LG P500 Optimus One


Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 21.02.2011 14:22h
Punkte   (7 von 10)
Testbericht LG P500 Optimus One von mobile-reviews.de
Hersteller:

LG
Modell:

BASE
Onlineshops:

Geizhals
Kamerabilder:

LG


Revision: 20.02.2011

Mit dem Optimus One bietet nun auch LG ein Einsteigerhandy an. Im Gegensatz zum BASE Lutea verfügt es aber nur über einen 3,2 Zoll großen HVGA-Touchscreen (480x320 Pixel). Trotz der Kunststoffscheibe reagiert der Screen kapazitiv auf Eingaben und unterstützt neben Multi-Touch auch pinch-to-zoom Gesten. Der Prozessor ist nur 600 Megahertz schnell. Angetrieben wird es mit Android 2.2 (Froyo). Die Kamera löst zwar nur mit 3-Megapixel auf, dafür bietet sie aber einen Autofokus und eine Gesichtserkennung per Software. Unterwegs ist man mit HSDPA mit bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde oder über WLAN b/g online. Der interne Speicher von etwa 140 MB kann mit microSD-Karten um bis zu 32 Gigabyte erweitert werden, eine 2 Gigabyte große Karte ist bereits im Lieferumfang enthalten. Wie sich das günstige Smartphone im Test geschlagen hat, lesen Sie am besten selbst.

Design/Haptik/Verarbeitung

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Mehr Bilder vom Smartphone gibt es hier.

Das LG Optimus One misst 114 x 59 x 14 mm klein, ist dafür aber etwa 130 Gramm schwer. Leider besteht das komplette Gehäuse nur aus Kunststoff. Immerhin ohne dabei "billig" zu wirken. Kanten sucht man bei Handys neuerdings ja vergeben und auch das Optimus One macht da keine Ausnahme. Die Front wird dabei mal wieder vom Touchscreen dominiert. Da das Optimus One auch keine vollwertige QWERTZ-TAststaur bietet kommt - neben den paar Tasten zur Steuerung - nur eine virtuelle Tastatur zum Einsatz. Die schreibende Zunft - und damit sind nicht die mitlesenden Journalisten gemeint, sollten daher wohl lieber einen Blick auf ein Smartphone mit echter Tastatur, wie dem HTC Desire Z werfen. Die Verarbeitung des Smartphones geht für einen unverbindliche Preisempfehlung von nur 249 Euro voll in Ordnung. Da aber ausschließlich Kunststoff zum Einsatz kommt, fühlt es sich nicht ganz so wertig an, wie beispielsweise das Nokia E7. Das mit einer gummiartigen Substanz beschichtete Kunststoffgehäuse verzeiht dafür aber auch Fettfinger. Das Display ist sauber in das Gehäuse integriert, scharfe Kanten sind nicht ertastbar. Knarzgeräusche kann man dem Optimus One nur unter hohem Druck auf den Akkudeckel entlocken. Die Verarbeitung bekommt von mir daher die Note "gut".

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Die Kameraoptik auf der Rückseite ist nicht so wirklich gut gegen Kratzer geschützt, dazu wurde sie nämlich nur leicht in den Akkudeckel eingelassen. Die Linsenabdeckung besteht selbstverständlich auch aus Kunststoff und verschmutzt zudem recht schnell. Die üblichen Fettfingerabdrücke auf der Linsenabdeckung können zu unansehnlichen Bildern führen. Beim täglichen Einsatz und insbesondere beim Browsen genehmigt sich der nur 600 MHz langsame Prozessor spürbare Gedenksekunden. Das merkt man auch dann, wenn man die sogenannten "Live" Hintergrundbilder von Android aktiviert. LG hat dem Optimus One Android 2.2 spendiert. LG hat das Betriebssystem mit einer dezenten Benutzeroberfläche verfeinert, diese kommt aber weder optisch noch funktionell gegen das HTC Sense an. Der kapazitiv reagierende Touchscreen wird von einer Kunststoffscheibe geschützt und erlaubt technisch bedingt keine Bedienung mit Fingernägeln oder normalen Handschuhen, versteht sich dafür aber auf Multi-Touch und pinch-to-zoom Gesten. Dabei werden Eingaben auf dem Touchscreen auf Wunsch von einem Ton bzw. durch ein haptisches Feedback begleitet.

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Android bietet auch auf dem LG Optimus One mehrere Tastaturlayouts in unterschiedlichen Anordnungen an. Neben der üblichen Zehnertastatur im Telefonmodus gibt es auch noch eine virtuelle QWERTZ-Variante im Querformat. Im Vertikalmodus sind die Tasten mehrfach belegt und in meinen Augen nur schlecht nutzbar. Dreht man das Smartphone aber ins Querformat, so wirken die virtuellen Drücker ausreichen groß und sind auch einfacher zu treffen.

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Die Bedienung geht dann trotzdem nicht so flott von der Hand wie zum Beispiele auf dem Apple iPhone oder HTC Desire. Die Texterkennung liefert dabei recht zuverlässige Ergebnisse. Vielschreiber werden mit der Bildschirmtastatur trotzdem nicht so gut klar kommen, echte Drücker sind einfach durch nichts zu ersetzen. Die haptische Rückkoppelung ist da eben nicht vergleichbar. Für SMS oder kürzere E-Mails reicht sie dennoch aus.

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Der Micro-USB-Anschluss an der Unterseite sorgt für die Verbindung zum PC und ermöglicht auch eine Stromversorgung. Die 3,5 Millimeter-Buchse für den Kopfhörer befindet sich auf der Oberseite, dort findet man auch den Ein-/Ausschalter. So kann man beim Radio-/MP3 hören das Optimus One auch gleichzeitig aufladen. Um die Speicherkarte zu wechseln - das Optimus One versteht sich auch mit 32GB microSD-Karten – muss man lediglich den recht dünnen Akkudeckel entfernen. Der Sicherungshebel für die Speicherkarte macht allerdings einen ziemlich wackeligen Eindruck, allzu oft würde ich die Karte daher nicht wechseln. Der Laut-/Leiseregler wurde mal wieder in das Gehäuse eingelassen und befindet sich auf der rechten Gehäuseseite. Einen Kameraauslöser wird man aber auch nach langer Suche nicht finden. Spontane Schnappschüsse sind daher eher dem Zufall überlassen, die Kamerasoftware startete nämlich erst nach ein paar Sekunden.

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Unterhalb des Touchscreens befinden sich insgesamt vier Tasten. Der mit einem Häuschen gekennzeichnete Drücker bringt den Standby-Screen zum Vorschein. Die linksseitig eingelassene Taste mit den zwei Quadraten löst kontextsensitive Funktionen aus. Die mit einem Pfeil gekennzeichnete Taste springt einen Menüpunkt zurück und löscht Eingaben. Beim Optimus One findet man zudem wieder eine geräteübergreifende Suchtaste, passenderwesie mit einem Lupensymbol markiert. Auf richtige Tasten zur Gesprächssteuerung hat LG beim Optimus One verzichtet. In schöner Android-Tradition kann man Gespräche nur über die virtuelle Tastatur abwickeln. Die vier Hardware-Tasten sind dabei ausreichend gross ausgefallen.

Größenvergleich (iPhone 4, BASE Lutea)

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Das LG Optimus One ist optisch betrachtet kaum kleiner als das BASE Lutea oder Apple iPhone 4.

Technik/Ausstattung

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Als Einsteigermodell bietet das LG Optimus One natürlich nur den üblichen Standard. Der kapazitive 3,2-Zoll-Touchscreen löst mit 320 x 480 Pixel auf und kann etwa 262.00 Farbkombinationen darstellen. Leider werden die Farben nicht so gut, wie beim BASE Lutea abgebildet. Insgesamt zeigt der Touchscreen einen leichten Gelbstich an. Pinch-to-zoom Gesten und Multitouch gehören aber auch beim Optimus One dazu. Die Kamera löst mit knapp 3-Megapixel auf. Ein Autofokus sowie eine Gesichtserkennungssoftware unterstützten beim scharfstellen, eine LED findet man aber nicht. Videos nimmt die Kamera nur in VGA-Auflösung auf. Neben einem Musikplayer bietet das Optimus One einen Videoplayer mit XViD/DivX Unterstützung. Auch an ein FM-Radio wurde gedacht. Da es nur Tri-Band (GSM 850/900/1800/1900) mit Unterstützung für den Datendienst HSDPA bietet, ist es nicht überall auf der Welt einsetzbar. Eine LED, die Auskunft über eingehende SMS, Nachrichten und verpasste Anrufe gibt hat das Optimus One ebenfalls nicht zu bieten.


HTC Wildfire BASE Lutea Samsung Galaxy 3 Optimus One
Display/Auflösung 3 Zoll, LCD, 240 x 320 Pixel 3,5 Zoll, LCD, 480 x 800 Pixel 3,2 Zoll, LCD, 240 x 400 Pixel 3,2 Zoll, LCD, 320 x 480 Pixel
Prozessor Qualcomm MSM7225, 527 Megahertz Qualcomm MSM7227, 600 Megahertz Samsung S5P6422, 667 Megahertz Qualcomm MSM7227, 600 Megahertz
Grafik        
Arbeitsspeicher 384 Megabyte 512 Megabyte 256 Megabyte 512 Megabyte
integrierter Speicher ./. ./. ./. ./.
Speicher erweiterbar microSD-Karten microSD-Karten microSD-Karten microSD-Karten
Funkunterstützung WLAN b,g / Bluetooth 2.1 EDR / GPS WLAN b,g / Bluetooth 2.0 EDR / GPS WLAN b,g,n / Bluetooth 201 EDR / GPS WLAN b,g / Bluetooth 2.0 EDR / GPS
Kamera 5 MP 5 MP 3,2 MP 3 MP
Betriebssystem Google Android 2.1 (Eclair) Google Android 2.1 (Eclair) Google Android 2.1 (Eclair) Google Android 2.2 (Frodo)
Multimedia-Unterstützung HTML HTML HTML HTML
Anschlüsse microUSB / 3,5-Millimeter-Klinkenstecker microUSB / 3,5-Millimeter-Klinkenstecker microUSB / 3,5-Millimeter-Klinkenstecker microUSB / 3,5-Millimeter-Klinkenstecker
Maße 107 x 60 x 12 mm, 118 Gramm 114 x 56 x 12 mm, 130 Gramm 114 x 55 x 12,9 mm, 109 Gramm 114 x 59 x 13 mm, 130 Gramm

Wer darauf angewiesen ist, kann sein Optimus One über Bluetooth (2.0) und WLAN b/g bzw. USB mit seinem PC oder Mac verbinden. Das Optimus One ist wieder "in seinen Rechten" beschnitten worden und wird ohne sogenannte "Root"-Rechte ausgeliefert. Das hat zur Folge, dass manche Programme nicht auf alle Funktionen und Dateimanager nicht auf das komplette Dateiverzeichnis zugreifen können. Da geht es den Benutzer von Android-basierten Smartphones ähnlich, wie den iPhone-Jüngern ohne Jailbreak. Wer unbedingt solche Rechte braucht, sollte sich einfach Universal Androot auf sein Optimus One laden und installieren.

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Lieferumfang

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Zum Lieferumfang des etwa 200 € (Internet) günstigen Smartphones gehören neben dem Akku mit 1500 mAh löblicherweise eine 2 GB große MicroSD-Speicherkarte. Das wenig überzeugende Stereo-Headset, ein gedrucktes Benutzerhandbuch und ein Reiseladegerät mit abnehmbarem USB-Datenkabel vervollständigen das Paket. Die paar Sachen haben dann auch in einer sehr kleinen Verpackung Platz gefunden.

Display

Das recht flaue Display löst mit 320 x 480 Pixel auf, in dieser Preisklasse üblich. Trotzdem werden Texte, Grafiken und Videos noch gut lesbar abgebildet. Im direkten Vergleich zum HTC Desire (HD) sieht man aber einen deutlichen Unterschied was die Darstellung der Farben betrifft und auch das BASE Lutea kann da eher überzeugen. Das Display des HTC Wildfire ist hingegen nicht besser.

Fotos und Videos können auf dem Display sowohl im Hoch- als auch im Querformat betrachtet werden, dem integrierten Lagesensor sei dank. Bei direkter Sonneneinstrahlung büßt das Display seine Ablesbarkeit leicht ein.

Menü/Bedienung

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Beim LG Optimus One bilden insgesamt vier unterschiedlich konfigurierbare Bildschirme die Schaltzentrale. Wer mag, kann sie mit vielen nützlichen "Widgets" aufrüsten. Hierbei handelt es sich sowohl um kleine Helfer in Form von Kalendern und Playern, als auch um simple Verknüpfungen zu vorinstallierten Programmen, Kontakten und Ordnern.

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So stehen mehrere Zeitmesser (Analoguhr bzw. Digitaluhr) zur Auswahl. Hinzu kommen Kalenderübersichten oder ein Musicplayer. Das Musicplayer-Widget zeigt dabei immer den aktuellen Titel an und erlaubt die Steuerung der Songs. Die Zahl der zur Verfügung stehenden Widgets ist recht groß und kann über den Android™-Market noch erweitert werden.

Neben den aktiven Widgets kann man sich auch passive Verknüpfungen, z. B. zu den Kontakten, zum Browser oder den installierten Programmen erstellen. Wie das funktioniert? Einfach das entsprechende Icon oder Widget per drag & drop auf einen beliebigen Startbildschirm ziehen, loslassen und fertig. Auch Verknüpfungen zu Playlisten und Lesezeichen kann man sich so einrichten.

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Das eigentliche Hauptmenü versteckt sich hinter dem mittig angeordneten und mit vier Quadraten gekennzeichneten Icon am Wer allerdings viele Programme installiert, dem geht durch diese Listenansicht schnell die Übersicht verloren. Seit Android 2.1 gehören auch animierte Live-Hintergrundbilder. Das sind Hintergründe, die in Echtzeit animiert werden. So kann man sich eine kleine Galaxie auf sein Optimus One holen, oder aber einen Gartenteich. Wer mag auch giftgrünen Nebel. Leider ist der Prozessor damit ein klein wenig überfordert. Nutzt man ein Live-Hintergrundbild scrollt es sich deutlich langsamer durch das Menü.

Anwendungen

Normalerweise werden Smartphone mit Android ab Werk, sprich von Google eher spärlich mit nützlichen Apps versorgt. Wahrscheinlich um Drittanbieter anzuspornen. Da macht auch das Optimus One keine echte Ausnahme. Die vorinstallierten Anwendungen reichen aber aus, um den täglichen Einsatzbedarf abzudecken. Neben den üblichen PIM-Anwendungen, wie E-Mail, Kalender und Kontaktverwaltung gibt es auch einen Taschenrechner, eine Uhr mit Weckfunktion und sogar eine Notizverwaltung.

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Auch an eine Art "Automodus" wurde gedacht. Darin hat man Zugriff auf den Musikplayer, die Navigationsanwendung, das Telefon sowie die Kontakte und zwar über deutlich größere Icons als im normalen Menü. Eine Sprachaufzeichnung sowie eine Sprachsuchfunktion vervollständigen den Funktionsumfang.

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Selbst Microsoft Office Dokumente kann man sich auf dem Optimus One anzeigen und editieren. Dazu nutzt man das vorinstallierte "ThinkFree Office". Selbst Notizen lassen sich mit dem Optimus One verwalten.

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Weitere Programme kann man sich im Market herunter laden.

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Im Market werden Anwendungen vorab grundsätzlich nicht durch Google übergeprüft, dies bleibt dann dem Nutzer überlassen. Eine spezielle Meldefunktion weist Google auf sogenannte "Malware" hin. Das hat den Vorteil, dass eine Anwendung innerhalb von 6-8 Stunden im Market verfügbar ist. Mittlerweile gibt es auch Alternativen zum offiziellen Android™-Market, erwähnenswert ist da zum Beispiel das App Center. LG selber bietet einen speziellen App-Advisor an mit Neuvorstellungen präsentiert werden.

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Fans sozialer Netzwerke werden sich über die passende Twitter-App freuen. Hiermit kann man fröhlich vor sich hin zwitschern. Auch Programme für XING, die VZ-Netzwerke dürfen nicht fehlen..

Navigation/GPS

Das Optimus One ist mit einem internen (A)GPS-Empfänger ausgestattet. In Verbindung mit einem passenden Navigationsprogramm kann man das Handy auch als Navigationshilfe nutzen.

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Google Maps ermittelt den aktuellen Standort im ersten Schritt über eine Celltower-Triangulation und im zweiten Schritt dann über den GPS-Empfänger. Danach aktualisiert sich die Position auch während der Bewegung. Das Kartenmaterial wird dabei direkt über das Internet auf das Optimus One übertragen. Wer keinen günstigen Datentarif sein Eigen nennt sollte daher aufpassen. Eine Navigation ohne Sprachausgabe ist mit der neuen Version von Google Maps (online im Market verfügbar) problemlos und relativ einfach möglich. Das verursacht neben dem reinen Datentransfer keine weiteren Kosten. Google Maps warnt nicht ausdrücklich vor Staus. Die zusätzlich verfügbare Ebene "Verkehr" zeigt aber die aktuelle Verkehrslage. Google Maps bietet zudem keine automatischen Alternativrouten an. Diese kann man aber manuell anfordern. Die Neuberechnung kann dann aber länger dauern. Natürlich hat man dem Optimus One auch das volle Softwareangebot von Google mit auf den Weg gegeben. Neben Google-Mail & Google-Maps (mit Latitude) hat auch noch Google Talk Einzug gehalten. Google Navigation nutzt dabei zum Beispiel das Kartenmaterial von Navteq. Der Locations-Dienst zeigt ihnen interessante Angebote in ihrer näheren Umgebung an.

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Die Einträge in der Kontaktverwaltung werden alphabetisch sortiert. Jedem Kontakt kann man ein individuelles Bild zuordnen welches dann bei einem Anruf angezeigt wird. Man kann verschiedene Kontakte auch in Gruppen zusammenfassen. Seine Lieblingskontakte kann man als Favorit kennzeichnen. Zu den Kontakten kann man zahlreiche Informationsdetails wie Festnetz und Mobilnummer, E-Mail und mehr hinterlegen. Im Telefonbuch findet man auch das Telefonprotokoll, in dem eingehende und ausgehende Anrufe verzeichnet werden. Spezielle Felder für Geburtstage und Jahrestage sind zwar vorgesehen, werden dann aber nicht im Kalender angezeigt.

Der Kalender entspricht dem Android-Standard. Somit zeigt er neben einer Tagesagenda auch eine Monats- und Tagesansicht an. So erhält man eine einfache Übersicht über seine Termine.

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Wer regelmäßig den gleichen Termin wahrnehmen muss, der wird die Wiederholungsfunktion zu schätzen wissen. Terminüberschneidungen werden bei der Eingabe nicht berücksichtigt. In der Monatsübersicht wird die Dauer eines Termins durch einen entsprechend langen grünen Balken dargestellt.

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Das Optimus One ist in der Lage mehrere Kalender mit Google zu synchronisieren. Über eine Sprachwahl oder Sprachsteuerung verfügt das Smartphone nicht, immerhin stehen eine Suchfunktion und die Navigation über Spracheingaben zur Verfügung. Auch mit Java kann es ab Werk nichts anfangen, im Android™-Market gibt es aber einen passenden Interpreter namens JAVA/J2ME Runner.

Musik

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Der MP3-Player des Optimus One ist optisch schlicht ausgefallen dafür aber nahezu selbsterklärend. Neben dem "Album Art" stellt der Player natürlich auch noch den Tracknamen sowie den Interpret und die weiteren Titel des ausgewählten Albums dar. Mit den drei virtuellen Tasten an der rechten Seite des Bildschirms steuert man den Player. Um die bestmögliche Soundqualität des Optimus One testen zu können, habe ich neben meinem Referenzkopfhörer, dem iGrado von Grado, auch noch den weit verbreiteten und überaus günstigen Koss Porta Pro, einen Sennheiser CX300 sowie den EP 630 von Creative Labs eingesetzt.

CX300 CX300 CX300 CX300

iGrado von Grado
(C) Grado

Koss Porta Pro
(C) Koss
Sennheiser CX300
(C) Sennheiser
Creative Labs EP630
(C) Creative Labs

Der iGrado fordert ein sehr hohes Eingangssignal um in Wallung zum kommen. Die maximale Lautstärke reicht beim Optimus One nicht aus, um die Wandler in Wallung zu bringen. Auch die Qualität des Ausgangssignals - nicht zuletzt aufgrund der fehlenden Klangoptimierung gerade im Bassbereich - ist eher mäßig. Damit disqualifiziert sich das Optimus One für den Einsatz sehr hochwertiger Kopfhörer, wie dem iGrado.

Der kleine Koss Porta Pro spielt mit dem Optimus One deutlich besser zusammen, da er aber tendenziell eher die Bässe betont und die Höhen früh kappt, klingt er ein wenig dumpf. Der Sennheiser CX300 und der Creative Labs EP 630 sind als InEars gute Alternativen zum 08/15-Kopfhörer des LG Optimus One. Aber auch hier gibt es bestenfalls einen befriedigenden Klang.

Grundsätzlich könnte man seine Musik auch über A2DP und AVRCP genießen. Ein guter Stereo Bluetooth-Kopfhörer, wie zum Beispiel das Motorola S9, macht dann zwar Sinn, gleichzeitig geht das zu Lasten der Akkulaufzeit und macht klanglich keinen Sinn. Insgesamt betrachtet klingt das Optimus One nicht annähernd so gut und bassstark wie ein Nokia 5800 XM oder BeatDJ. Aber auch HTC Wildfire bzw. BASE Lutea können in meinen Ohren nicht mehr überzeugen.

Aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop kamen - neben vielen anderen - folgende Alben während des Test zu Einsatz:.

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

iGrado
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iGrado
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Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Ebenso wie der Song "Damn Those Eyes" von Kane, der einen sehr gute Dynamik aufweist. Sämtliche MP3 sind eigenhändig mit mindestens 256 kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" codiert worden.

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Zur Sortierung der Songs stehen im MP3-Player Reiter für Interpreten, Alben, Titel oder Playlists zur Auswahl. Durch die Multitasking-Unterstützung kann man den MP3-Player auch im Hintergrund weiter laufen lassen und nebenher noch andere Aufgaben erledigen. Wer es abwechslungsreicher mag, spielt seine Songs in zufälliger Reihenfolge ab. Ohrwürmer kann man über die Wiederholfunktion in einer Endlosschleife genießen.

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Das Optimus One bietet ein optisch ansprechendes UKW-Radio ohne erkennbare RDS-Funktion. Bei ausreichend Empfang stehen so zahlreiche Sender zur Verfügung, die man auch abspeichern kann. Zum Betrieb muss aber zwingend ein Headset oder ein externer Lautsprecher angeschlossen werden.

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Videos und Bilder spielt das Optimus One auf Wunsch im Querformat ab. Das macht auf dem flauen 3,2-Zoll-Display aber nicht wirklich Spaß. Ein HTC Desire HD ist dem Optimus One um Längen überlegen :D Sofern einem nicht gerade die Sonne ins Display leuchtet, ist der Player unterwegs für einen Kurzfilm zu gebrauchen. gerade weil er auch AVI- (DivX, XviD) verarbeitet. Für das iPhone 4 kodierte MP4 spielt der Videoplayer nicht ab.

Klang

Das Optimus One liefert einen akzeptabel klingenden Lautsprecher. So ist der Klang noch ausreichend, um das Büro mit Musik zu versorgen. Gespräche über die eingebaute Freisprecheinrichtung werden akustisch von leichten Hallgeräuschen begleitet. Während eines Gesprächs werden die Stimmen zudem blechern wieder gegeben, wird aber nicht als störend empfunden. Zudem ist ein leichtes Hintergrundrauschen wahrnehmbar, die Qualität der Gesprächsübertragung tangiert das aber eher wenig. Die zahlreichen Klingel- und Signaltöne sind dezenter Natur. Wer sie nicht mag, kann zumindest die werksseitigen Klingeltöne durch eigene MP3 ersetzen, wenn er sie in bestimmte Ordner auf die microSD kopiert.

Connectivity (Internet/E-Mail/GPS)

Der Optimus One wird mit Tri-Band und Unterstützung für UMTS samt HSDPA, HSUPA und WLAN ausgeliefert. Der integrierte Browser unterstützt dabei alle gängigen Standards (HTML, XHTML, WAP) und kann HTML Seiten so anzeigen, wie man sie vom Desktop her kennt. Flash-Animationen werden nicht abgespielt.

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Von der Geschwindigkeit her kann der Browser des Optimus One höchstens mit dem HTC Wildfire mithalten. Da das Optimus One sich sowohl mit Multi-Touch als auch mit den bekannten Spreiz-Gesten versteht, ist die Navigation in Webseiten kein Problem. Leider merkt man gerade beim Browser den schwachen Prozessor. Adobe Flash wird nicht unterstützt.

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Besucht man YouTube - hierzu gibt es eine eigene Anwendung - so kann man sich auch an den zahllosen Online-Videos erfreuen. Natürlich dreht sich der Browserinhalt automatisch mit dem Optimus One mit.

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Android bietet zur Kommunikation per E-Mail zwei verschiedene Clients an. Einen für Google Mail und eine normale Mail App für die übrigen Konten. Meldet man sich auf dem Smartphone mit seinem Google-Konto an (das ist schon länger keine Voraussetzung für die Nutzung mehr), wird das dazugehörige Mailkonto automatisch in Google Mail synchronisiert.

Weitere Google-Konten muss man aber manuell über "Konten und Synchronisierung" hinzufügen. Google hat seinen eigenen Mail-Client natürlich perfekt auf die Zusammenarbeit mit seinem Online-Mail-Dienst abgestimmt. So kann man seine Googlemail-Nachrichten mit sogenannten Labels (Schlüsselwörtern) versehen, sie danach entsprechend sortieren und als Favorit oder als Spam einordnen. Dabei fast eien spezielle Thread-Funktion Mails auf Wunsch auch zusammen. Neue Meldungen gelangen ohne merkliche Verzögerung per Push (bzw. IMAP Idle) auf das LG Optimus One. Das LG signalisiert eingehende Nachrichten per Vibration oder Ton und optisch in der Statusleiste. Andere Exchange-, IMAP- doer POP-Konten richtet man hingegen im Standard-Client namens "E-Mail" ein. Dabei ähnelt leider nur die Optik dem übersichtlicheren Google Mail. Funktionen wie Labels und Threads fehlen komplett. Zudem kann man - abgesehen vom Eingangsordner - keine anderen Ordner abonnieren. Auch kann man seine E-Mails nicht durchsuchen. Ältere E-Mails muss man zudem mnauell nachladen. Zu allem Übel geht selbst das nur in kleinen 25-Schritten. Der Online-Sync mit Google klappt daher deutlich besser.

Wer einen Microsoft Exchange Server nutzt, kann diesen - im Internet auch kostenlos verfübaren Dienst - erst einmal nicht auf seinem Optimus One weiter in Anspruch nehmen. Es fehlt schlicht an der passenden Software. Wer mag kann seine E-Mails aber manuell oder automatisch in fest vorgegeben Zeiträumen (mindestens alle 5 Minuten) über IMAP oder POP einsammeln. Anhänger von Microsoft Outlook werden nur mit zusätzlicher Software auf dem PC bzw. Mac Anschluss an die heimische Kontaktdatenbank/Kalender finden.

Freunde "ungepflegter" Kommunikation nutzen "Google Talk" als Instant Messenger. Durch die Bildschirmtastatur ist der Optimus One aber nicht unbedingt für eine umfangreiche Kommunikation geignet.

Kamera/Video

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Die Kamera des LG Optimus One knipst Bilder mit einer Auflösung von 3-Megapixel.

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Ein LED-Blitz fehlt dem Optimus One gänzlich. Aufnahmen in Dunkelheit bzw bei einsetzender Dämmerung sind daher nur mit erheblichen Qualitätsverlusten möglich. Die Kamerasoftware bietet dafür einige Einstellungsmöglichkeiten und sogar eine Gesichtserkennungssoftware.

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Der Autofokus sorgt für die notwendige Schärfe. Auslösemechanismus und Speichervorgang gehen Hand in Hand und zwar recht gemählich.

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Verschiedene Einstellungsmöglichkeiten für den Weißabgleich und die ISO sorgen für den notwendigen Durchblick während man mit einer handvoll Farbeffekte die Bilder etwas aufpeppen kann. Geotagging ist dank des GPS-Empfängers kein Problem.



Die Kamera liefert recht gute Ergebnisse. Der Weißabgleich funktioniert erstaunlich gut, nur bei schlechter Ausleuchtung werden die Bilder unscharf und pixelig. Machen wir uns nichts vor: mit einem Samsung Pixon oder Nokia N8 kann sie trotzdem nicht mithalten. Aber das kann man in dieser Preisklasse auch nicht wirklich voraussetzen. Die Bilddynamik lässt insgesamt etwas zu wünschen übrig. Für gelegentliche Schnappschüsse oder Veröffentlichungen im Internet reicht die Kameraqualität jedenfalls aus. Videos nimmt das Optimus One maximal mit VGA-Auflösung auf.

Akkulaufzeit

Im normalen Betrieb (30 Minuten telefonieren, eine handvoll Push-Mails, 90 Minuten MP3, ein paar Fotos) hält der Akku mit seinen 1500 mAh mindestens einen Arbeitstag. Schaltet man den UMTS-Empfang ab, verlängert sich die Akkulaufzeit bei selber Nutzung auf etwa 2 1/2 Tage. Sollte man den WLAN-Empfänger aktiviert haben, so hat das auf die Akkulaufzeit keinen Einfluss, sofern sich das Optimus One im Standby-Modus befindet und das WLAN-Netzwerk nicht genutzt wird. Nutzt man sein Smartphone als Radio oder Hosentaschenwurlitzer macht der Akku bei abgeschaltetem Display nach knapp 7 Stunden schlapp. Kommunikative Nutzer(innen) mit ausgeprägtem Mitteilungsbedürfnis werden den Akku trotzdem mindestens einmal am Tag mit Nachschub aus der Steckdose versorgen müssen.

Videotest

Fazit

Autor

Das Optimus One ist ein günstiges, solides Arbeitstier dessen Prozessor oft an seine Grenzen geführt wird. Dank Android hat man Zugriff auf eine große Zahl von Anwendungen und Spielen. Für knapp 200 Euro bekommt man eine recht gute 3-Megapxiel-Kamera. Leider kann das schwache Display mit seinen 320 x 480 Pixel da nicht mithalten. Verarbeitung und Haptik geben keinen Anlass zur Klage. Dank des eingebauten GPS-Empfängers kann man das Optimus One als Navigationshilfe nutzen. Wer ein günstiges Smartphone mit einem ausbaufähigen Betriebssystem sucht, sollte zum LG Optimus One greifen. Als Alternativen kommt neben dem gebrandeten BASE Lutea noch das das HTC Wildfire bzw. das Samsung Galaxy 3 in Betracht.

Top Preis/Leistung Flop Prozessor
Top Verarbeitung Flop Display
Top Akkuleistung

 

 

 





  

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