich in einer Wochen- und Tagesansicht dar. Bestehende Einträge werden durch ein kleines blaues Dreieck markiert. Der aktuelle Termin wird auf dem Startbildschirm per Popup angezeigt. Zu jedem Termin lässt sich eine Notiz eingeben. Auch wiederkehrende Termine stellen das Omnia II nicht vor Probleme. Für Fans des alten "Outlook"-ähnlichen Kalenders von Windows Mobile kann Entwarnung gegeben werden: man kann ihn immer noch über das neue Startmenü auswählen.

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Der "alte" Kalender stellt Termine sehr übersichtlich in einer Jahres-, Wochen-, Monats- sowie Tagesansicht dar. Auf anstehende Einträge wird aber auch hier nur durch ein kleines Symbol hingewiesen. Eine Kurzübersicht in Form eines kleinen Popup gibt es auch nicht. Zu jedem Termin kann sich eine Notiz hinterlegt werden. Auch wiederkehrende Termine stellen das Omnia II nicht vor Probleme. In der Wochen- und Tagesübersicht werden Termine durch einen Balken dargestellt. Auch Aufgaben kann man auf Wunsch in bestimmten Intervallen wiederholen lassen und mit Notizen ergänzen. Im Gegensatz zu den Terminen werden sie aber nicht im Kalender angezeigt.

Unterhaltung/Spiele

Der Bereich Unterhaltung und Spiele ist bei Geräten mit Windows Mobile traditionsgemäß zwar eher unterbesetzt. Mit den Windows-Klassikern "BubbleBreaker" und "Solitär" lockt man heutzutage nämlich niemanden mehr hinterm Ofen hervor. Immerhin hat das grafisch recht ansprechende Rennspiel "Asphalt 4" den Weg ins Smartphone gefunden. Das recht gute "Crayon Physics" macht hingegen exzessiv vom Lagesensor Gebrauch, um Objekte physikalisch realistisch zu bewegen.

Das Omnia II kann auch Java-Anwendungen und Spiele verarbeiten. Auf dem freien Markt gibt es aber eine riesige Menge an Spielen und Programmen, sowohl als Free- und Shareware, als auch als Vollpreisvariante. Gute Anlaufstellen für derartige Software sind z. B. die Seiten von pocketland.de oder handango.de. Dann kann man sogar einen waschechten C64 wieder zum Leben erwecken, ein C64-Emulator macht es möglich. Man sollte auf die Kompatibilität mit der recht hohen Displayauflösung achten. Bei den XDA-Developern gibt es hierzu einen kleinen Patch.

Navigation/GPS

Das Omnia II ist mit einer internen GPS-Antenne ausgestattet. In Verbindung mit einem passenden Navigationsprogramm könnte man es daher gut zur Navigation nutzen. Neben Google Maps hat Samsung es allerdings versäumt, wenigstens die Testversion eines passenden Navigationssoftware zu installieren.

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Immerhin kann man über Google Maps den aktuellen Standort über die Celltower-Triangulation bzw. das integrierte GPS ermitteln. Danach aktualisiert sich die Position während der Bewegung. Das Kartenmaterial wird freilich direkt aus dem Internet auf den Omnia II übertragen. Wer keinen günstigen Datentarif sein Eigen nennt sollte daher aufpassen. Eine Art von Fußgängernavigation in Form einer Online-Stadtkarte ist somit problemlos und relativ genau möglich. Alternativ kann man die Satellitenbahnen vorab über die "Quick-GPS" genannte Anwendung auf seinen Omnia II runter laden. Das verursacht neben dem reinen Datentransfer keine weiteren Kosten. So dauert der Satfix nur ein paar Sekunden.

Musik

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Der Musicplayer des Omnia II ist optisch ein wenig schlicht, dafür aber auch sehr gut bedienbar. Auf dem Display werden neben dem "Album Art" auch der Trackname sowie der Interpret angezeigt. Um die maximale Soundqualität des Omnia II testen zu können, habe ich neben meinem Referenzkopfhörer, dem iGrado von Grado, auch noch den weit verbreiteten und überaus günstigen Koss Porta Pro, einen Sennheiser CX300 sowie den EP 630 von Creative Labs eingesetzt.

CX300 CX300 CX300 CX300

iGrado von Grado
(C) Grado

Koss Porta Pro
(C) Koss
Sennheiser CX300
(C) Sennheiser
Creative Labs EP630
(C) Creative Labs

Der iGrado fordert ein sehr hohes Eingangssignal um in Wallung zum kommen. Die maximale Lautstärke reicht beim Omnia II zwar aus, das Ausgangssignal ist aber nicht hochwertig genug, so dass der iGrado nicht der richtige Partner ist.

Der kleine Koss Porta Pro spielt mit dem Omnia II deutlich besser zusammen, kappt die Höhen aber auch etwas früh. Der Sennheiser CX300 ist genauso so wie der Creative Labs EP 630 für einen InEar eine gute Alternative. So liefert auch das Omnia II genügend Bass. Leider auch hier zu Lasten der Höhen, die Mitten werden in die Breite gezogen. Durch das passende Equalizer-Preset des Audio-Verstärkers kann man dieses Manko aber gut ausgleichen, da dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Grundsätzlich unterstützt das Samsung Omnia II auch A2DP und AVRCP. Somit kann man den Sound auch über Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie zum Beispiel dem Motorola S9 ausgeben. Insgesamt klingt der MP3-Player nicht so klar und bassstark wie z. B. beim Nokia 5800 XM oder Samsung BeatDJ.

Folgende Alben aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop wurden - neben vielen anderen - zum Test genutzt. Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Ebenso wie der Song "Damn Those Eyes" von Kane, der einen sehr gute Dynamik aufweist. Sämtliche MP3 sind eigenhändig mit mindestens 256kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" codiert worden.

Sarah Brightman
(Symphony)
Assemblage23
(Storm)

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

The Corrs
(Talk on Corners)
iGrado
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iGrado
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Songs kann man nach einer Vielzahl an Kriterien sortieren. Neben einer Sortierung nach Interpreten, kann man sich auch nur die Alben oder Genres anzeigen lassen..

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Durch die Multitasking-Unterstützung kann man seine Songs auch im Hintergrund weiter laufen lassen und nebenher noch andere Aufgaben erledigen. Wer es abwechslungsreicher mag, spielt seine Songs in zufälliger Reihenfolge ab. Ohrwürmer kann man über die Wiederholfunktion in einer Endlosschleife genießen. Auch an ein FM-Radio wurde beim Omnia II gedacht. So stehen fünfzig Senderspeicher zur Verfügung. Dank RDS zeigt das Radio auch den aktuellen Sendernamen an, mehr aber auch nicht. Zum Betrieb muss zwingend ein Headset angeschlossen werden, obwohl man den Sound dann auch über den internen Lautsprecher ausgeben lassen kann.

Der Media Player ähnelt optisch dem MP3-Player. Dabei werden die Videos auch im Querformat, im Vollbildmodus dargestellt. Das macht auf dem 3,7-Zoll-Display wirklich Spaß. Das Omnia II kann Videos in voller Displayauflösung abspielen, entweder im MP4-Format oder sogar im DivX/XViD-Format.

Klang

Die Gesprächspartner klingen zwar recht klar, aber trotzdem nicht optimal. Die Kommunikationsfähigkeit des Omnia II ist somit eher "befriedigend". Durch die Geräuschunterdrückung kommen zwar keine Hallgeräusche auf, die Gespräche klingen aber leicht "abgehackt". Solange die Umgebungslautstärke nicht zu hoch ist, ist eine problemlose Kommunikation möglich. Die Freisprecheinrichtung ist wohl nur für den Notfall gedacht, den der Lautsprecher übersteuert schnell. Obwohl das Omnia II nur über einen einzigen Lautsprecher auf der Rückseite verfügt, ist die maximale Lautstärke ausreichend, um am Arbeitsplatz als mobile Jukebox zu dienen. Die vorinstallierten Klingeltöne sind zwar langweilig aber zweckmäßig. Die maximale Lautstärke ist nur dann ausreichend, wenn man den im Musicplayer und FM-Radio versteckten Lautstärkeregler nutzt. Die Systemlautstärke ist nämlich recht niedrig.

Connectivity

Da es sich beim Omnia II um ein Windows Mobile Smartphone handelt, klappt die Synchronisation mit Outlook (Telefonbuch, Aufgaben, Kalendereinträge und Notizen) einwandfrei. Ebenfalls wenig überraschend dauert sie bei einer Vielzahl an Kontakten auch etwas länger. Die knapp 1.000 Kontakte synchronisierte das Omnia II über USB in etwa 2 Minuten. Über Bluetooth dauerte der Vorgang unwesentlich länger. Neben dem Headset Profil, bietet der Omnia II auch noch HFP (Hands-Free) und SAP (SIM Access Profile).

Mit einem geeigneten Bluetooth-Headset (z. B. dem Motorola S9) steht durch A2DP (Advanced Audio Distribution) und AVRCP (Audio/Video Remote Control Profile) einem kabelfreien Musikgenuss nichts mehr im Wege. Der GSM/UMTS Empfang des Quadband-Gerätes ist gut. Hier braucht er sich nicht hinter anderen Smartphones zu verstecken. Die Empfangsqualität des WLAN-Empfänger ist selbst in meinem Altbau noch sehr gut. Auf dem Dachboden habe ich durch zwei dicke Stahlbetondecken noch ausreichend Empfang.

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Der neue Omnia II nutzt den Opera Mobile Browser in der Version 9.5. Dank HSDPA kann man auch in sehr angenehmer Geschwindigkeit surfen. Webseiten werden dabei 1:1 wieder gegeben. Surfen macht auf dem 3,7-Zoll-Display ordentlich Laune. Eine Webseite wird zunächst immer in der Gesamtübersicht geladen.

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Der Omnia II kann auch ohne Treiber als Wechselspeicher genutzt werden, den entsprechenden Eintrag bietet er beim Anschluss an den PC an. Die Übertragungsgeschwindigkeit per USB ist sehr schnell. Natürlich kann man dazu auch den Kurzstreckenfunk Bluetooth nutzen.

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Der eingebaute E-Mail Klient unterstützt POP und IMAP. Wer über keinen Push-Dienst verfügt kann seine E-Mails in unterschiedlichen Intervallen, von 5 Minuten bis einmal täglich, automatisch abholen lassen. E-Mail Push lässt sich über einen speziellen Serverdienst auf MS Exchange Basis realisieren, zieht dann aber ordentlich an den Reserven des Akkus. Ein Assistent hilft bei der Einrichtung unterschiedlicher Postfächern. Für die bekanntesten, wie Google, AOL und Yahoo! sind alle notwendigen Informationen gespeichert. Selbst an einen eigenen Ordner für Outlook-E-Mail wurde gedacht. HTML-formatierte E-Mails werden natürlich fehlerfrei angezeigt. Die neue Anwendung "MyPhone" von Microsoft ermöglicht sogar die Synchronisation mit Adressbüchern im Internet.

Kamera/Video

Die hohen Erwartungen, die man an die Qualität von Bildern der 5-Megapixel-Kameras knüpft, kann auch die recht kleine Linse auch beim Omnia II nicht erfüllen. Die Leuchtstärke der Doppel-LED kann hingegen voll überzeugen.

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Der Omnia II nutzt im Kameramodus das komplette Display als Sucher. Wie bei einer echten Digicam wird es dann im Quermodus gehalten. Die Kameraoptionen enthalten verschiedene, mehr oder weniger nützliche Einstellungsmöglichkeiten.

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Unterschiedlichen Weißabgleiche sowie Effekte nehmen Einfluss auf die Qualität sowie das Aussehen der Bilder.

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Die Bildauflösung kann in verschiedenen Stufen zwischen 2560x1920, 2560x1536, 2048x1536, 1600x1200, 800x480, 640x480 variiert werden. Selbst die Qualität der Bilder kann man wechseln. Aufgrund des Autofokus dauert die Speicherung eines Bildes etwa 2 Sekunden, ein wenig zu lang für echte Schnappschüsse. Der Start der Kamera nimmt dabei ebenfalls knapp zwei Sekunden in Anspruch.

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Verschiedene Szenemodi, wie Gegenlicht, Party, Strand und Co helfen dem Anfänger dabei, die richtigen Kameraeinstellungen zu finden. Bei guten Lichtverhältnissen ist Qualität der Bilder annehmbar. Die Schärfe ist leider recht gering, die Belichtungswerte stimmen aber in den allermeisten Fällen. Bei schlechteren Lichtverhältnissen hilft die Doppel-LED. Objekte bis zu einem Abstand von 2 Metern werden auch aus tiefer Dunkelheit erleuchtet. Nahaufnahmen gelingen dank des Autofokus recht ordentlich.

Die Qualität der Bilder ist nicht mit anderen 5-Megapixel-Kameras vergleichbar. Gerade von den Konkurrenzprodukten aus dem Hause Sony Ericsson ist man besseres gewohnt. Videos nimmt der Omnia II mit einer maximalen Auflösung von 720 x 480 Pixel auf. Als Codec kommt MP4 zum Einsatz. Auch hier stehen die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten der Kamera zur Verfügung. Natürlich unterstützt das Omnia II auch Geo-Tagging.

Akkulaufzeit

Der mitgelieferte 1440 mAh Akku ist fast schon ein kleines Kraftwerk und erledigt seine Aufgabe unter normalen Bedingungen (20 Minuten am Tag telefonieren, 90 Minuten Musik, ein paar Fotos und Videos sowie aktiviertem E-Mail-Push) knapp zwei Tage lang ohne Murren. Nutzt man das Omnia II aber als Navigationshilfe, so sollte man unbedingt an ein Auto-Ladekabel denken. Die maximale Gesprächszeit wird vom Hersteller mit nicht nachvollziehbaren 11,3 Stunden angegeben.

Videotest

Fazit

Autor

Die "Touch-Wiz" genannte Oberfläche des Omnia II kann grafisch überzeugen und ist trotzdem noch übersichtlich. Die Widgets sind dabei recht hilfreich. Die eher tief verschachtelten Menüs von Windows Mobile gehören damit der Vergangenheit an. Das Design, die gute Verarbeitung und das große Display sind die Stärken des Omnia II. Auch die Soundqualität kann überzeugen, zumindest dann, wenn man ein vernünftiges Headset einsetzt. Die Verarbeitungsgeschwindigkeit lässt allerdings oft zu Wünschen übrig, grundlegende Funktionen wie Displaysperre und Kamerastart dauern einfach zu lange. Die problemlose Synchronisation mit Firmennetzwerken und die umfangreiche Kontakt- und Aufgabenverwaltung entschädigen da zwar, das können andere Smartphones mit Windows Mobile aber auch.

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