Mit dem ChaCha stellt HTC nicht etwa ein Musikhandy vor. Nein, hier finden wir - nach dem HTC Salsa - nun den zweiten Spezialisten für die Facebook-Jünger unter uns. Dabei wurde das recht erfolgreiche Sozialnetzwerk wieder über diverse Apps in das
Betriebssystem integriert. Auch das ChaCha hat wieder eine spezielle Facebook-Taste ins Gehäuse operiert bekommen, Widerstand zwecklos. So kann man - wenn man denn unbedingt mag - einen Eintrag auf der eigenen oder befreundeten Pinnwand von Facebookern verfassen. Auf Wunsch mit Foto, Videos oder auch mit Ortsangabe. Dazu muss man nur zweimal, auf den hübschen "F"-Button drücken. Technisch kann das ChaCha mit einem 2,6 Zoll großen, kapazitiven Touchscreen mit einer Auflösung von 480 x 320 Pixel aufwarten. Durch die geringe Displaygröße werden Grafiken, Fotos und Videos sehr scharf wiedergegeben. Gleichzeitig werden Texte aber auch sehr klein abgebildet. Als E-Book-Reader taugt das ChaCha - trotz integrierten Bücherdienst von Google nicht! Dazu muss man das Handy dann unglücklicherweise auch noch um 90 Grad drehen. Die 5-Megapixel-Kamera macht bei mäßigen Lichtverhältnissen eher mittelmäßige Bilder, die dann zudem auch noch einen leichten Rotstich aufweisen und körnig wirken! Auch die aufgenommen Videos mit einer maximalen Auflösung von 720 x 480 Pixel können nicht überzeugen. Alle Aufnahmen werden viel zu dunkel abgebildet. Da nützt einem auch eine LED nichts, zumal diese nur knapp 1,5 Meter weit reicht. Die VGA-Kamera auf der Vorderseite taugt nur für Videotelefonie. Der Prozessor wurde entgegen der ursprünglichen Planung auf 800 Megahertz aufgebohrt. So kann man theoretisch auch in den Genuss von Adobe Flash 10.1 kommen. Der interne
Speicher von 512 MB wird mit microSD-Karten erweitert. Eine
2-Gigabyte-Karte gehört mit zum Lieferumfang. Das HTC Salsa
unterstützt neben HSPA natürlich auch WLAN b/g/n und Bluetooth 3.0. Meinen Videotest gibt es in HD auf YouTube oder gleich im Anschluss:
Der Akku liefert 1250 mAh und reicht so, bei nicht allzu intensiver Nutzung (etwa 30 Minuten MP3 oder Film und knapp 20 Minuten Telefonate) locker zwei Arbeitstage. Das Display ist recht klein, kann dafür aber bei direkter Sonneneinstrahlung recht gut abgelesen werden. Dank Android 2.3.3 läuft es recht flott. Der Browser kann wegen des kleinen Displays nicht wirklich überzeugen und ruckelt zudem leicht. Der Videoplayer ist wie beim Salsa auch ein Flop. Er spielt keine DivX oder XViD-Video ab und kommt mit MP4 und WMV nur dann klar, wenn sie 320 x 480 Pixel nicht überschreiten. Der Musikplayer spielt MP3 nur ohne Equalizer-Presets ab. Warum HTC an dieser Stelle spart, ist mir nicht klar. Vielleicht liegt es ja an der Mehrheitsbeteiligung an Dr.Dre-Beat :D So ist der Klang ist nur ausreichend und recht bassarm. Die mitgelieferten Kopfhörer taugen nichts. Für Highend-Spiele ist das ChCha nicht geeignet und auch mein geliebtes Angry Birds Rio hat mit der geringen Displayauflösung und dem langsamen Prozessor zu kämpfen. Freunde von Facebook, die gerne oft und lang über diese Platform mit Freunden kommunizieren werden mit dem ChaCha aufgrund der guten QWERTZ-Tastatur unter dem Display ihre Freude haben. Für knapp 200 Euro bekommt man ein zuverlässiges Handy. Die Empfangs- und Sendeleistungen sind allerdings bestenfalls durchschnittlich! Auch die Sprachqualität macht da leider keine Ausnahme. Bilder des Schmuckstücks findet ihr wie immer hier auf mobile-reviews.de.

Auch für das HTC ChaCha gilt: nix heitere und unbeschwerte ChaCha-Klänge. Das HTC ChaCha flirtet nur mit Facebook, Facebook und nochmals Facebook!
