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 Sharp Aquos SH80F - Ein Smartphone mit guten 3D-Funktionen im Test  
Geschrieben von Dirk Schuetzner am Dienstag, 13. Dezember 2011

Testberichte
Das Aquos SH80F ist das erste Smartphone aus der neuen "Aquos" Baureihe von Sharp und das dritte Handy mit 3D-Funktionen. Nach dem LG Optimus 3D und dem HTC Evo 3D bietet auch das Sharp SH80F neben Android (2.3.4) als Betriebssystem auf Wunsch auch einen 3D-Modus.  Das 3D-Display funktioniert dabei ohne eine spezielle Brille - ähnlich wie beim Nintendo 3DS. Der 4,2 Zoll große LCD-Screen löst mit hohen 540 x 960 Pixel auf und überflügelt seine 3D-Konkurrenten deutlich. Auf den ersten Blick stimmen Schärfe, Helligkeit und Kontrast.



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Im Hintergrund werkelt ein 1,4-GHz-Prozessor (Single-Core). Die stereoskopische Kamera nimmt 3D-Bilder leider nur mit 2 Megapixel auf, 3D-Videos aber immerhin in HD mit 720p. Im 2D-Modus knipst die Kamera des Aquos SH80F Bilder mit maximal 8 Megapixel. Zum Lieferumfang gehört ein Ladekabel, das passende Ladegerät, eine 8 GB microSD-Speicherkarte sowie ein Stereo-Headset.  Ein HDMI-Kabel fehlt, gleichwohl das SH80F seine Inhalte problemlos per DNLA und HDMI auf den heimischen Fernseher ausgeben kann. Meinen Videotest findet ihr in HD auf YouTube oder direkt im Anschluss:




Der 3D-Modus steht beim Sharp auch im normalen Menü zur Verfügung. Kann dort aber abgeschaltet werden, da er meiner Meinung nach schon nach kurzer zeit heftig auf die Augen geht, eine gute Entscheidung der Designer. Der 3D-Effekt konnte bisher weder beim LG Optimus 3D noch beim HTC Evo 3D so richtig überzeugen. Da macht auch das Aquo SH80F keine Ausnahme. Rein technisch betrachtet, ist das aufgrund der - im Vergleich zum Kinoformat - eher kleinen Displays auch kein Wunder. Die abgebildeten Objekte in Filmen, oder Spielen weisen zwar einen Tiefeneffekt auf, aber echte Dreidimensionalität (das berühmte "Heraufsfliegen" von Objekten) sieht man hier immer noch nicht. Der Effekt ist trotzdem am Anfang recht beeindruckend, die von Sharp mitgelieferten 3D-Bilder und Videos sind sehr überzeugend. Bei 3D-Spielen von Drittanbietern entspricht der Effekt aber wieder "nur" einem Nintendo 3DS. Daran hat nicht zuletzt die Blickwinkelabhängigkeit Schuld. Ab Werk liefert Sharp aber zumindest zwei gute 3D-Tietel mit,  Need for Speed Shift und Die Sims 3D sind bereits vorinstalliert. Weitere Titel kann man sich - sofern kompatibel - über den Android Market herunterladen.

Das Gehäuse des Sharp SH80F besteht aus einem glänzenden Kunststoff, der sich extrem anfällig für Fettfinger zeigte. Der 1240 mAh schwache Akku konnte im Vergleich zur Konkurrenz erstaunlich gut mithalten. Die verbaut nämlich deutlich stärkere Varianten. 3D-Filem doer Spiele kann man so maximal 5 Stunden am Stück genießen und auch Quasselstrippen werden etwa 5 Stunden Spaß am Sharp haben, danach ist ein Gang zur Steckdose unumgänglich. Normalnutzer (30-60 Minuten MP3, 15 Minuten Telefonate, E-Mails ohne Push) werden auf jeden Fall 1 bis 1 1/2 Arbeitstage Freuden an ihrem recht teuren Spielzeug haben. Der interne Speicher kann über microSD-Karten erweitert werden. Im Inneren werkelt ein 1,4-Gigahertz-Single-Core-Prozessor. In der Praxis und im direkten Vergleich zum Sensation XE - mit seiner Dual-Core Variante - merkt man allerdings keinen Unterschied. Android 2.3.4 samt seiner hauseigenen Benutzeroberfläche läuft flüssig und ruckelfrei.


 
(Anklicken)
(Webspace zur Verfügung gestellt von 4phones.de)
 

Eigene 3D-Inhalte erstellt man über die recht ordentliche, stereoskopische 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite. Die Bildqualität ist gut, Details werden stimmig abgebildet , die Farben sind aber ziemlich schwach. Die Kamera macht Videos in HD-Qualität. Hier störte kein Nachziehen und auch kein langsamer Autofokus den Eindruck.



Alle Inhalte können per HDMI-Schnittstelle direkt auf einen Fernseher übertragen werden, das dafür notwendige Kabel muss allerdings separat erworben werden.  Ein Unding bei einem so hohen Einstandspreis. Sollte das Umgebungslicht nicht ausreichen, dann springt auf Wunsch eine LED ein. Die reicht knapp einen Meter weit. Die Kamerasoftware hat zudem einige Einstellungsmöglichkeiten zu bieten.

Unterwegs ist man dank A-GPS und Google Maps bzw. der integrierten Navigationslösung  von Google immer gut orientiert. Per HSPA und WLAN b/g/n und dank des schnellen Browsers surft man recht komfortabel. SMS oder E-Mail sind ebenfalls möglich. Der eingebaute MP3-Player wurde 1:1 von Android  übernommen.  Equalizer-Presets sucht man daher vergebens.



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Das macht nichts, denn die werksseitigen Kopfhörer sind sowieso eher mäßig. Druckvolle Bässe sind ebenso Fehl am Platze, die ein sauberes Klangbild. Der Videoplayer ist  dafür deutlich besser und spielt neben 3D-Filmen auf Wunsch auch normale  DivX, XViD und MP4 in HD-Auflösung ab. Der eingebauter Konverter macht auf 2D-Filmen sogar eine Art Pseudo-3D. Das sehr große Display ist dabei ausreichend hell beleuchtet, farbecht und kontrastreich spiegelt aber ziemlich.  Die Gesprächsqualität nur mäßig. Die Qualität wird durch einen leichten Hall und einen blechernen Klang beeinträchtigt. Die Freisprechfunktion ist nicht zu empfehlen, dafür scheint der eingebaute Lautsprechers nämlich nicht zu taugen.Die Empfangs- und Sendeleistung liegen auf guten Niveau.

Fazit


Das Sharp Aquos SH80F bietet das aktuell beste mobile 3D-Erlebnis. Der 3D-Effekt sorgt zumindest kurzweilig für echte Freude. Das geht allerdings sehr stark zu Lasten des recht schwachen Akkus und noch mehr zu Lasten der Brieftasche, der Straßenpreis liegt nämlich bei etwa  580 Euro. Wer trotzdem zuschlagen will, sollte einfach mal bei Media Markt,  Saturn oder The Phone House vorbeischauen. Andere Netzbetreiber bieten das Smartphone nämlich aktuell nicht an.




Sharp Aquos SH80F - Ein Smartphone mit guten 3D-Funktionen im Test

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