
Was lange dauert wird endlich gut, oder? Nachdem Nokia das N96 auf dem MWC 2008 vorgestellt hat, kann man es seit Oktober 2008 auch in Deutschland käuflich erwerben. Das N96 ist der offizielle Nachfolger des betagten, dafür aber recht erfolgreichen N95 und kann leichte Designanleihen beim Vorgänger nicht vertuschen. Das N96 unterstützt wie nahezu alle N-Serie Geräte den Dualmode (UMTS/GSM) und ist ein Quadband-Mobiltelefon (GSM 850/900/1800/1900) samt EDGE & UMTS mit HSDPA (High Speed Downlink Packet Access). Eine automatische Frequenzband-/ und Modus-Umschaltung ermöglicht den Wechsel zwischen GSM und UMTS, ohne das Mobiltelefon neu booten zu müssen. Dabei bietet das N96 ein 2.8 Zoll großes QVGA-Display mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixel, bekannt vom Nokia N95 8 GB, also praktisch der Interimslösung. Eine 5-Megapixel-Kamera für Foto- und Videoaufnahmen mit Autofokus samt 20-fachen Digitalzoom und einer Optik von Carl Zeiss ist bei der N-Serie ja quasi Standard. So wie das integrierte GPS-Modul samt A-GPS zur Positionsbestimmung und Navigation. Kartenmaterial wird für über 100 Länder angeboten. Die Navigation ist allerdings kostenpflichtig. Eine kostenlose Testphase ist aber möglich. Daten speichert man im riesigen knapp 16 Gigabyte (GB) großen internen Speicher oder eben auf microSD-Speicherkarten. Ob das N96 an den Erfolg des Verkaufsschlagers N95 andocken kann? Seit dem offiziellen Verkaufsstart geht der Straßenpreis allerdings fast täglich in Richtung Keller. Den Käufer wird es freuen, Verkäufer (von Gebrauchtgeräten) wohl eher nicht. Ob das wohl mit der Tatsache zusammenhängt, dass man das integrierte DVB-H in Deutschland gar nicht nutzen kann? Oder liegt es wieder an der eher mäßigen Verarbeitung? Auf all diese Fragen und mehr finden Sie in meinem Testbericht hoffentlich die passenden Antworten.

