Das nenne ich mal eine schnelle Reaktion. In einer - recht medienwirksamen - Stellungnahme teilte HTC-Chef Peter Chou auf der Facebook-Seite den Fans mit, dass "wir keine Bootloader mehr auf unseren Geräten sperren werden". Wie konnte das nur geschehen? Dazu müssen wir einige Wochen in der zeit zurück gehen. Auf Webseite, wie den XDA-Developern gibt es schon seit eh und je selbst erstellte Betriebssysteme für Geräte mit Android. In den einschlägigen Kreisen bezeichnet man sie als Custom Firmwares". In den letzten Monaten hat HTC (aber auch Motorola und Sony Ericsson) auf diese Bastelarbeiten reagiert und die dafür notwendigen Bootloader verschlüsselt. Zahlreiche Fans haben daraufhin zu einer Internet-Petition aufgerufen. So kamen mehr als 6.000 Unterschriften zustande, die den taiwanesischen Hersteller nun zu seinem Sinneswandel bewogen haben. Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass solche Geräte bei den Kunden und Fans viel beliebter sind, als die mit gesperrtem Bootloader. Ob die Änderung aber auch für Smartphones mit bereits gesperrtem Bootloader gilt, istnicht klar. So werden auch in Zukunft Geräte mit Updates versorgt, für die HTC bereits den Support eingestellt hat. Siehe zum Beispiel das HTC Hero. Ein feiner Schachzug, zwei Fliegen mit einer Klappe! Zufriedene Kunden und kostenlosen Support durch die Community.
