Apple hat marketingtechnisch den Bogen raus. Neidlos muss man
anerkennen, dass kaum eine Firma so einen Hype um neue Produkte
erzeugen kann, wie Apple. Da werden (gezielt?) unzählige Gerüchte zum
neuen iPhone in den Raum (eigentlich ins Internet) gestreut, dann
präsentiert Scott Forstall in Vertretung des erkrankten Steve Jobs auf
der diesjährigen WWDC ein äußerlich eher unspektakuläres Facelifting
des iPhone 3G und die ganze Welt jubelt. Die Zahl der Vorbestellungen
erreicht freilich nicht die des Vorgängers, zu unbedeutend scheinen die
Verbesserungen des 3G S zum 3G auf den ersten Blick. Der Teufel steckt
aber im Detail und in diesem Fall unter der Haube. Das 3G S hat nicht
nur eine längere Akkulaufzeit zu bieten, sondern auch einen komplett
neuen Prozessor (das "S" steht nämlich für "Speed") sowie eine neue
Grafik-Engine, die durchaus das Potential hat, das 3G S an die Spitze
der mobilen Spielkonsolen zu setzen. Das iPhone 3G S wird diesmal mit 16 GB und 32 GB ausgeliefert und in Deutschland seit dem 19.06.09 wieder exklusiv von T-Mobile und in ausgesuchten Partnershops vertrieben, zu Preisen ab 1 € mit Vertrag und Netlock. Ohne Vertrag und
Simlock kann man das Gerät z. B. in Italien kaufen, aktuell zu einem
Straßenpreis von etwa 800 € (für die 32 GB version). Ob sich ein
Upgrade für Besitzer des 3G lohnt, soll Ihnen
mein Testbericht zeigen.
Besitzer der iPhones aus der ersten Generation können hingegen
bedenkenlos zuschlagen, der Fortschritt ist enorm.