Der 9900 stellt mit seinen knapp 490 Euro den Nachfolger des recht erfolgreichen BlackBerry Bold dar. Nach dem Touch 9860 besinnt sich RIM wieder auf die Haupteigenschaften eines Blackberrys, nämlich Tastatur und Kommunikationsfähigkeit. Dabei fristet der Part Multimedia trotzdem kein Schattendasein. Den Bold 9900 bedient man diesmal sowohl über die - für Männerhände - recht klein geratenen Tasten der Volltastaturals auch über den 2,8-Zoll großen Touchscreen mit seiner Auflösung von 480 x 640 Pixel. Die Bedienung auf dem Touchscreen gestaltet sich aufgrund der kleinen Bildschirmdiagonale aber eher mühsam. Das leuchtstarke Display präsentiert seine Inhalte aber recht mit satten 16 Millionen Farben recht farbig. Alle
Texteingaben erledigt man über die unterhalb des Display befindliche QWERTZ-Tastatur mit ihren mehrfach belegten Tasten. Da das Bold 9900 nur 115 x 66 x 10,5 mm groß ist, erreicht man Sonderzeichen nur über eine Tastenkombination, das gilt auch für die Ziffern. Unter dem Display befinden sich ein optisches Trackpad sowie die vier klassischen BlackBerry-Menü-
sowie Anrufannahme-Tasten. Die Verarbeitung des aus Kunststoff und Metall bestehenden Bold 9900 ist sehr gut. Optisch wurde er - wie immer - recht dezent gestaltet, der mattierte Metallrahmen steht dem neuen Bold aber gut!. Im inneren werkelt der gleiche 1,2 Gigahertz schnelle Single-Core-Prozessor (Snapdragon von Qualcomm) wie im Torch 9860. Auch hier stehen 768 Megabyte RAM zur Verfügung. Das macht sich in der Praxis gerade beim surfen bemerkbar. Das neue BlackBerry OS 7 bietet aber keine grafisch anspruchsvolle Benutzeroberfläche ala HTC Sense. Mit dem neuen OS kann man das 9900 über die "BlackBerry Bridge" genannte App auch als "Modem" für das Blackberry Playbook nutzen. Die 5-Megapixel-Kamera auf der Rückseite macht bei gutem Licht ansprechende Bilder, leider wirken diese aber genauso farbarm, wie auf dem Torch 9860. Die Qualität ist identisch.Videos nimmt man standesgemäß mit 720p auf, wobei die Qualität erstaunlich gut ist. Unterwegs ist man - typisch BlackBerry - immer über WLAN b/g/n (auch im 5GHz-Modus) und HSPA+ online. Kontakt zum PC nimmt man per Bluetooth 2.1 sowie Micro-USB auf. Dank des integriertes GPS-Empfängers kann man mit seinem Assistenten auch navigieren. Der interne Speicher fasst 4 Gigabyte und kann über microSD-Karten auf 32 Gigabyte erweitert werden. Der BlackBerry Bold 9900 bietet zudem einen NFC-Empfänger mit dem man zukünftig diverse Dienste in Anspruch nehmen kann. Den alten BlackBerry-Prinzipien, wie Sicherheit (Fernwartung und Fernlöschung sowie Verschlüsselung aller Daten) bleibt zwar auch der 9860 Torch treu, der 1.230 mAh starke Li-Ion-Akku hält im Gespräch allerdings nur etwa 5 1/2 Stunden bzw. bei Musikwiedergabe 43 Stunden durch. Bei normaler Nutzung schafft man etwa 2 Arbeitstage, während mein alter Bold bei gleich Nutzung etwa 3 Tage durchhielt.

Die Multimediafähigkeiten bieten genügend Leistungsspielraum für Privatkunden. Der Videplayer versteht sich mit MP4 und XViD und der Musikplayer bietet sogar Equalizer-Presets. Die in der AppWorld zur Verfügung stehenden Apps sind beim BlackBerry OS aber nach wie vor recht Business orientiert. Trotzdem gibt es schon eine paar gute Spiele.
Der Browser ist nun etwa 40% schneller, kann mit Adobe Flash aber nicht umgehen. Dank der BlackBerry-Technologie, werden die Webseiten bereits komprimiert und für das Display optimiert ausgeliefert und daher sehr schnell angezeigt. Meinen Videotest gibt es in HD auf YouTube oder direkt im Anschluss:
Fazit:
Beim BlackBerry Bold 9900 besinnt sich RIM teilweise auf alte Stärken, vernachlässigt aber die - gerade bei Powerusern - notwendige Akkuleistung. Multimediainhalte kann der Nachfolger zwar gut in Szene setzen, es krankt allerdings am recht kleinen Display. RIM versucht hier wohl einen Spagat, der nur teilweise geglückt scheint.


Mit dem knapp 


Was soll ich zum Apple iPhone 4S sagen? Es erfüllt genau meine Erwartungengen. Denn genau DAS hätte ich vom iPhone 4 erwartet. Auf irgendwelche herausragende Eigenschaften oder besondere Stärken hofft man beim Upgrade des iPhone 4 vergeblich. Mit einem Einstandspreis von 

Ja, Apples Produkte polarisieren die Maßen. Manche lieben sie, andere vergöttern sie, andere spötteln. Beim neuen iPhone ist man von Superlativen ausgegangen. Aber Apple hat gutes nur leicht verbessert?! Das Display ist nicht größer geworden und hat immer noch eine Diagonale von 3,5 Zoll. Dafür hat man ihm eine Spracherkennung/-steuerung in Form eines "Assistant" namens Siri mit auf den Weg gegeben. Diese benötigt zwingend einen schnelleren Prozessor. Was liegt daher näher, als dem iPhone (4S) den A5-Dualcore-Prozessor des iPad 2 zu spendieren. Die mit einem Gigahertz getaktete CPU greift dabei aber - im Gegensatz zum iPad - auf 1 Gigabyte RAM zurück. Das beschleunigt die Sprachverarbeitung deutlich und lässt auch andere Apps und Spiele aufatmen. Wieder ein netter Nebeneffekt auf dem Weg zur mobilen Spielkonsole. Die auf der Rückseite verbaute Kamera löst mit 8 Megapixel auf, beherrscht HD-Aufnahmen mit 1080p und kann auf eine LED zurückgreifen. Angetrieben wird das iPhone 4S von iOS 5. Das Design ist hingegen fast komplett unverändert! Immerhin bietet es nun zwei Antennen, eine für den Empfang und eine für das Senden. Der berühmte Todesgriff ist damit nicht mehr möglich!







